Examensvorbereitung...Hilfe!
Moderator: Verwaltung
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LostinLaw
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Ich weiß einfach nicht mehr weiter, bin mitten in der Examensvorbereitung und einfach am verzweifeln. Ich war leider nie richtig von Anfang an mit dabei und aus privaten Gründen musste ich auch noch pausieren. Vor einem Jahr hab ich dann wieder angefangen und meine VÜs hinter mich gebracht und seit September im Uni-Rep. Ich hab keine Basics mehr drauf, keine Schemata, null Struktur. Ich hab einfach keinen Aknüpfungspunkt. In Anbetracht meiner Studiendauer und meines Alters brauche ich aber unbedingt diesen Abschluss. Vielleicht hat jemand einen Rat für mich, wie ich das doch noch retten kann? Ich bin für alle Ratschläge dankbar!
- FKN993
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Vielleicht solltest du dir überlegen, ob du deinen Forennamen und damit auch deine Einstellung änderst, wenn du das wirklich willst?
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LostinLaw
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Ich will das wirklich. Ich bin halt lost, weil ich nicht weiß wie? Deshalb bin ich ja so verzweifelt, stehe auf mir ist übel, zerbreche mir den Kopf wie ich das am besten angehen soll. Ergo ich meine es verdammt ernst...
- Schnitte
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Als erstes würde ich mal eine Bestandsaufnahme machen, was an Basics da ist. Du wirst jetzt vielleicht "gar nichts" denken, aber das kann nicht stimmen, denn dann hättest du die Scheine nicht geschafft. In aller Regel ist mehr an Grundlagenwissen da, als man denkt, und fängt nicht bei absolut null an. Ich würde mir also Skripte zu den Basic-Fächern (dazu zähle ich BGB AT, Schuldrecht AT und BT, Sachenrecht, Strafrecht AT und BT und allgemeines Verwaltungsrecht) schnappen und da reinsehen, um zu sehen, was du noch alles weißt. Wenn du einen Überblick darüber hast, wo Wissen vorhanden ist und wo Lücken, kannst du im nächsten Schritt viel gezielter vorgehen.
"Das Vertragsrecht der Bundesrepublik Deutschland und die gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten, die Erfüllung von Verträgen zu erzwingen…verstoßen nicht gegen göttliches Recht."
--- Offizialat Freiburg, NJW 1994, 3375 (Leitsatz der Redaktion)
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Gürteltier
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Ich glaube, das Gefühl ist relativ normal. Den Studis werden in der Vorbereitung Fälle auf Examensniveau gegeben, die Studis sind aber am Anfang der Vorbereitung noch nicht auf Examensniveau. Ergebnis: Überforderung, Frust etc.
Mein Vorschlag: Dran bleiben und Thema/Fall wiederholen, wenn etwas mit einem anderen Thema verknüpft ist und man das verknüpfte Thema gerade gelernt hat.
Und natürlich ganz viel Durchhaltevermögen!
Mein Vorschlag: Dran bleiben und Thema/Fall wiederholen, wenn etwas mit einem anderen Thema verknüpft ist und man das verknüpfte Thema gerade gelernt hat.
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LostinLaw
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Ich danke Euch für Eure Antworten,
ich werde es jetzt so machen, dass ich mir die wichtigsten Schemata+Definitionen auf Karteikarten rausschreibe, die ballere und die Probleme aus den Examens Fällen dann auf A5 Seiten sammle. Da denke ich müsste ich das wichtigste dann abgearbeitet haben. Systemverständnis kommt dann hoffentlich mit der Zeit wieder bzw. mit Übung. Vorher hab ich halt die Fälle alle auf Karteikarten, habe aber dann gemerkt, dass das bei dem Umfang nicht bewältigbar und vermutlich auch wenig zielführend ist. Was denkt ihr darüber? Wäre das eine funktionierende Strategie?
Danke für die mutmachenden Worte!
ich werde es jetzt so machen, dass ich mir die wichtigsten Schemata+Definitionen auf Karteikarten rausschreibe, die ballere und die Probleme aus den Examens Fällen dann auf A5 Seiten sammle. Da denke ich müsste ich das wichtigste dann abgearbeitet haben. Systemverständnis kommt dann hoffentlich mit der Zeit wieder bzw. mit Übung. Vorher hab ich halt die Fälle alle auf Karteikarten, habe aber dann gemerkt, dass das bei dem Umfang nicht bewältigbar und vermutlich auch wenig zielführend ist. Was denkt ihr darüber? Wäre das eine funktionierende Strategie?
