Werden Namen jetzt unterstrichen? (Ich bin nur irritiert, weil es dadurch so krass betont in meinem Kopf klingtGetMeOut hat geschrieben: Montag 19. Januar 2026, 19:23
Da scheinst du, Gürteltier (sorry, musste sein!), einen Libertarismus zu unterstellen, dem ich hier im Forum aber noch nicht begegnet bin.
Manches muss einfach gemeldet werden
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Joshua
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„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
Egon Bahr 2013
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KMR
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Machen impliziert immerhin etwas aktives, ein bewusstes Tun. Obschon man auch dabei nur noch teilweise entscheiden kann, weil man selbst bei auf den ersten Blick "unpolitischen" Dingen wie YouTube oder Podcasts o.ä. man unerwartet man politischen Äußerungen, Framing o.ä. konfrontiert wird und zwar selbst dort, wo man es womöglich gar nicht erwartet (Kanal über Autos kommt mit random Video zur Rentenpolitik; irgendein generischer Podcast, der plötzlich was politisches thematisiert usw.).Gürteltier hat geschrieben: Montag 19. Januar 2026, 20:36 Interessante Beobachtung + da ist was dran. Wann sitzt man denn noch mal einfach so rum und macht nichts ohne “Medieneinfluss”?
Selbst wenn man nicht aktiv ein Medium wie das Handy bedient, wird man aber eben durch bspw. besagte Monitore überall und - Achtung raigebait inc und sicherlich lokal unterschiedlich - durch das Stadtbild auf politische Themen oder Nachrichten allgemein gedrängt. Es wird jedenfalls gefühlt auch noch mehr alles auch unter den Leuten besprochen, was gewissermaßen zwar zu begrüßen ist - gesellschaftlicher Diskurs - die Art und Weise jedoch wiederum misslich ist (unfundiert, populistisch usw.).
Das ist gerade für Menschen mit einer psychischen Krankheitsgeschichte oder auch akuten Erkrankung misslich. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Menschen hat für sich festgestellt, dass Nachrichten und Politik für ihre Gesundheit angesichts der regelmäßig auf negatives fokussierten Berichterstattung - wenngleich der Sache nach für die Presse auch nachvollziehbar - ihnen (= diese Menschen) nicht gut tut und ihrer Genesung oder Rezidivprophylaxe hinderlich/nicht förderlich ist.
Ich kann beruhigen. Es handelt sich nicht um ein (ober-)bay(e)risches Phänomen. DIe Funklöcher sind hier am anderen Ende der Republik ebenfalls zuverlässiger als der Empfang, jedenfalls im Regionalverkehr.Gürteltier hat geschrieben: Montag 19. Januar 2026, 20:36 Mir fällt eigentlich nur die Zugfahrt durch das ewig währende oberbayerische Funkloch ein.
Zuletzt geändert von KMR am Dienstag 20. Januar 2026, 08:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Gesundheitsgefahren durch Nachrichten. Wie das klingt. Frau von der Leyen, ihr Vorname ist übrigens Ursula, hat es tatsächlich geschafft die Gefahren durch Social Media für Jugendliche mit den Gefahren von Alkohol und Zigaretten zu vergleichen (→ Link).KMR hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 08:29 Ein nicht unerheblicher Teil dieser Menschen hat für sich festgestellt, dass Nachrichten und Politik für ihre Gesundheit angesichts der regelmäßig auf negatives fokussierten Berichterstattung - wenngleich der Sache nach für die Presse auch nachvollziehbar - ihnen (= diese Menschen) nicht gut tut und ihrer Genesung oder Rezidivprophylaxe hinderlich/nicht förderlich ist.
Etwas differenzierter zum Thema: (→ Leopoldina)
Wenn ich darüber mal richtig nachdenke, muss man aber auch erkennen, um was es hier eigentlich konkret geht; was das alles umfasst in der Tragweite: Australien hat das Verbot maßgeblich mit Gefahren durch Cybermobbing, Bodyshaming und auch Suchtgefahr begründet. Ziel des Gesetzes sei ein Recht auf Kindheit. Maßgeblich sei das Verbot aber über das Vorsorgeprinzip (Stichwort: Gefahrenverhütungsmaßnahmen) zu rechtfertigen.
