Zweitversuch Jahre später?
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Torsten Kaiser
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das würde mich auch interessieren.
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Mich auch
Stehe zu deinen Überzeugungen soweit und solange Logik oder Erfahrung dich nicht widerlegen. Denk daran: Wenn der Kaiser nackt aussieht ist der Kaiser auch nackt ... .
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Mike
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Tja da kann ich euch leider keine schöne Geschichte erzählen.
Ich habe mich damals wie ein Irrer rangesetzt und noch gebüffelt wie ein Blöder und mich doch nochmal richtig motiviert, nachdem ich die Worte hier im Thread gelesen habe und einem immer irgendwie von überall suggeriert wird, dass das schaffbar ist. War es für mich aber nicht, ich war zu naiv.
Joa ich hatte dann 13 Punkte aus 8 Klausuren. Nicht eine Klausur bestanden und überall nur 1 bis 2 Punkte gehabt. Und das nachdem ich wie gestört gelernt habe. Bin dann irgendwie geisteskrank geworden, hab mich wertlos wie Dreck und der dümmste Mensch auf Erden gefühlt. Konnte nicht ertragen, dass ich alles gegeben habe und so krass auf die Fresse gefallen bin, während alle meiner damaligen Kommilitonen es geschafft haben. Hatte dann nen Suizidversuch, habe leider überlebt (ja leider, denn ich habe immernoch keinen Bock mehr auf dieses erbärmliche und völlig gegen die Wand gefahrene Leben als ,,Belohnung" dafür, dass ich mir den Hintern aufgerissen habe und was aus meinem Leben machen wollte).Bin dann in stationärer Behandlung gelandet, um nicht zu sagen in ner geschlossenen Klappse. Hab jetzt nur ein 4, wat weiß ich erstes Examen, einen kacke lückenhaften Lebenslauf,den ich nie vernünftig erklären kann, bin mitte 30 und bin arbeitslos, weil ich seit ewigkeiten keinen Job kriege. Nichtmal in ner blöden Versicherung oder sonst was. Und dafür hab ich über 10 Jahre gekämpft wie ein bekloppter. Um ein komplett zerstörten Leben zu haben am Ende zum Dank.
Ich wünschte ich könnte hier auch wieder so ne tolle happy end-story loslassen. Kann ich aber halt nicht und möchte auch nicht lügen.
Ich will keinen entmutigen oder so, bei wahrscheinlich 99% aller anderen Person hier in einer Krise wird wohl alles gut ausgehen am Ende, nur bei mir halt nicht aber das ist in meinem Leben immer so gewesen. Jeder hat am Ende doch ein happy end und ich flieg auf die Schnauze. Ist halt einfach so.Lasst euch also nicht von mir entmutigen, bei euch wird es sicherlich anders ausgehen.
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Torsten Kaiser
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Eine "Antwort" darauf ist ganz schwer. Wenn das wirklich alles stimmt, was du schreibst (das weiß man in anonymen Foren ja nie), dann wünsch ich dir von Herzen gute Besserung und dass es dir jeden Tag etwas besser geht. Und Menschen, die dir helfen, wieder auf die Beine zu kommen.
Das weißt du vermutlich selber, aber dennoch: Die Frage, welche Note man hat oder ob man das zweite Examen nun geschafft hat oder nicht, hat NICHTS damit zu tun, ob du ein guter Mensch/Jurist whatever bist. Versuch es weiter, du bist ein Jurist mit abgeschlossenem Studium, irgendwann geht eine Tür für dich auf, Mike!!! Und es muss ja auch nichts Juristisches sein, es gibt so viel andere Tätigkeiten, für die du kein zweites Examen brauchst.
Das weißt du vermutlich selber, aber dennoch: Die Frage, welche Note man hat oder ob man das zweite Examen nun geschafft hat oder nicht, hat NICHTS damit zu tun, ob du ein guter Mensch/Jurist whatever bist. Versuch es weiter, du bist ein Jurist mit abgeschlossenem Studium, irgendwann geht eine Tür für dich auf, Mike!!! Und es muss ja auch nichts Juristisches sein, es gibt so viel andere Tätigkeiten, für die du kein zweites Examen brauchst.
