Manches muss einfach gemeldet werden
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Gürteltier
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Die Rezension war genau so zäh wie das Sujet. Vermutlich wurde beides nur geschrieben, um Betriebseinnahmen zu generieren.
- scndbesthand
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„Es fehlt aber die mal erfrischende, mal anlassfreie, mal empörende Waghalsigkeit und Angriffsfreude anderer FAZ-Großkommentatoren.“
Ich finde wiederum, dass nach einer gefühlt dreistelligen Anzahl der konsumierten Kolumnen die dem Kolumnisten eigene Angriffsfreude gar nicht mehr so erfrischend, empörend oder sonstwie aufregend daher kommt. Und man auch oftmals gar nicht weiß, was man am Ende über die bereits bekannten Positionen hinaus Neues für sich mitnehmen kann. Daher habe ich schon vor längerer Zeit für mich beschlossen, seine Meinungsbeiträge nicht mehr regelmäßig zu lesen, von Stichproben aus begründetem Anlass mal abgesehen.
Ich finde wiederum, dass nach einer gefühlt dreistelligen Anzahl der konsumierten Kolumnen die dem Kolumnisten eigene Angriffsfreude gar nicht mehr so erfrischend, empörend oder sonstwie aufregend daher kommt. Und man auch oftmals gar nicht weiß, was man am Ende über die bereits bekannten Positionen hinaus Neues für sich mitnehmen kann. Daher habe ich schon vor längerer Zeit für mich beschlossen, seine Meinungsbeiträge nicht mehr regelmäßig zu lesen, von Stichproben aus begründetem Anlass mal abgesehen.
„Willkommen beim kassenärztlichen Servicecenter. Hinweise zum Datenschutz finden Sie unter ElfSechsElfSieben Punkt DeEh Släsch Datenschutz. Wenn Sie in einer lebensbedrohlichen Situation sind, legen Sie bitte jetzt auf und wählen EinsEinsZwei.“
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OJ1988
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"Warum alle Anderen lächerlich sind, pt. 243", von: TF.scndbesthand hat geschrieben: Dienstag 4. November 2025, 09:10 „Es fehlt aber die mal erfrischende, mal anlassfreie, mal empörende Waghalsigkeit und Angriffsfreude anderer FAZ-Großkommentatoren.“
Ich finde wiederum, dass nach einer gefühlt dreistelligen Anzahl der konsumierten Kolumnen die dem Kolumnisten eigene Angriffsfreude gar nicht mehr so erfrischend, empörend oder sonstwie aufregend daher kommt. Und man auch oftmals gar nicht weiß, was man am Ende über die bereits bekannten Positionen hinaus Neues für sich mitnehmen kann. Daher habe ich schon vor längerer Zeit für mich beschlossen, seine Meinungsbeiträge nicht mehr regelmäßig zu lesen, von Stichproben aus begründetem Anlass mal abgesehen.
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GetMeOut
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Die ZEIT lädt zur politischen Selbsteinordnung ein: https://www.zeit.de/politik/deutschland ... nteraktion
Der Test verrät freilich mehr über die Zeitung und ihr Verständnis von "Mitte" als über die Testsubjekte.
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Der Test verrät freilich mehr über die Zeitung und ihr Verständnis von "Mitte" als über die Testsubjekte.
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Gürteltier
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… oder zum Abweichen der Eigen- von der Fremdwahrnehmung (das meine ich wertfrei)GetMeOut hat geschrieben: Mittwoch 5. November 2025, 17:51 Die ZEIT lädt zur politischen Selbsteinordnung ein: https://www.zeit.de/politik/deutschland ... nteraktion
Der Test verrät freilich mehr über die Zeitung und ihr Verständnis von "Mitte" als über die Testsubjekte.