Die Leopoldina meint jedenfalls, dass dafür keine Kausalitäten nachweisbar wären, man könnte lediglich von Korrelationen reden. Außerdem sei festgestellt worden, dass die Gefahren nicht auf jede Vergleichsgruppe zutreffen würde. Während für die einen die Nutzung von Social Media völlig harmlos wäre, wäre das für andere wiederum ein Problem.
Meine Meinung: Was hier ausgeblendet wird, ist vor allem die Tatsache, wie Gürteltier auch meinte, dass Social Media heute schlichtweg Lebensrealität sei. Da aber ein Großteil der Jugendlichen (über 93 % von Kindern ab 10 besitzen ein Handy) ihre Freizeit am Smartphone und Handy verbringt, glaube ich noch nicht einmal, dass Social Media am meisten genutzt wird. Vielmehr wird doch gespielt. Wenn auch für die Anmeldung kein Ausweis erforderlich ist, muss man doch nicht glauben, dass das nicht umgehbar ist. Es wird sich einfach verlagern. Das ist ineffizient.
Zum anderen und das finde ich fragwürdig: Das Selbstbestimmungsgesetz lässt es ja z.B. auch zu, wenn auch mit Einwilligung der Eltern, ab 14 Jahren den Geschlechtseintrag zu ändern. Aber für Snapchat soll 16 Jahre richtig sein? Für die Nutzung von digitalen Endgeräten (PC/Handy) kommt es aber genauso auf die Einwilligung der Eltern an. Hier ist offensichtlich, dass der Gesetzgeber in das Erziehungsrecht eingreifen würde. Solche Entscheidungen über das Nutzungsverhalten sind eigentlich - unter heutigen Verhältnissen - der Kern des Erziehungsrechts, wenn man die Bedeutung solcher Plattformen für Jugendliche erkennt. Und da will nun auch die EU eingreifen? Man kann das argumenativ ja auch mal umdrehen, wenn man die Bedeutung in den Vordergrund stellt: Wäre das nicht sogar ein Problem, wenn man nicht an Social Media auch herangeführt wird?
Für mich viel wichtiger ist eine Verbindung zum Wahlrecht. Wenn mit 16 Jahren heute gewählt werden kann, sogar ein Großteil der Erwachsenen sich maßgeblich über Social Media sogar "informieren", dann wird damit auch die Meinungsfreiheit und Informationsfreiheit betroffen sein. Das sind aber Demokratiegrundrechte und die Nutzung ihrer sind die Grundlage, um überhaupt dann seine Stimme abzugeben. Jedenfalls ist das kein unerheblicher Eingriff.
Und wie die Leopoldina auch meint, gilt auch hier, dass die Dosis das Gift macht.
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Gürteltier
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Bitte immer mit dem “e” ^^
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KMR
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@FKN
Du hast anscheinend weniger Erfahrung im Umgang mit (schwer) psychisch erkrankten, insbesondere aus dem Kreis der schweren Angst- und Panikstörungen, schweren affektiven oder psychotischen Störungen. Der Umgang mit negativen Gedanken ist dabei selbst nach akutem "Behandlungserfolg" weiterhin eine stete Herausforderung für die Betroffenen, sodass sie versuchen sich von exogenen Quellen negativer Gedanken (wie politische Nachrichten) möglichst fernzuhalten. Das ist auch grundsätzlich eine gute Strategie und hilft den Betroffenen einen stabilen Zustand beizubehalten und/oder zu einer vollständigem Remission zu gelangen und Rezidive zu verhindern.
Das elektive (!) Fernbleiben von politischen Nachrichten ist in der wachsenden Omnipräsenz jedoch zunehmend schwieriger. Vielfach gibt es große Anzeigetafeln mit Nachrichten o.ä., die man schlichtweg nicht übersehen kann usw. Das Fernbleiben von Nachrichten würde dadurch zunehmendst das Fernbleiben aus der Öffentlichkeit erfordern, was aber gerade absolut kontraproduktiv ist und gefährlich wäre.
Ich will damit lediglich einen weiteren, oftmals übersehenen, Gedanken beitragen. Anders als Bodyshaming-Geschichten (die ich völlig anders sehe als der regelmäßige Diskurs) ist dieser Umstand m.E. problematischer. Will man sich Nachrichten entziehen, ist dies immer schwieriger.
