Bundestagswahl 2021

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Wer wird Bundeskanzler(in)

Umfrage endete am Freitag 13. August 2021, 00:30

Annalena Baerbock
23
46%
Armin Laschet
25
50%
Olaf Scholz
2
4%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 50
Joshua
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Joshua » Montag 27. September 2021, 20:46

Tibor hat geschrieben:
Montag 27. September 2021, 19:01
die Linke aka PDS aka SED
Das ist so armeslig.

Danach dürfte man z.B. CDU und FDP nie wählen, weil diese Parteien ganz viel nachkriegszeitliche personale braune DNA haben.

Nur ein Bsp. zu NRW:
Insbesondere in der FDP liegt der Anteil ehemaliger Nazis besonders hoch: So hatte in den Nachkriegsjahren mehr als jeder fünfte FDP-Landtagsabgeordnete eine braune Vergangenheit. Zwischen 1955 und 1975 wurde die FDP-Fraktion von 6 ehemaligen Nazis, darunter 3 SS-Männern geführt.
Quelle: https://www.gedenkstaettenforum.de/nc/p ... g_von_nrw/

Sicher hast du das nur verwechselt und wolltest die braune Verseuchung dieser Parteien kritisieren und sie für unwählbar erklären.

Oder, Botty?
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Urs Blank
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Urs Blank » Montag 27. September 2021, 20:52

Jetzt wollen FDP und Grüne zunächst bilateral verhandeln, erstes Treffen Mittwoch. Ziemlicher Affront gegenüber Scholz mE…
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Urs Blank » Montag 27. September 2021, 20:54

PS @Joshua: Wahlkampf isch over…
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Joshua » Montag 27. September 2021, 20:55

Urs Blank hat geschrieben:
Montag 27. September 2021, 20:54
PS @Joshua: Wahlkampf isch over…
Braune Soße isch nie over. Bleibt wachsam!
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von OJ1988 » Montag 27. September 2021, 21:16

Joshua hat geschrieben:
Montag 27. September 2021, 20:55
Urs Blank hat geschrieben:
Montag 27. September 2021, 20:54
PS @Joshua: Wahlkampf isch over…
Braune Soße isch nie over. Bleibt wachsam!
Bist du eigentlich wirklich vollexaminierter Jurist? Kann ich mir ob der Qualität der Beiträge nicht so recht vorstellen.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Joshua » Montag 27. September 2021, 21:21

Sehr lustig, netter Versuch.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Toefting » Montag 27. September 2021, 22:20

Urs Blank hat geschrieben:
Montag 27. September 2021, 20:52
Jetzt wollen FDP und Grüne zunächst bilateral verhandeln, erstes Treffen Mittwoch. Ziemlicher Affront gegenüber Scholz mE…
Naja, ist doch recht logisch, dass die beiden erstmal versuchen die claims abzustecken und dann mit maximalforderungen ggü der SPD aufzutreten. Abzuwarten bleibt, ob dann noch versucht wird SPD und Union gegeneinander auszupokern.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von thh » Dienstag 28. September 2021, 00:57

OJ1988 hat geschrieben:
Montag 27. September 2021, 21:16
Bist du eigentlich wirklich vollexaminierter Jurist? Kann ich mir ob der Qualität der Beiträge nicht so recht vorstellen.
Ich biete Beate Bahner und will sehen.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Herr Schraeg » Dienstag 28. September 2021, 10:42

famulus hat geschrieben:
Montag 27. September 2021, 12:09
Und woran machst du das fest? Meinst du nicht, dass sich da eher die (größeren) Grünen mit ihrer Präferenz durchsetzen werden? Was soll denn für Laschet sprechen?
Bei Jamaika müssten sich die Grünen erheblich bewegen, bei der Ampel ebenso erheblich die FDP. Allerdings sind die Grünen dazu wohl bereit, wie die Koalitionsverhandlungen vor vier Jahren belegen, während das bei der FDP für mich offen ist. Zudem sollten objektiv sowohl Grüne als auch FDP ein Interesse daran haben, ihr Profil auch in einer Koalition zu schärfen - das aber geht neben einem schwachen und geschwächten Kanzler Laschet besser als neben einem Kanzler Scholz. Schliesslich hatte Scholz die Parteiführung einschl. Kevin und Konsorten offenbar nur während des Wahlkampfs im Griff - die ersten Äußerungen von Borjans usw. nach der Wahl machen der FDP eine Zusammenarbeit schwer.