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KMR
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https://www.politicalcompass.org/test
Der politische Kompass ist da m.E. bereits mehr oder weniger solide und nutzt richtigerweise eine zweidimensionale Darstellung anstelle der insbesondere in Deutschland medial verbreiteten eindimensionalen (links-rechts, wahlweise mit Suffixen wie -radikal, -extrem und -populistisch ergänzt)
EDIT: Siehe auch zur Bundestagswahl 2025: https://www.politicalcompass.org/germany2025
Der politische Kompass ist da m.E. bereits mehr oder weniger solide und nutzt richtigerweise eine zweidimensionale Darstellung anstelle der insbesondere in Deutschland medial verbreiteten eindimensionalen (links-rechts, wahlweise mit Suffixen wie -radikal, -extrem und -populistisch ergänzt)
EDIT: Siehe auch zur Bundestagswahl 2025: https://www.politicalcompass.org/germany2025
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GetMeOut
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Zweifelhaft. Oder kannst du mir verraten, warum Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen entweder "rechts" oder "links" sein müssen? So etwas wie freiheitlich gibt es im politischen Kompass der ZEIT wohl nicht.Gürteltier hat geschrieben: Mittwoch 5. November 2025, 18:03… oder zum Abweichen der Eigen- von der Fremdwahrnehmung (das meine ich wertfrei)GetMeOut hat geschrieben: Mittwoch 5. November 2025, 17:51 Die ZEIT lädt zur politischen Selbsteinordnung ein: https://www.zeit.de/politik/deutschland ... nteraktion
Der Test verrät freilich mehr über die Zeitung und ihr Verständnis von "Mitte" als über die Testsubjekte.
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Ganz lustig auch, dass deutsche Liberale als stramm rechts gelten: https://x.com/Gert_Woellmann/status/1986061245795991781
Letzteres erklärt denn auch, weshalb im liberalen Milei ein "rechtes" Feindbild erblickt wird.
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GetMeOut
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Ergänzung: Unter folgendem Link kann man den unterkomplexen Fragebogen wohl doch noch ausfüllen: https://www.zeit.de/politik/deutschland ... e=fa9ccba9
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Gürteltier
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Jetzt hab ich es gesehen - da muss ich dir echt zustimmen, das ist unterkomplex.
Auf der Skala werden außerdem die Grünen weiter links als die Linke positioniert - das ist auch einfach Blödsinn.
Zum Thema “liberal und rechts”: Da hat mE die FDP in Deutschland durchaus auch eine Mitschuld. Ich stimm dir zu, dass Liberalität nicht zwingend rechts sein muss, man kann durchaus “linker/progressiver” und “liberal” sein (das bietet sich sogar je nach Verständnis von Progressivität auch durchaus an).
Die FDP ist in letzter Zeit mE aber immer wieder durch einige (laute) Stimmen im “rechtspopulistischen Bereich” aufgefallen. Außerdem springen diese Politiker der FDP all zu gerne auch mal über die rechten Stöckchen der AfD. Ich würde das bisweilen als eine Art vulgären Liberalismus bezeichnen, weil eine aufgeklärte, sachliche Herangehensweise für mich dazu gehört. (Und die FDP ist halt auch gefühlt so ein Strukki-Männerverein, sorry!)
Auf der Skala werden außerdem die Grünen weiter links als die Linke positioniert - das ist auch einfach Blödsinn.
Zum Thema “liberal und rechts”: Da hat mE die FDP in Deutschland durchaus auch eine Mitschuld. Ich stimm dir zu, dass Liberalität nicht zwingend rechts sein muss, man kann durchaus “linker/progressiver” und “liberal” sein (das bietet sich sogar je nach Verständnis von Progressivität auch durchaus an).
Die FDP ist in letzter Zeit mE aber immer wieder durch einige (laute) Stimmen im “rechtspopulistischen Bereich” aufgefallen. Außerdem springen diese Politiker der FDP all zu gerne auch mal über die rechten Stöckchen der AfD. Ich würde das bisweilen als eine Art vulgären Liberalismus bezeichnen, weil eine aufgeklärte, sachliche Herangehensweise für mich dazu gehört. (Und die FDP ist halt auch gefühlt so ein Strukki-Männerverein, sorry!)