@Gürteltier
Ist das die in Bayern übliche Schreibweise oder die nach der standardisierten hochdeutschen Rechtschreibung? Zugegeben, ich war mir da nicht sicher und habe einfach beides gewählt ^^'
Du hast anscheinend weniger Erfahrung im Umgang mit (schwer) psychisch erkrankten, insbesondere aus dem Kreis der schweren Angst- und Panikstörungen, schweren affektiven oder psychotischen Störungen. Der Umgang mit negativen Gedanken ist dabei selbst nach akutem "Behandlungserfolg" weiterhin eine stete Herausforderung für die Betroffenen, sodass sie versuchen sich von exogenen Quellen negativer Gedanken (wie politische Nachrichten) möglichst fernzuhalten. Das ist auch grundsätzlich eine gute Strategie und hilft den Betroffenen einen stabilen Zustand beizubehalten und/oder zu einer vollständigem Remission zu gelangen und Rezidive zu verhindern.
Das elektive (!) Fernbleiben von politischen Nachrichten ist in der wachsenden Omnipräsenz jedoch zunehmend schwieriger. Vielfach gibt es große Anzeigetafeln mit Nachrichten o.ä., die man schlichtweg nicht übersehen kann usw. Das Fernbleiben von Nachrichten würde dadurch zunehmendst das Fernbleiben aus der Öffentlichkeit erfordern, was aber gerade absolut kontraproduktiv ist und gefährlich wäre.
Ich will damit lediglich einen weiteren, oftmals übersehenen, Gedanken beitragen. Anders als Bodyshaming-Geschichten (die ich völlig anders sehe als der regelmäßige Diskurs) ist dieser Umstand m.E. problematischer. Will man sich Nachrichten entziehen, ist dies immer schwieriger.
@Gürteltier
Ist das die in Bayern übliche Schreibweise oder die nach der standardisierten hochdeutschen Rechtschreibung? Zugegeben, ich war mir da nicht sicher und habe einfach beides gewählt ^^'
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@KMR
Aber wie viele soll das denn ungefähr betreffen? Ich will das gar nicht in Abrede stellen, aber wenn das so ist, dann erklärt das noch nicht immer nicht, warum direkt für alle das verboten werden soll. Überdies sollte man auch mal die Erforderlichkeit genauer durchdenken. Unabhängig davon, dass das Merkmal mE nach ohnehin fast zur Bedeutungslosigkeit verkommen ist, ist es jetzt nicht besonders schwierig da auf taugliche und vernünftige Alternativen zum Generalverbot zu kommen. Wenn es ohnehin für die Anmeldung auf eine Altersangabe ankommt, dann wäre es z.B. genauso denkbar, wenn der Zugang nur noch über einen Plattformfilter und sonstige Beschränkungen reguliert wird. Dann wird der Zugang nicht verboten, sondern die Nutzungsmöglichkeit wird dann insgesamt entsprechend eingeschränkt. Fände ich z.B. deutlich besser.
Aber wie viele soll das denn ungefähr betreffen? Ich will das gar nicht in Abrede stellen, aber wenn das so ist, dann erklärt das noch nicht immer nicht, warum direkt für alle das verboten werden soll. Überdies sollte man auch mal die Erforderlichkeit genauer durchdenken. Unabhängig davon, dass das Merkmal mE nach ohnehin fast zur Bedeutungslosigkeit verkommen ist, ist es jetzt nicht besonders schwierig da auf taugliche und vernünftige Alternativen zum Generalverbot zu kommen. Wenn es ohnehin für die Anmeldung auf eine Altersangabe ankommt, dann wäre es z.B. genauso denkbar, wenn der Zugang nur noch über einen Plattformfilter und sonstige Beschränkungen reguliert wird. Dann wird der Zugang nicht verboten, sondern die Nutzungsmöglichkeit wird dann insgesamt entsprechend eingeschränkt. Fände ich z.B. deutlich besser.
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Gürteltier
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Nach dem Duden geht beides, bayerische Behörden etc. nutzen aber ausschließlich die Schreibweise mit “e”. Entsprechend “falsch” sieht es ab einer gewissen Dauer der Gewöhnung hieran aus, wenn man es ohne “e” schreibt. Mindestens als Jurist “outet” man sich damit auch fast schon als “Auswärtiger”, meine ich.KMR hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 12:21 @Gürteltier
Ist das die in Bayern übliche Schreibweise oder die nach der standardisierten hochdeutschen Rechtschreibung? Zugegeben, ich war mir da nicht sicher und habe einfach beides gewählt ^^'
Was es übrigens auch noch in anderem Kontext gibt ist “Bairisch”.