- FKN993
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Oh man, mein vollstes Mitgefühl dir und ich drücke dir von Herzen die Daumen, dass du wieder auf die Beine kommst. Kann verstehen, dass sich deine Situation anfühlt, als würde es einem den Boden unter den Füßen wegreißen und da gibt es wenig tröstende Worte, aber vielleicht ein paar öffnende:
Vermutlich fühlst du dich gerade etwas perspektivlos, das Gefühl von Enttäuschung überlagert viel, aber dennoch stimmt das nicht. Die Perspektive musst du nur wieder in dir selbst finden und ich bin mir sicher, dass wenn du diese Lebenssituation erfolgreich bewältigst, du gestärkt aus der Sache herausgehen kannst und wirst. Vielleicht erfüllt sich nicht dein primärer Berufswunsch, aber das bedeutet nicht, dass du nur diese einzige Möglichkeit hast. Wie Torsten schon sagt: Es kann ja auch noch etwas anderes sein und vielleicht ist das auch etwas, was dir sogar mehr Freude bereiten kann, als du das bisher sogar annimmst. Ich denke, dass man auch mit dem Ersten Examen und einer Zusatzausbildung (in zwei Jahren ist noch eine Ausbildung machbar, wenn verkürzt) noch sehr gute Chancen hat. Und letztlich: Es hängt nicht an den objektiven Umständen, sondern innerlich an deiner Einstellung. Und sei dir sicher: Der Tag, an dem du wieder richtig aufstehst, wird kommen!
Vermutlich fühlst du dich gerade etwas perspektivlos, das Gefühl von Enttäuschung überlagert viel, aber dennoch stimmt das nicht. Die Perspektive musst du nur wieder in dir selbst finden und ich bin mir sicher, dass wenn du diese Lebenssituation erfolgreich bewältigst, du gestärkt aus der Sache herausgehen kannst und wirst. Vielleicht erfüllt sich nicht dein primärer Berufswunsch, aber das bedeutet nicht, dass du nur diese einzige Möglichkeit hast. Wie Torsten schon sagt: Es kann ja auch noch etwas anderes sein und vielleicht ist das auch etwas, was dir sogar mehr Freude bereiten kann, als du das bisher sogar annimmst. Ich denke, dass man auch mit dem Ersten Examen und einer Zusatzausbildung (in zwei Jahren ist noch eine Ausbildung machbar, wenn verkürzt) noch sehr gute Chancen hat. Und letztlich: Es hängt nicht an den objektiven Umständen, sondern innerlich an deiner Einstellung. Und sei dir sicher: Der Tag, an dem du wieder richtig aufstehst, wird kommen!
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Mike
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Naja, ich finde mit meinem schlechten Diplom schon seit über einem Jahr keinen Job. Hab mich ja schon während des Refs umgesehen.FKN993 hat geschrieben: Montag 15. September 2025, 09:23 Oh man, mein vollstes Mitgefühl dir und ich drücke dir von Herzen die Daumen, dass du wieder auf die Beine kommst. Kann verstehen, dass sich deine Situation anfühlt, als würde es einem den Boden unter den Füßen wegreißen und da gibt es wenig tröstende Worte, aber vielleicht ein paar öffnende:
Vermutlich fühlst du dich gerade etwas perspektivlos, das Gefühl von Enttäuschung überlagert viel, aber dennoch stimmt das nicht. Die Perspektive musst du nur wieder in dir selbst finden und ich bin mir sicher, dass wenn du diese Lebenssituation erfolgreich bewältigst, du gestärkt aus der Sache herausgehen kannst und wirst. Vielleicht erfüllt sich nicht dein primärer Berufswunsch, aber das bedeutet nicht, dass du nur diese einzige Möglichkeit hast. Wie Torsten schon sagt: Es kann ja auch noch etwas anderes sein und vielleicht ist das auch etwas, was dir sogar mehr Freude bereiten kann, als du das bisher sogar annimmst. Ich denke, dass man auch mit dem Ersten Examen und einer Zusatzausbildung (in zwei Jahren ist noch eine Ausbildung machbar, wenn verkürzt) noch sehr gute Chancen hat. Und letztlich: Es hängt nicht an den objektiven Umständen, sondern innerlich an deiner Einstellung. Und sei dir sicher: Der Tag, an dem du wieder richtig aufstehst, wird kommen!
Hab es erst im gehobenen Dienst versucht. Da hätte ich sogar Bock drauf gehabt. Aber das wurde nie was. Zuletzt hab ich es schon als Sachbearbeiter bei verschiedenen Versicherungen versucht und sogar als einfacher Rechtsanwaltsfachangestellter, wozu man ja eigentlich nur eine Ausbildung braucht. Nichtmal da wurde ich genommen.