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Will ich nur kurz einwerfen:Gürteltier hat geschrieben: Mittwoch 5. November 2025, 20:06 Jetzt hab ich es gesehen - da muss ich dir echt zustimmen, das ist unterkomplex.
Auf der Skala werden außerdem die Grünen weiter links als die Linke positioniert - das ist auch einfach Blödsinn.
Zum Thema “liberal und rechts”: Da hat mE die FDP in Deutschland durchaus auch eine Mitschuld. Ich stimm dir zu, dass Liberalität nicht zwingend rechts sein muss, man kann durchaus “linker/progressiver” und “liberal” sein (das bietet sich sogar je nach Verständnis von Progressivität auch durchaus an).
Die FDP ist in letzter Zeit mE aber immer wieder durch einige (laute) Stimmen im “rechtspopulistischen Bereich” aufgefallen. Außerdem springen diese Politiker der FDP all zu gerne auch mal über die rechten Stöckchen der AfD. Ich würde das bisweilen als eine Art vulgären Liberalismus bezeichnen, weil eine aufgeklärte, sachliche Herangehensweise für mich dazu gehört. (Und die FDP ist halt auch gefühlt so ein Strukki-Männerverein, sorry!)
https://www.pw-portal.de/repraesentatio ... 07-06-2024
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Julia
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Faszinierend, nach dem Zeit-Test sind nur 4% der Bevölkerung weiter links als ich. Ich meine, ich weiß, ich bin links-grün versifft, aber das bezweifle ich dann doch.
Der andere ist tatsächlich mE deutlich präziser.
Der andere ist tatsächlich mE deutlich präziser.
- FKN993
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In dem Auftreten solcher Beschreibungen sehe ich eher ein großes Problem. Kann es nicht oft genug sagen: Es nährt mehr ein Freund-Feind-Schema. Es wird sich allgemein über eine Spaltung der Gesellschaft beklagt, aber dennoch hält sich diese Rhetorik weiterhin. Als mögliche Ursache wird sie gar nicht in Betracht in gezogen. Metaphorisch formuliert: Aus solchen Begriffen bestehen die Mauern des "Meinungskorridors". Die sollte man einreißen, um damit vielen Gedanken, die damit bereits im Keim erstickt werden, wieder Raum schenken zu können. Ideal wäre, wenn der Austausch ohne Ansehen der Person funktionierte; respektive eine direkte Lagerzuordnung unterbleibt. Hörte man einander nur etwas mehr zu, dann entstünde mE nach gar nicht so eine Kluft und die dadurch entstehende Aggression zwischen den Fronten, könnte von bestimmten Diskursteilnehmenden gar nicht instrumentalisiert werden. Dadurch verhinderte man in der Folge auch diesen "Synergieeffekt": Sobald ein entsprechender Ausdruck gebraucht wird, entsteht häufig eine Dynamik, die eine Sachdiskussion unmöglich macht. Aber darin ist doch das eigentliche Ziel des Austauschs zu erkennen. Diese Zweckverfehlung ist ein Merkmal gescheiterter Kommunikation. Versuche mir auch abzugewöhnen, von der sprachlichen Verpackung auf den Inhalt zu schließen. Bin mir sogar sicher, dass bei vielen da sogar noch weitere Fantasien befruchtet werden: Woran denkt man, wenn man "links-grün" hört? Den Adorno-Lesekreis oder Menschen im Rollkragenpullover? Ich denke oft an klebende Menschen auf Straßen oder welche, die auf Bäumen sitzen. Letztlich kommt noch hinzu, das ist aber nur meine Beobachtung, dass sprachlicher Ausdruck mit Realität gleichgesetzt wird. Das stimmt aber nicht. Mittels Sprache kann ich Realität nur beschreiben, aber sie ist nicht die Realität. Kant hat mal in der Kritik reinen Vernunft meine ich gesagt, dass man die Realität gar nicht erkennen könnte, wir sind eben "bestirnt", so ist die wahrgenommene Realität quasi nur eine Erscheinung. Und der Eindruck dieser wird nur mit dem Werkzeug der Sprache und mittels des eigenen Sprachvermögens umrissen beschrieben. Testfrage: Wie viele meinen oder denken etwas, können aber das, woran sie eigentlich denken, gar nicht zum Ausdruck bringen? Das hat jeder denke ich schon mal erlebt. Spaltung ist vielleicht damit nicht überraschend ein Problem der Ungehörten? Demokratie funktioniert auf jeden Fall sicher besser, wenn alle das Gefühl haben, dass sie was vom Kuchen abbekommen können.
