Juristische Reime

Allgemeine Fragen zum Jurastudium (Anforderungen, Ablauf etc.)

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Infinit-E
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Juristische Reime

Beitrag von Infinit-E » Mittwoch 6. September 2006, 15:47

Und zum dritten Mal ich :D
Hiermit will ich jetzt mal den allgemeinen "Reim"-Thread aufmachen. Gemeint sind solche Reime, mit denen man sich den Inhalt mancher Normen oder Zusammenhänge besser merken soll oder die einfach auch nur nett sind. Ich fange einfach mal an mit jenen, die ich schon kenne:
1. Bürgschaft, Hypothek, Vormerkung, Pfand gehen mit der Hypothek Hand in Hand
2. Fehlt im Gesetz ein Schräubchen, dreh ich an Treu und Gläubchen
3. Ist das Kind auch noch so klein, kann es doch schon Bote sein.
Das sind so diejenigen, die mir spontan einfallen. Weitere Reime erwünscht!
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veltina
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Beitrag von veltina » Mittwoch 6. September 2006, 15:50

Reimt sich nicht, find ich trotzdem EXTREM hilfreich (erst kurz vorm Examen gelernt):

Anspruchsreihenfolge im Zivilrecht: VerQuaDingDeliBer (vertraglich-quasivertraglich-dinglich-deliktisch-bereicherungsrechtlich)
mit Betonung auf Ver und li. Einfach mal ausprobieren.
http://www.pgdp.net
http://www.kiva.org - Wer hat das beste Händchen bei der Schuldnerwahl? :D
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Re: Juristische Reime

Beitrag von ElGraf » Mittwoch 6. September 2006, 15:56

Infinit-E hat geschrieben: 1. Bürgschaft, Hypothek, Vormerkung, Pfand gehen mit der Hypothek Hand in Hand
Was sagt der jetzt noch gleich aus?
Juraguy

Beitrag von Juraguy » Mittwoch 6. September 2006, 15:59

Das LG Frankfurt erklärte 1982 folgende Mahnung in Versform für wirksam:

Das Mahnen, Herr, ist eine schwere Kunst!
Sie werden's oft am eigenen Leib verspüren.
Man will das Geld, doch will man auch nicht die Gunst
des werten Kunden nicht verlieren.
Allein der Stand der Kasse zwingt uns doch,
ein kurz' Gesuch bei ihnen einzureichen:
Sie möchten uns, wenn möglich heute noch,
die unten aufgeführte Schuld begleichen.

Begründung der Kammer:

Der Zinsen wegen! Ist zum Eintritt des Verzug'
der Wortlaut obigen Schreibens deutlich genug?
Oder kommt eine Mahnung nicht in Betracht,
wenn ein Gläubiger den Anspruch in Versen geltend macht?

Die Kammer jedenfalls stört sich nicht dran
und meint, nicht auf die Form, den Inhalt kommt's an.
Eine Mahnung bedarf nach ständiger Rechtsprechung
weder bestimmter Androhung noch Fristsetzung.

Doch muß der Gläubiger dem Schuldner sagen,
das Ausbleiben der Leistung werde Folgen haben1.
Das geschah hier! Trotz vordergründiger Heiterkeit
fehlt dem Schreiben nicht die nötige Ernstlichkeit.

Denn der Beklagte konnte dem Schreiben entnehmen,
er müsse sich endlich zur Zahlung bequemen,
der Kläger sei - nach so langer Zeit -
zu weiterem Warten nicht mehr bereit.

Folglich kann der Kläger Zinsen verlangen,
die mit dem Zugang des Briefs zu laufen anfangen.
Der Zinsausspruch im Tenor ist also richtig.
Dies darzulegen erschien der Kammer wichtig.

Wegen der Entscheidung über die Zinsen
wird auf §§ 284, 286, 288 BGB verwiesen.
Vollstreckbarkeit, Kosten beruhen auf ZPO
Paragraphen 91, 708 Nummer Zwo.
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Beitrag von treverer » Mittwoch 6. September 2006, 17:12

Zur Reihenfolge auch: Viel Quatsch schreibt der Bearbeiter (vertraglich-quasivertraglich-sachenrechtlich(dinglich)-deliktisch-bereicherungsrechtlich)
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Re: Juristische Reime

Beitrag von Infinit-E » Mittwoch 6. September 2006, 17:21

ElGraf hat geschrieben:
Infinit-E hat geschrieben: 1. Bürgschaft, Hypothek, Vormerkung, Pfand gehen mit der Hypothek Hand in Hand
Was sagt der jetzt noch gleich aus?
Waaah, nicht aufgepasst :D
Es ist natürlich die FORDERUNG, mit der die anderen vier Hand in Hand gehen ^^
Bitte noch mehr, insbesondere mal ein paar Reime!
downhill

Beitrag von downhill » Mittwoch 6. September 2006, 18:47

Übler Schüttelreim:

"Grob fahrlässig verkennt, was jedem evident" 8-[
ninalein

Beitrag von ninalein » Mittwoch 6. September 2006, 18:54

Problem erkannt, Gefahr gebannt :D

(danke, Herr Hemmer, das hilft natürlich immer weiter)
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Beitrag von schlafkatze » Mittwoch 6. September 2006, 18:58

kommt gut, wenn man das statt des obersatzes hinpinselt
Der öffentliche Dienst braucht gar nicht für sich zu werben. Das ist wie Freibier auf der Wiesn, da braucht es auch keine konzertierten Marketinganstrengungen.
j 20.07.07
Daniel22

Beitrag von Daniel22 » Mittwoch 6. September 2006, 19:01

Als Jurist wirst du dich unterstehn
eine Bürgschaft einzugehn

(Autor: Ich :D )
ninalein

Beitrag von ninalein » Mittwoch 6. September 2006, 19:04

schlafkatze hat geschrieben:kommt gut, wenn man das statt des obersatzes hinpinselt
gute idee. außerdem is mein problem (!!) nicht, die probleme zu erkennen sondern nicht mehr genau zu wissen, wie sie gelöst werden...
also is der satz wohl nicht mal richtig :-(
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Beitrag von hero-of-the-day » Mittwoch 6. September 2006, 19:59

Sterben heißt erben.
Weaseling out of things is important to learn. It's what separates us from the animals ... except the weasel.
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Beitrag von Christian aus Mainz » Mittwoch 6. September 2006, 20:03

Daniel22 hat geschrieben:Als Jurist wirst du dich unterstehn
eine Bürgschaft einzugehn

(Autor: Ich :D )
bürgen soll man würgen.

autor unbekannt.

cam
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Beitrag von Infinit-E » Mittwoch 6. September 2006, 20:08

Bürgen soll man würgen?
Kenn ich aus einer hemmer-Werbebroschüre.
Wo wir gerade dabei sind (um diesen Themenbereich abzudecken):
1. Wer den Hafen nicht kennt, dem ist kein Wind günstig.
2. Wer auf vier Punkte lernt, landet leicht bei drei.
Heggensis

Beitrag von Heggensis » Mittwoch 6. September 2006, 20:19

Definition einer Verfügung am Beispiel der Hochzeitsnacht:

Er
1) hebt sie auf (Aufhebung),
2) trägt sie über die Schwelle (Übertragung),
3) belastet sie (Belastung),
4) ändert sie inhaltlich (Inhaltsänderung)
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