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Gürteltier
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Im gD bestehen - so weiß ich aus meinem Umfeld - durchaus realistische Chancen mit dem 1. StEx. Das ist aber sicherlich auch je nach Behörde unterschiedlich und man muss eventuell auch örtlich und thematisch flexibel sein. Also wenn das echt etwas ist, was dich auch weiterhin noch interessieren würde, ist es eventuell noch einen weiteren Versuch wert. Ansonsten wünsche ich dir alles Gute und gute Besserung!
- Strich
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Das tut mir sehr leid und ich kann das zumindest im Ansatz auch verstehen, auch wenn soetwas etwas sehr persönliches ist, das niemand - nicht mal Leute in einer ähnlichen Situation - vollständig nachvollziehen können. Du musst mir aber nachsehen, wenn ich deine Gefühle zwar verstehe, aber deine Ansicht nicht ganz Teile: "komplett zerstört" ist was anderes. Du solltest dich nicht mit Leuten vergleichen, die das alles geschafft haben, sondern mit dir selbst in der Vergangenheit. Und da fällt die Bilanz nicht so katastrophal aus, oder? Du hast ein erstes Examen geschafft. Du hast Durchhaltewillen gezeigt. Auch wenn man hinterher scheitert, bleibt die Kraftanstrengung die man auf die Kette gekriegt hat und es bleibt ein erstes SteX. Auch den Lebenslauf sehe ich nicht als so schlimm an. Ist er optimal, nein, da lüge ich dir nichts vor, aber die Angst jedes Studenten, nicht mal das Stex zu schaffen, ist schon mal nicht eingetreten. Ich würde veruschen, mich daran (SteX und die Leistungsbereitschaft) auch ein wenig festzuhalten. Ich erinnere noch mal an die Perspektive: kommen dein negativer Blick (den ich hier nicht kleinreden will!) daher, dass du nicht der Mensch bist, für den du dich gehalten hast? Falls das so ist, lohnt sehr die Suche nach Möglichkeiten, die auf deinen (von dir vielleicht nicht ganz passend beurteilten) Stärken aufbauen. Wenn ich beispielsweise schon immer Profigewichtheber sein wollte, und daran auch nach Einsatz von einem Lebensjahrzent scheitere, dann mag das sicher niederschmetternd sein. Wenn ich aber gleichzeitig denke, dass meine sonstigen positiven Eigenschaften mir egal sind, dann lohnt, wie gesagt, der Versuch, sich auf diese Sachen zu konzentrieren. Will heißen: Kopf hoch! Niemand sonst hält dich für so schlimm, wie du dich zur Zeit (was ich, wie gesagt, nicht nur ein Stück weit nachvollziehen kann). Siehe hier die Reaktionen. Deinem Selbstbild entsprechend müssten hier ja alle irgendwie anders reagieren, oder. Ich hoffe, du hast dir professionelle Hilfe gesucht, ich fände es persönlich sehr schade, jemanden wie dich zu verlieren, und dazu brauch ich dich nicht mal näher kennen.Mike hat geschrieben: Montag 15. September 2025, 01:51Tja da kann ich euch leider keine schöne Geschichte erzählen.
Ich habe mich damals wie ein Irrer rangesetzt und noch gebüffelt wie ein Blöder und mich doch nochmal richtig motiviert, nachdem ich die Worte hier im Thread gelesen habe und einem immer irgendwie von überall suggeriert wird, dass das schaffbar ist. War es für mich aber nicht, ich war zu naiv.
Joa ich hatte dann 13 Punkte aus 8 Klausuren. Nicht eine Klausur bestanden und überall nur 1 bis 2 Punkte gehabt. Und das nachdem ich wie gestört gelernt habe. Bin dann irgendwie geisteskrank geworden, hab mich wertlos wie Dreck und der dümmste Mensch auf Erden gefühlt. Konnte nicht ertragen, dass ich alles gegeben habe und so krass auf die Fresse gefallen bin, während alle meiner damaligen Kommilitonen es geschafft haben. Hatte dann nen Suizidversuch, habe leider überlebt (ja leider, denn ich habe immernoch keinen Bock mehr auf dieses erbärmliche und völlig gegen die Wand gefahrene Leben als ,,Belohnung" dafür, dass ich mir den Hintern aufgerissen habe und was aus meinem Leben machen wollte).Bin dann in stationärer Behandlung gelandet, um nicht zu sagen in ner geschlossenen Klappse. Hab jetzt nur ein 4, wat weiß ich erstes Examen, einen kacke lückenhaften Lebenslauf,den ich nie vernünftig erklären kann, bin mitte 30 und bin arbeitslos, weil ich seit ewigkeiten keinen Job kriege. Nichtmal in ner blöden Versicherung oder sonst was. Und dafür hab ich über 10 Jahre gekämpft wie ein bekloppter. Um ein komplett zerstörten Leben zu haben am Ende zum Dank.