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Joshua
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https://www.zeit.de/geld/2026-01/reakti ... g-finanzenDie Börse verharmlost Trump. Das könnte teuer werden
Trumps geopolitische Geltungssucht wischen die Aktienmärkte weg. Dabei demontiert er gerade die finanzielle Weltordnung. Ignorieren? Auf eigene Gefahr.
Die These von der informationseffizienten Börse war schon immer Müll. Bei dem Schaden an der Weltordnung, den Trump anrichtet, hätten sich die Kurse eher halbieren müssen.
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"Informationseffieziente Börse" ist schon begrifflich falsch. Eine gut funktionierende Börse bzw. regulierter oder organisierter Markt setzt gerade einen effektiven und effizienten Informationsfluss voraus. Daher hat der europäische Gesetzgeber dies in den der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) vorangestellten Erwägungsgründen auch ausdrücklich benannt. Die Märkte leben von dem Vertrauen der Öffentlichkeit in ihre Integrität, die wiederum gleiche "Spielbedingungen" iSv Informationsparität für alle voraussetzt.Joshua hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 13:48https://www.zeit.de/geld/2026-01/reakti ... g-finanzenDie Börse verharmlost Trump. Das könnte teuer werden
Trumps geopolitische Geltungssucht wischen die Aktienmärkte weg. Dabei demontiert er gerade die finanzielle Weltordnung. Ignorieren? Auf eigene Gefahr.
Die These von der informationseffizienten Börse war schon immer Müll. Bei dem Schaden an der Weltordnung, den Trump anrichtet, hätten sich die Kurse eher halbieren müssen.
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Ich bin ja eher gespannt, ob Trump nach Grönland demnächst auch bzgl. Kanada etwas rauer im Ton wird - nach Elsa der Eiskönigin könnte Trump zum arktischen ICE-König aufsteigen wollen.
Ansonsten gilt: Politische Börsen haben kurze Beine. Da sollte man sich nicht allzu große Sorgen machen.
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Den letzten Beitrag hatte ich übrigens verfasst, bevor ich auf diese Fotomontage aufmerksam wurde, die Trump heute geteilt hat: https://truthsocial.com/@realDonaldTrum ... 8562624963
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Aber denkst du, KMR, die Macht des Kapitalmarkts könnte Trumps Pläne “einhegen”? Die sozialen, kulturellen und politischen Umwürfe interessieren die Kapitalmärkte unmittelbar nicht (wenngleich mE eine “freiheitliche Gesellschaft” ihnen dennoch auf lange Sicht zuträglich ist). Aber alles, was in Richtung “Beeinflussung der Notenbank” und “geopolitische Extremeingriffe” geht, müsste den Markt ja ggf. aber unwohl stimmen.KMR hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 13:57 "Informationseffieziente Börse" ist schon begrifflich falsch. Eine gut funktionierende Börse bzw. regulierter oder organisierter Markt setzt gerade einen effektiven und effizienten Informationsfluss voraus. Daher hat der europäische Gesetzgeber dies in den der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) vorangestellten Erwägungsgründen auch ausdrücklich benannt. Die Märkte leben von dem Vertrauen der Öffentlichkeit in ihre Integrität, die wiederum gleiche "Spielbedingungen" iSv Informationsparität für alle voraussetzt.