Zuletzt geändert von FKN993 am Donnerstag 6. November 2025, 11:15, insgesamt 2-mal geändert.
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Beispiele?Gürteltier hat geschrieben: Mittwoch 5. November 2025, 20:06 Die FDP ist in letzter Zeit mE aber immer wieder durch einige (laute) Stimmen im “rechtspopulistischen Bereich” aufgefallen.
Und ich frage aus zwei Anlässen. Zum Einen ist m.E. der Grund für das schlechte Abschneiden der FDP in Umfragen und bei der Bundestagswahl, dass sie für den Geschmack der eigenen Klientel über Jahre hinweg zu weit nach links gerückt ist. Falls "rechtspopulistische" Aussagen von Seiten der FDP kommen sollten, ist das vielleicht ein Versuch, dem entgegenzusteuern, aber das schlägt sich nicht in den Umfragen nieder, weil nach drei Jahren Ampel voll mit dem Muster "Wir reden gegen links, stimmen dann aber trotzdem mit denen" die Glaubwürdigkeit der FDP bei der besagten Klientel bei null angekommen ist. Und zum Anderen (und damit verknüpft) ist die FDP mittlerweile so weit unter der Wahrnehmungsschwelle, dass sie eigentlich mit gar nichts mehr wirklich auffällt. Man hört doch kaum noch Geschichten von denen. Der Lackmustest wird sein, wieviel Aufmerksamkeit ihr berühmtes Dreikönigstreffen im Januar bekommen wird. Meine Vermutung ist, dass das nicht viel sein wird.
"Das Vertragsrecht der Bundesrepublik Deutschland und die gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten, die Erfüllung von Verträgen zu erzwingen…verstoßen nicht gegen göttliches Recht."
--- Offizialat Freiburg, NJW 1994, 3375 (Leitsatz der Redaktion)
--- Offizialat Freiburg, NJW 1994, 3375 (Leitsatz der Redaktion)
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Hahaha typisch clickbait.GetMeOut hat geschrieben: Mittwoch 5. November 2025, 17:51 Die ZEIT lädt zur politischen Selbsteinordnung ein: https://www.zeit.de/politik/deutschland ... nteraktion
Der Test verrät freilich mehr über die Zeitung und ihr Verständnis von "Mitte" als über die Testsubjekte.
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Stehe zu deinen Überzeugungen soweit und solange Logik oder Erfahrung dich nicht widerlegen. Denk daran: Wenn der Kaiser nackt aussieht ist der Kaiser auch nackt ... .
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Julia hat geschrieben: Donnerstag 6. November 2025, 09:13 Faszinierend, nach dem Zeit-Test sind nur 4% der Bevölkerung weiter links als ich.
Haha - ungefähr sowas kam bei mir auch raus.
»Ich kenne den Schmerz, den ich hatte, weil ich zweimal die Vorhaut mit dem Reißverschluss mitgenommen habe, so dass dieser - also Reißverschluss - einmal in einer Klinik entfernt werden musste.« - Chefreferendar