Ich wünschte ich könnte hier auch wieder so ne tolle happy end-story loslassen. Kann ich aber halt nicht und möchte auch nicht lügen.
Ich will keinen entmutigen oder so, bei wahrscheinlich 99% aller anderen Person hier in einer Krise wird wohl alles gut ausgehen am Ende, nur bei mir halt nicht aber das ist in meinem Leben immer so gewesen. Jeder hat am Ende doch ein happy end und ich flieg auf die Schnauze. Ist halt einfach so.Lasst euch also nicht von mir entmutigen, bei euch wird es sicherlich anders ausgehen.
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Mike
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Ja, ich habe das erste Examen geschafft, was viele nicht geschafft hat.Strich hat geschrieben: Montag 15. September 2025, 23:10Das tut mir sehr leid und ich kann das zumindest im Ansatz auch verstehen, auch wenn soetwas etwas sehr persönliches ist, das niemand - nicht mal Leute in einer ähnlichen Situation - vollständig nachvollziehen können. Du musst mir aber nachsehen, wenn ich deine Gefühle zwar verstehe, aber deine Ansicht nicht ganz Teile: "komplett zerstört" ist was anderes. Du solltest dich nicht mit Leuten vergleichen, die das alles geschafft haben, sondern mit dir selbst in der Vergangenheit. Und da fällt die Bilanz nicht so katastrophal aus, oder? Du hast ein erstes Examen geschafft. Du hast Durchhaltewillen gezeigt. Auch wenn man hinterher scheitert, bleibt die Kraftanstrengung die man auf die Kette gekriegt hat und es bleibt ein erstes SteX. Auch den Lebenslauf sehe ich nicht als so schlimm an. Ist er optimal, nein, da lüge ich dir nichts vor, aber die Angst jedes Studenten, nicht mal das Stex zu schaffen, ist schon mal nicht eingetreten. Ich würde veruschen, mich daran (SteX und die Leistungsbereitschaft) auch ein wenig festzuhalten. Ich erinnere noch mal an die Perspektive: kommen dein negativer Blick (den ich hier nicht kleinreden will!) daher, dass du nicht der Mensch bist, für den du dich gehalten hast? Falls das so ist, lohnt sehr die Suche nach Möglichkeiten, die auf deinen (von dir vielleicht nicht ganz passend beurteilten) Stärken aufbauen. Wenn ich beispielsweise schon immer Profigewichtheber sein wollte, und daran auch nach Einsatz von einem Lebensjahrzent scheitere, dann mag das sicher niederschmetternd sein. Wenn ich aber gleichzeitig denke, dass meine sonstigen positiven Eigenschaften mir egal sind, dann lohnt, wie gesagt, der Versuch, sich auf diese Sachen zu konzentrieren. Will heißen: Kopf hoch! Niemand sonst hält dich für so schlimm, wie du dich zur Zeit (was ich, wie gesagt, nicht nur ein Stück weit nachvollziehen kann). Siehe hier die Reaktionen. Deinem Selbstbild entsprechend müssten hier ja alle irgendwie anders reagieren, oder. Ich hoffe, du hast dir professionelle Hilfe gesucht, ich fände es persönlich sehr schade, jemanden wie dich zu verlieren, und dazu brauch ich dich nicht mal näher kennen.Mike hat geschrieben: Montag 15. September 2025, 01:51Tja da kann ich euch leider keine schöne Geschichte erzählen.
Ich habe mich damals wie ein Irrer rangesetzt und noch gebüffelt wie ein Blöder und mich doch nochmal richtig motiviert, nachdem ich die Worte hier im Thread gelesen habe und einem immer irgendwie von überall suggeriert wird, dass das schaffbar ist. War es für mich aber nicht, ich war zu naiv.