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- FKN993
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Niederle Media - Die wichtigsten SchemataLostinLaw hat geschrieben: Freitag 2. Januar 2026, 14:44 Ich danke Euch für Eure Antworten,
ich werde es jetzt so machen, dass ich mir die wichtigsten Schemata+Definitionen auf Karteikarten rausschreibe, die ballere und die Probleme aus den Examens Fällen dann auf A5 Seiten sammle. Da denke ich müsste ich das wichtigste dann abgearbeitet haben. Systemverständnis kommt dann hoffentlich mit der Zeit wieder bzw. mit Übung. Vorher hab ich halt die Fälle alle auf Karteikarten, habe aber dann gemerkt, dass das bei dem Umfang nicht bewältigbar und vermutlich auch wenig zielführend ist. Was denkt ihr darüber? Wäre das eine funktionierende Strategie?
Danke für die mutmachenden Worte!
Das kannst du dir ja mal anschauen. Das ist wirklich gut, um sich den essentiellen Basiskram schnell anzueignen. Der Vorteil ist auch, dass man es sehr schnell lesen kann und du so ungefähr auch einen Überblick erhältst.
https://www.repetitorium-hofmann.de/pdf/Lernplan-AG.pdf
Auch diese Übersicht ist ganz gut.
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Gürteltier
- Super Power User

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Es gibt me nicht “die Lösung” - ich habe gar nicht mit Schemata/Karteikarten gelernt und das lief super. Andere waren aber mit deiner Technik erfolgreich.
Wichtig ist vor allem, dass du dich mit dem Stoff praktisch auseinandersetzt und das juristische Denken und Argumentieren am Fall erlernst.
Bsp.: Nicht nur Meinungsstand lernen, sondern sich überlegen, wie der Fall dazu aussieht. An sich immer zu jeder Norm, auf die man stößt, ihren praktischen Anwendungsbereich kennen - denn Norm lesen und anwenden können sind zwei Paar Schuhe. Im Zweifelsfall Norm im MüKo nachgucken und Einleitung lesen, da wird idR der Anwendungsbereich erläutert.
Außerdem ist es wichtiger “von allem ein bisschen” zu wissen und nicht all zu krasse Details (Ausnahmen: Dauerbrenner im jeweiligen Bundesland). Die hohen Punkte gibt’s, wenn alles ordentlich abgearbeitet wird, noch mehr, je tiefer die Probleme dargestellt werden. Lieber alles ein bisschen angesprochen als nur ein Problem perfekt gelöst, so jedenfalls meine Erfahrung.
Wichtig ist vor allem, dass du dich mit dem Stoff praktisch auseinandersetzt und das juristische Denken und Argumentieren am Fall erlernst.
Bsp.: Nicht nur Meinungsstand lernen, sondern sich überlegen, wie der Fall dazu aussieht. An sich immer zu jeder Norm, auf die man stößt, ihren praktischen Anwendungsbereich kennen - denn Norm lesen und anwenden können sind zwei Paar Schuhe. Im Zweifelsfall Norm im MüKo nachgucken und Einleitung lesen, da wird idR der Anwendungsbereich erläutert.
Außerdem ist es wichtiger “von allem ein bisschen” zu wissen und nicht all zu krasse Details (Ausnahmen: Dauerbrenner im jeweiligen Bundesland). Die hohen Punkte gibt’s, wenn alles ordentlich abgearbeitet wird, noch mehr, je tiefer die Probleme dargestellt werden. Lieber alles ein bisschen angesprochen als nur ein Problem perfekt gelöst, so jedenfalls meine Erfahrung.
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LostinLaw
- Newbie

- Beiträge: 4
- Registriert: Montag 29. Dezember 2025, 20:10
Ich werde es jetzt so wie oben geschrieben machen, bzw. bin da schon dabei. Zusätzlich mir dann noch die Normzwecke anschauen. Ich hoffe das funktioniert dann. Niederle hab ich mir angeschaut, habe aber den Fahl/Winkler für Zivilrecht. Werde mir den Niederle dann auch noch holen und die Liste hab ich auch schon.
Höchstwahrscheinlich hilft jetzt auch nur Geduld, keine Panik und weitermachen. 13 Monate hab ich ja noch...
Ich danke Euch!!
Höchstwahrscheinlich hilft jetzt auch nur Geduld, keine Panik und weitermachen. 13 Monate hab ich ja noch...
Ich danke Euch!!
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Torsten Kaiser
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- Beiträge: 419
- Registriert: Donnerstag 21. Dezember 2023, 13:21
- Ausbildungslevel: RA
Klingt jetzt doof von mir, ist aber durchaus ernst gemeint: Wie wäre es mit einem komerziellem Rep? Es gibt schlechte und es gibt gute, bestimmt auch in deiner Stadt. Mir hat das zum 1. Examen sehr geholfen, weil die wirklich fast bei 0 anfangen und alles nochmal durchkauen. Das passiert ggf. in deinem Uni-Rep nicht so.
Just a thought.
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