Notariat Berlin/Brandenburg

Für alle Fragen, die sich speziell für Richter, Staatsanwälte oder Verwaltungsbeamte ergeben, z.B. Bewerbung, Arbeitszeit, Laufbahnentwicklung, Wechsel des Bundeslandes oder der Gerichtsbarkeit usw.

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OJ1988
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Re: Notariat Berlin/Brandenburg

Beitrag von OJ1988 » Montag 30. November 2020, 20:36

Blaumann hat geschrieben:
Montag 30. November 2020, 19:24
La Calunnia hat geschrieben:
Montag 30. November 2020, 15:56
Selbst nach deiner Argumentation bleiben ja dann noch 1% :)
Ja, wenn Vati zufällig eine Wirtschaftskanzlei führt und dich direkt zum Sozius macht (sehr zur Freude der geknechteten angestellten Anwälte, die seit Jahren für die Partnerschaft buckeln). Oder Du dank ausgezeichneter Socialising-Fähigkeiten und kluger Wahl der Sportarten bereits ein krasses Netzwerk hast, deinen supergeilen Businessplan ohne Hürden umsetzt und nur noch die Batzen zählen musst. Wirkt jetzt aber eher nicht so, um ehrlich zu sein. ;)
(bitte jetzt nicht komplett den Thread derailen :( )
O:)
OJ1988 hat geschrieben:
Montag 30. November 2020, 15:59
b) selbst bei Freiwerden der Stelle sich auf diese bereits ernannte Notare bewerben werden, die in weniger attraktiven Landämter sitzen und diese Bewerbungen in aller Regel vorgezogen werden (da längere Erfahrung = idR höhere Eignung).
§ 6 Abs. 3 Satz 1 und 2 BNotO bietet ja einen bunten Strauß an Abwägungskriterien. Vermutlich lassen sich die Notarkammern da auch nicht in die Karten schauen und machen keine konkreten Angaben, wie die einzelnen Faktoren für die fachliche Eignung gewichtet werden, oder?
Ja, natürlich. Nur ab und zu lichtet sich der Nebel, wenn die Rechtsprechung korrigierend eingreifen muss, weil die Gewichtung contra legem vorgenommen wird, wie hier jüngst im Zusammenhang mit der Ernennung von Notarassessoren durch den Notarsenat des OLG Köln: https://openjur.de/u/2308161.html (Kurzfassung: 50:50 fachliche/persönliche Eignung noch okay, 2. Examen muss im Gesamtergebnis aber mind. mit 40% gewichtet werden, nicht - wie es wohl bislang Praxis bei der Rheinischen NotK war - mit 16,67% (!))
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