Joa ich hatte dann 13 Punkte aus 8 Klausuren. Nicht eine Klausur bestanden und überall nur 1 bis 2 Punkte gehabt. Und das nachdem ich wie gestört gelernt habe. Bin dann irgendwie geisteskrank geworden, hab mich wertlos wie Dreck und der dümmste Mensch auf Erden gefühlt. Konnte nicht ertragen, dass ich alles gegeben habe und so krass auf die Fresse gefallen bin, während alle meiner damaligen Kommilitonen es geschafft haben. Hatte dann nen Suizidversuch, habe leider überlebt (ja leider, denn ich habe immernoch keinen Bock mehr auf dieses erbärmliche und völlig gegen die Wand gefahrene Leben als ,,Belohnung" dafür, dass ich mir den Hintern aufgerissen habe und was aus meinem Leben machen wollte).Bin dann in stationärer Behandlung gelandet, um nicht zu sagen in ner geschlossenen Klappse. Hab jetzt nur ein 4, wat weiß ich erstes Examen, einen kacke lückenhaften Lebenslauf,den ich nie vernünftig erklären kann, bin mitte 30 und bin arbeitslos, weil ich seit ewigkeiten keinen Job kriege. Nichtmal in ner blöden Versicherung oder sonst was. Und dafür hab ich über 10 Jahre gekämpft wie ein bekloppter. Um ein komplett zerstörten Leben zu haben am Ende zum Dank.
Ich wünschte ich könnte hier auch wieder so ne tolle happy end-story loslassen. Kann ich aber halt nicht und möchte auch nicht lügen.
Ich will keinen entmutigen oder so, bei wahrscheinlich 99% aller anderen Person hier in einer Krise wird wohl alles gut ausgehen am Ende, nur bei mir halt nicht aber das ist in meinem Leben immer so gewesen. Jeder hat am Ende doch ein happy end und ich flieg auf die Schnauze. Ist halt einfach so.Lasst euch also nicht von mir entmutigen, bei euch wird es sicherlich anders ausgehen.
Es stimmt, dass man da auch stolz drauf sein kann, weil man das geschafft hat.
Unterm Strich habe ich davon jedoch leider trotzdem nichts, weil ich nur ein 4,X Examen habe und mich absolut keiner einstellt.
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Kollege, lies mal das! Das ist dein Problem und kein anderes!Mike hat geschrieben: Montag 15. September 2025, 01:51
Ich will keinen entmutigen oder so, bei wahrscheinlich 99% aller anderen Person hier in einer Krise wird wohl alles gut ausgehen am Ende, nur bei mir halt nicht aber das ist in meinem Leben immer so gewesen. Jeder hat am Ende doch ein happy end und ich flieg auf die Schnauze. Ist halt einfach so.Lasst euch also nicht von mir entmutigen, bei euch wird es sicherlich anders ausgehen.
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Ich glaube auch, dass das wichtigste für Mike hier ist, an der inneren Einstellung zu arbeiten. Mit Mitte 30 als Jurist mit erstem Examen im 4-Punkte-Bereich und ohne zweites und ohne Job dazustehen, ist, wie Strich gesagt hat, ein suboptimaler Lebenslauf aus Arbeitgebersicht, aber es ist kein völlig verkorkstes Leben. Mitte 30 ist noch jung genug, um eine andere Berufsperspektive aufzubauen - das kann auf Grundlage des ersten Examens sein (die Schlagworte Versicherung und gD wurden schon genannt), oder ganz was anderes. Ich weiß, es klingt erstmalnach einem sehr enttäuschenden Rat, jemandem, der ein Jahrzehnt mit Jura verbracht hat, zu sagen, er kann ja noch mit was anderem anfangen; aber es ist definitiv machbar, in dem Alter noch etwas anderes, wofür man Enthusiasmus hat, zu studieren oder zu lernen und diese Karriere einzuschlagen. Überleg dir, welche Tätigkeit dir richtig gut gefällt, und such nach Möglichkeiten, in dem Bereich etwas zu machen. Mitte 30 ist viel zu jung, um das eigene Leben abzuschreiben und resigniert einer Zukunft aus vielen Jahrzehnten Bürgergeld entgegenzublicken.
"Das Vertragsrecht der Bundesrepublik Deutschland und die gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten, die Erfüllung von Verträgen zu erzwingen…verstoßen nicht gegen göttliches Recht."