Deshalb meine Einschätzung gestern mittag, dass Jamaika etwas wahrscheinlicher als die Ampel ist. Das setzt aber voraus, dass Laschet die nächsten Tage politisch überlebt. Solange die parteiinternen Angriffe gegen ihn nur wie bislang aus der dritten und vereinzelt aus der zweiten Reihe erfolgen, wird er das schaffen. Es bleibt aber spannend.
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Bundestagswahl 2021

Beitrag von Tibor » Dienstag 28. September 2021, 10:59

Es ist doch klar, dass sich die Grünen bei Jamaika bewegen müssen und die FDP in der Ampel. Ich gebe zu bedenken, dass die Sitze / Stimmen in einer der beiden Koalitionen zu berücksichtigen sind: FDP 92, Grüne 118. Damit hat die FDP nur ca 78% der Stimmen der direkten Konkurrenz und damit eine Pflicht zur „erhöhten Beweglichkeit“ von 22%.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Joshua » Dienstag 28. September 2021, 11:33

Wie Heiner Flassbeck es bereits analysiert hat: Die Dreierkonstellationen bedeuten, dass nichtssagende Kompromisse entstehen. Weitestgehende Neutralisierung. Kein Wähler wird annähernd das bekommen, was er gewählt hat. Ein guter Grund für ein reines Mehrheitswahlrecht?
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von famulus » Dienstag 28. September 2021, 11:57

Ich sehe in einem Dreierbündnis - gerade in einer Ampel - eigentlich eine gute Chance, verschiedene Sparten durch die jeweilige Spartenpartei nachhaltig und nicht im "Volksparteienstil" nur halbherzig/feigenblattmäßig zu bedienen. Die unterschiedlichen Fachkompetenzen bieten Gelegenheit zu endlich mal wieder stattfindendem öffentlichem/nachvollziehbarem Diskurs und Checks & Balances innerhalb der Regierung. Wenn man das offen und konstruktiv angeht, kann so viel "Wählerwille" wie kaum jemals realisiert werden, auch vor dem Hintergrund der recht "unkomfortablen" Situation der fraktionsübergreifenden Abhängigkeit bei der Mehrheitsfindung, der diese GroKo-eske Sicherheits-/Durchwinkmentalität verhindert.

Wie man so ein gestörtes Verhältnis zu Kompromissen haben kann, ist mir schleierhaft.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Liz » Dienstag 28. September 2021, 12:33

Joshua hat geschrieben:Wie Heiner Flassbeck es bereits analysiert hat: Die Dreierkonstellationen bedeuten, dass nichtssagende Kompromisse entstehen. Weitestgehende Neutralisierung. Kein Wähler wird annähernd das bekommen, was er gewählt hat. Ein guter Grund für ein reines Mehrheitswahlrecht?
Der Preis, dafür, dass man vier Jahre lang das bekommt, was man gewählt hat, ist es dann aber eben, dass man im Gegenzug in den nachfolgenden vier Jahren genau das Gegenteil von dem bekommt, was man haben wollte. Das halte ich auch nicht für erstrebenswert.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Theopa » Dienstag 28. September 2021, 12:55

Liz hat geschrieben:
Dienstag 28. September 2021, 12:33
Der Preis, dafür, dass man vier Jahre lang das bekommt, was man gewählt hat, ist es dann aber eben, dass man im Gegenzug in den nachfolgenden vier Jahren genau das Gegenteil von dem bekommt, was man haben wollte. Das halte ich auch nicht für erstrebenswert.
Ein Guter Punkt, das ist eines der großen Probleme bei 2-Parteien-Systemen wie in den USA: Erst wird zwei Jahre lang die Arbeit des Vorgängers revidiert, dann fängt man an eigene Ideen umzusetzen.

Zudem sind absolute Mehrheiten einer Partei selten für Diskurs und genau überlegte Entscheidungen gut, da man niemanden überzeugen muss. Die Partei winkt auch noch so dämliche Gesetze einstimmig bzw. nahezu einstimmig durch, nur um der Gegenseite (die natürlich laut dagegen schimpft) auch nie Recht zu geben.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Joshua » Dienstag 28. September 2021, 13:39

Liz hat geschrieben:
Dienstag 28. September 2021, 12:33
Joshua hat geschrieben:Wie Heiner Flassbeck es bereits analysiert hat: Die Dreierkonstellationen bedeuten, dass nichtssagende Kompromisse entstehen. Weitestgehende Neutralisierung. Kein Wähler wird annähernd das bekommen, was er gewählt hat. Ein guter Grund für ein reines Mehrheitswahlrecht?
Der Preis, dafür, dass man vier Jahre lang das bekommt, was man gewählt hat, ist es dann aber eben, dass man im Gegenzug in den nachfolgenden vier Jahren genau das Gegenteil von dem bekommt, was man haben wollte. Das halte ich auch nicht für erstrebenswert.
Kein Nachteil, ein aliud, ein Kompromiss auf der Zeitachse. Konkret: Das, was die Progressiven gut gemacht haben, lassen die Konservativen dann in ihren 4 Jahren bestehen. Und umgekehrt. Das ist dann eigentliche zeitlich sich vollziehende Dialektik, die mehr Weltgericht kennen dürfte als der zeitlich gleichzeitige Kompromiss.
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