Natürlich wird in den sog. Qualitätsmedien nicht explizit gesagt, er sei selbst schuld. Ein solcher Subtext schwingt allerdings mit. Selbst im ZDF verbreitet der USA-Korrespondent Theveßen, Kirk habe die Steinigung von Homosexuellen gefordert.famulus hat geschrieben: Freitag 12. September 2025, 19:11 Hä? Welchen Medien entnimmst du das? Das scheint mir nicht mal in linken Bubbles eine relevante Position zu sein. Klingt mir alles sehr nach Strohmann.
Klar könnte man versuchen, hierin lediglich mangelnde journalistische Sorgfalt zu erkennen. Als professioneller Journalist kann man so einfältig aber kaum sein. Auf mich wirkt es daher wie der Versuch, die Tat kleinzureden. Und Theveßen im ZDF ist nur eine solche Figur (weiteres dazu u.a. hier: https://archive.ph/zfNrz (Verwaister Link automatisch entfernt)).
Dem Schlusswort des verlinkten NZZ-Kommentars schließe ich mich an:
"Man muss Kirks Meinungen natürlich nicht teilen. Man kann sie insbesondere als Liberaler aus vielen Gründen kritisch sehen. Aber man sollte sie schon korrekt wiedergeben. Dass es Medien nicht einmal nach einem so kaltblütigen Mord gelingt, schürt den Verdacht auf Mutwilligkeit. Es darf einfach nicht sein, was nicht sein kann. Dass es da einen konservativen Vordenker gibt, der trotzdem auf Homosexuelle zugeht. Dass da jemand ätzende Kritik an linken Positionen übt, und doch die offene Aussprache mehr als viele andere schätzt. Kurzum: Dass da jemand nicht in die Schublade der rundweg bösen rechten Maga-Bewegung passen will.
Es ist nicht ohne Ironie: Ausgerechnet jene Journalisten, die ständig vor Desinformation warnen, verbreiten sie nach dem Mord an Charlie Kirk selbst. Regelmässig beklagen linksliberale Journalisten einen Kulturkampf, bei dem Fakten dem eigenen Weltbild untergeordnet werden. Dann sollten sie ihn nicht selbst betreiben."