--- Offizialat Freiburg, NJW 1994, 3375 (Leitsatz der Redaktion)
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Mike, eines fällt mir noch ein. Du solltest dich mal fragen, ob Jura dir wirklich Spaß macht. Und zwar jetzt mal unabhängig von irgendwelchen Noten. Wenn es das Fach selbst war, was dich hat so kämpfen lassen, dann versuche darauf aufzubauen. Wenn es mehr dein Ego war, dann hast du im Grunde nichts verloren, sondern etwas gewonnen und zwar neue Perspektiven. Aus meiner Sicht kommt es auf eine Fähigkeit besonders an, und das ist Nervenstärke. Das meint konkret, dass man der Angst in sich nicht die Kontrolle überlässt und ich denke mal, dass du das hast und du hast vor ihr resigniert. Anekdote: Meine ehemalige Freundin, mit der ich anfing, die hat sich nicht für Jura interessiert und meinte auch nicht wirklich lernen zu müssen. Stattdessen hat sie sich sehenden Auges unglücklich gemacht. Malen und Zeichnen konnte sie aber wie keine zweite. Das war unglaublich. Ihr Grund für das alles: Ihr Vater sagte zu ihr, dass sie niemals eine Uni von innen sähe, sondern höchstens würde sie davor putzen. Ihr Versuch mit dem Studium war also aus dem Gefühl heraus geboren worden etwas beweisen zu wollen. Das war in ihrer Abwägung wichtiger als ihr persönliches Wohlbefinden. Und dazu kann ich auch was sagen: Bei mir war’s so, dass ich gerade für bestimmte Noten ziemlich viel vernachlässigt habe. Nämlich vieles im Leben, was abseits von diesen blöden Büchern auch noch so wichtig ist. Diese Quittung habe ich mal bekommen. War auch eine furchtbare Zeit und ich war der Gegenbriff einer lockeren Person.
Und was bei dir extrem heraussticht, ist die Tatsache, dass du dein gesamtes Leben und Wohlbefinden, das was zuvor war, derzeit ist und auch mit Blick in die Zukunft auf diese Punktzahlen reduzierst. Als ich das erste Mal durchgefallen bin, hatte zuvor 17 Punkte geschrieben, habe ich in meinem Lieblingsgebiet Strafrecht 3 Punkte bekommen. Ich hatte eine Art Nervenzusammenbruch und habe eine Neubewertung verlangt. Das war mir nachher so peinlich, das kann ich nicht in Worte fassen. Es war auch nur eine Übungsklausur. Sicher hinkt der Vergleich, aber der Kern liegt darin, dass man niemals im Leben sich absolut von etwas so abhängig machen sollte. Du hast das erste Examen geschafft und selbst wenn es nun diese Note war, ist das eine herausragende Leistung. Dahinter steckt so viel mehr als eine Benotung der Qualität der Gedankenführung, denn letztlich ist es genau das. Es ist auch ein Attest darüber wie gut man in einer Akutstresssituation strukturiert denken und entscheiden kann. Denke, dass man das nur begrenzt üben kann und da spielt mehr rein als Stunden am Schreibtisch. Gute Noten haben leider auch etwas mit Glück und innerer Selbstsicherheit zu tun. Was ich dir damit sagen will? Versuch mal in dich zu gehen und dich zu fragen, ob es das wirklich wert ist über dein gesamtes künftiges Leben schon jetzt im Voraus zu verfügen und diese Last ständig mit dir rumtragen zu wollen, nur weil Wunsch X geplatzt ist.
Wir reden ja gerade über die conditio und dahinter steckt auch eine interessante Frage: Was wird und soll kausal sein? Fakt ist, dass manche Entscheidungen im Leben ziemlich irrational sind, auch wenn man selbst glaubt, dass sie hochrational wäre. Was ich damit sagen will? Was war eigentlich ursächlich dafür, dass du Jura studiert hast? Gibt es wirklich nichts abweichend davon, was damit noch zusammen passt oder gar etwas anderes? Diese Antwort kannst du dir nur selbst geben? Aber eine ist sicher falsch: Nur Jura allein, ob du nun mit dem ersten oder zweiten, ist kein Garant dafür um ein glückliches Leben zu führen. Drücke dir die Daumen, dass du wieder aufstehst.