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Ich habe letztens ein interessantes Video dazu gesehen, Gürteltier. Die USA sind (wie die meisten Staaten) finanziell vollständig abhängig vom Kapitalmarkt, genauer dem Anleihenmarkt über den sie die größte absolute Staatsverschuldung der Welt refinanzieren. Die Staatsanleihen werden zum großen Teil von europäischen Staaten (und China) gehalten. Sollten sich diese Staaten entscheiden diese Papiere abzustoßen oder auslaufende nicht durch neue zu ersetzen und dadurch die Refinanzierung der USA zu behindern, dann würde das zu einer wirtschaftlichen Katastrophe für die USA führen, selbst wenn nur ein Bruchteil der Staaten diesen Schritt geht. Es ist schwerlich vorstellbar, dass selbst ein GOP dominierter Kongress dabei tatenlos zusähe. Beachte dass auch beim Thema Grönland die Congressional Republicans quasi geeint das Vorgehen Trumps verurteilen und für schlecht heißen. Die einzigen Unterstützter, die er hat, sind seine Secretaries und weiteren Personen seines Umfelds.Gürteltier hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 14:51Aber denkst du, KMR, die Macht des Kapitalmarkts könnte Trumps Pläne “einhegen”? Die sozialen, kulturellen und politischen Umwürfe interessieren die Kapitalmärkte unmittelbar nicht (wenngleich mE eine “freiheitliche Gesellschaft” ihnen dennoch auf lange Sicht zuträglich ist). Aber alles, was in Richtung “Beeinflussung der Notenbank” und “geopolitische Extremeingriffe” geht, müsste den Markt ja ggf. aber unwohl stimmen.KMR hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 13:57 "Informationseffieziente Börse" ist schon begrifflich falsch. Eine gut funktionierende Börse bzw. regulierter oder organisierter Markt setzt gerade einen effektiven und effizienten Informationsfluss voraus. Daher hat der europäische Gesetzgeber dies in den der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) vorangestellten Erwägungsgründen auch ausdrücklich benannt. Die Märkte leben von dem Vertrauen der Öffentlichkeit in ihre Integrität, die wiederum gleiche "Spielbedingungen" iSv Informationsparität für alle voraussetzt.
Der Kongress kommuniziert jedenfalls die letzten Tage in seltener Einigkeit den Plan nötigenfalls legislativ gegen etwaige Zölle gegen Verbündete wegen Grönland einzuschreiten. Es bleibt abzuwarten, ob diese Akte am Ende dazu führen kann, dass sich selbst die GOP zu einer Amtsenthebung durchringt. Dabei ist besonders brisant, dass es nicht nur einer der vielen Caucuses (Flügel) ist, sondern eine übergreifende Einheitlichkeit von erzkonservativ-isolationistischen (bspw. Sen. Rand Paul (R-KY)) bis hin zu regelmäßig mit Demokraten kooperierenden gemäßigten Reps wie Sen. Murkowski (R-AK).
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https://www.welt.de/politik/deutschland ... -sein.html "Günther war jetzt als Privatperson bei Lanz. Klar. Die wollten einfach mal mit nem Dude aus dem Norden über aktuelle Themen sprechen. Hätte jeder sein können."
Kommentar von nem Freund ^^ Teile ich
Andere Ansicht im Übrigen Daniel Günther:
"Zwar stellte Günther selbst während der Lanz-Sendung klar: 'Ich bin nicht als Bürger hier, sondern ich bin Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein.' "
Kommentar von nem Freund ^^ Teile ich
Andere Ansicht im Übrigen Daniel Günther:
"Zwar stellte Günther selbst während der Lanz-Sendung klar: 'Ich bin nicht als Bürger hier, sondern ich bin Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein.' "
Stehe zu deinen Überzeugungen soweit und solange Logik oder Erfahrung dich nicht widerlegen. Denk daran: Wenn der Kaiser nackt aussieht ist der Kaiser auch nackt ... .
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Mal wieder passend zum letztens angerissenen Thema deutscher Sonderwege bei von Verfassungs wegen gewährten Rechten und der Befugnisse von Nachrichtendiensten
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ ... bestimmung
Eine durch einen deutschen Nachrichtendienst durchgeführte Befragung eines Ausländers (!) im Ausland (!) scheitert an dessen Recht auf informationelle Selbstbestimmung aus Art. 2 I i.V.m. Art. 1 I GG (!) gegenüber dem deutschen Staat. Absoluter Sonderweg.
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ ... bestimmung
Eine durch einen deutschen Nachrichtendienst durchgeführte Befragung eines Ausländers (!) im Ausland (!) scheitert an dessen Recht auf informationelle Selbstbestimmung aus Art. 2 I i.V.m. Art. 1 I GG (!) gegenüber dem deutschen Staat. Absoluter Sonderweg.
Zuletzt geändert von KMR am Donnerstag 22. Januar 2026, 18:19, insgesamt 1-mal geändert.