Und was bei dir extrem heraussticht, ist die Tatsache, dass du dein gesamtes Leben und Wohlbefinden, das was zuvor war, derzeit ist und auch mit Blick in die Zukunft auf diese Punktzahlen reduzierst. Als ich das erste Mal durchgefallen bin, hatte zuvor 17 Punkte geschrieben, habe ich in meinem Lieblingsgebiet Strafrecht 3 Punkte bekommen. Ich hatte eine Art Nervenzusammenbruch und habe eine Neubewertung verlangt. Das war mir nachher so peinlich, das kann ich nicht in Worte fassen. Es war auch nur eine Übungsklausur. Sicher hinkt der Vergleich, aber der Kern liegt darin, dass man niemals im Leben sich absolut von etwas so abhängig machen sollte. Du hast das erste Examen geschafft und selbst wenn es nun diese Note war, ist das eine herausragende Leistung. Dahinter steckt so viel mehr als eine Benotung der Qualität der Gedankenführung, denn letztlich ist es genau das. Es ist auch ein Attest darüber wie gut man in einer Akutstresssituation strukturiert denken und entscheiden kann. Denke, dass man das nur begrenzt üben kann und da spielt mehr rein als Stunden am Schreibtisch. Gute Noten haben leider auch etwas mit Glück und innerer Selbstsicherheit zu tun. Was ich dir damit sagen will? Versuch mal in dich zu gehen und dich zu fragen, ob es das wirklich wert ist über dein gesamtes künftiges Leben schon jetzt im Voraus zu verfügen und diese Last ständig mit dir rumtragen zu wollen, nur weil Wunsch X geplatzt ist.
Wir reden ja gerade über die conditio und dahinter steckt auch eine interessante Frage: Was wird und soll kausal sein? Fakt ist, dass manche Entscheidungen im Leben ziemlich irrational sind, auch wenn man selbst glaubt, dass sie hochrational wäre. Was ich damit sagen will? Was war eigentlich ursächlich dafür, dass du Jura studiert hast? Gibt es wirklich nichts abweichend davon, was damit noch zusammen passt oder gar etwas anderes? Diese Antwort kannst du dir nur selbst geben? Aber eine ist sicher falsch: Nur Jura allein, ob du nun mit dem ersten oder zweiten, ist kein Garant dafür um ein glückliches Leben zu führen. Drücke dir die Daumen, dass du wieder aufstehst.
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Also was ganz anderes fange ich sicherlich nicht an. Gehobener Dienst fände ich ja sogar interessant. Aber auch da stellt mich keiner ein.Schnitte hat geschrieben: Mittwoch 17. September 2025, 10:15 Ich glaube auch, dass das wichtigste für Mike hier ist, an der inneren Einstellung zu arbeiten. Mit Mitte 30 als Jurist mit erstem Examen im 4-Punkte-Bereich und ohne zweites und ohne Job dazustehen, ist, wie Strich gesagt hat, ein suboptimaler Lebenslauf aus Arbeitgebersicht, aber es ist kein völlig verkorkstes Leben. Mitte 30 ist noch jung genug, um eine andere Berufsperspektive aufzubauen - das kann auf Grundlage des ersten Examens sein (die Schlagworte Versicherung und gD wurden schon genannt), oder ganz was anderes. Ich weiß, es klingt erstmalnach einem sehr enttäuschenden Rat, jemandem, der ein Jahrzehnt mit Jura verbracht hat, zu sagen, er kann ja noch mit was anderem anfangen; aber es ist definitiv machbar, in dem Alter noch etwas anderes, wofür man Enthusiasmus hat, zu studieren oder zu lernen und diese Karriere einzuschlagen. Überleg dir, welche Tätigkeit dir richtig gut gefällt, und such nach Möglichkeiten, in dem Bereich etwas zu machen. Mitte 30 ist viel zu jung, um das eigene Leben abzuschreiben und resigniert einer Zukunft aus vielen Jahrzehnten Bürgergeld entgegenzublicken.
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Es ist nicht Wunsch X geplatzt. Ich hatte nie einen speziellen Berufswunsch, der nur mit zweitem Examen möglich ist.FKN993 hat geschrieben: Mittwoch 17. September 2025, 12:20 Mike, eines fällt mir noch ein. Du solltest dich mal fragen, ob Jura dir wirklich Spaß macht. Und zwar jetzt mal unabhängig von irgendwelchen Noten. Wenn es das Fach selbst war, was dich hat so kämpfen lassen, dann versuche darauf aufzubauen. Wenn es mehr dein Ego war, dann hast du im Grunde nichts verloren, sondern etwas gewonnen und zwar neue Perspektiven. Aus meiner Sicht kommt es auf eine Fähigkeit besonders an, und das ist Nervenstärke. Das meint konkret, dass man der Angst in sich nicht die Kontrolle überlässt und ich denke mal, dass du das hast und du hast vor ihr resigniert. Anekdote: Meine ehemalige Freundin, mit der ich anfing, die hat sich nicht für Jura interessiert und meinte auch nicht wirklich lernen zu müssen. Stattdessen hat sie sich sehenden Auges unglücklich gemacht. Malen und Zeichnen konnte sie aber wie keine zweite. Das war unglaublich. Ihr Grund für das alles: Ihr Vater sagte zu ihr, dass sie niemals eine Uni von innen sähe, sondern höchstens würde sie davor putzen. Ihr Versuch mit dem Studium war also aus dem Gefühl heraus geboren worden etwas beweisen zu wollen. Das war in ihrer Abwägung wichtiger als ihr persönliches Wohlbefinden. Und dazu kann ich auch was sagen: Bei mir war’s so, dass ich gerade für bestimmte Noten ziemlich viel vernachlässigt habe. Nämlich vieles im Leben, was abseits von diesen blöden Büchern auch noch so wichtig ist. Diese Quittung habe ich mal bekommen. War auch eine furchtbare Zeit und ich war der Gegenbriff einer lockeren Person.
Und was bei dir extrem heraussticht, ist die Tatsache, dass du dein gesamtes Leben und Wohlbefinden, das was zuvor war, derzeit ist und auch mit Blick in die Zukunft auf diese Punktzahlen reduzierst. Als ich das erste Mal durchgefallen bin, hatte zuvor 17 Punkte geschrieben, habe ich in meinem Lieblingsgebiet Strafrecht 3 Punkte bekommen. Ich hatte eine Art Nervenzusammenbruch und habe eine Neubewertung verlangt. Das war mir nachher so peinlich, das kann ich nicht in Worte fassen. Es war auch nur eine Übungsklausur. Sicher hinkt der Vergleich, aber der Kern liegt darin, dass man niemals im Leben sich absolut von etwas so abhängig machen sollte. Du hast das erste Examen geschafft und selbst wenn es nun diese Note war, ist das eine herausragende Leistung. Dahinter steckt so viel mehr als eine Benotung der Qualität der Gedankenführung, denn letztlich ist es genau das. Es ist auch ein Attest darüber wie gut man in einer Akutstresssituation strukturiert denken und entscheiden kann. Denke, dass man das nur begrenzt üben kann und da spielt mehr rein als Stunden am Schreibtisch. Gute Noten haben leider auch etwas mit Glück und innerer Selbstsicherheit zu tun. Was ich dir damit sagen will? Versuch mal in dich zu gehen und dich zu fragen, ob es das wirklich wert ist über dein gesamtes künftiges Leben schon jetzt im Voraus zu verfügen und diese Last ständig mit dir rumtragen zu wollen, nur weil Wunsch X geplatzt ist.
Wir reden ja gerade über die conditio und dahinter steckt auch eine interessante Frage: Was wird und soll kausal sein? Fakt ist, dass manche Entscheidungen im Leben ziemlich irrational sind, auch wenn man selbst glaubt, dass sie hochrational wäre. Was ich damit sagen will? Was war eigentlich ursächlich dafür, dass du Jura studiert hast? Gibt es wirklich nichts abweichend davon, was damit noch zusammen passt oder gar etwas anderes? Diese Antwort kannst du dir nur selbst geben? Aber eine ist sicher falsch: Nur Jura allein, ob du nun mit dem ersten oder zweiten, ist kein Garant dafür um ein glückliches Leben zu führen. Drücke dir die Daumen, dass du wieder aufstehst.
Ich will einfach irgendeinen halbwegs gut bezahlten job, halbwegs in meiner nähe finden. That's it.
Aber leider finde ich ja nichtmal das.
Dachte eigentlich auch gehobener Dienst wird kein Problem, weil dafür ja sogar Bachelor of Laws oder Verwaltungslehrgang II oft reicht.
Ich krieg aber trotzdem nix.
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Na gut, du musst dir schon überlegen, was du möchtest. Egal, was du tust. Habe noch nie einen erfolgreichen Menschen gesehen, der keine Orientierung hatte. Tut mir leid, dass ich das sage.Mike hat geschrieben: Mittwoch 17. September 2025, 17:00
Es ist nicht Wunsch X geplatzt. Ich hatte nie einen speziellen Berufswunsch, der nur mit zweitem Examen möglich ist.
Ich will einfach irgendeinen halbwegs gut bezahlten job, halbwegs in meiner nähe finden. That's it.
Aber leider finde ich ja nichtmal das.
Dachte eigentlich auch gehobener Dienst wird kein Problem, weil dafür ja sogar Bachelor of Laws oder Verwaltungslehrgang II oft reicht.
Ich krieg aber trotzdem nix.