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Nur weil der Hai grad satt ist und nicht beißt, heißt das nicht, dass er kein Hai ist ^^
Stehe zu deinen Überzeugungen soweit und solange Logik oder Erfahrung dich nicht widerlegen. Denk daran: Wenn der Kaiser nackt aussieht ist der Kaiser auch nackt ... .
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Gürteltier
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Da es sonst niemand sagen wird (der Vollständigkeit halber): Auf die Barrikaden!Schnitte hat geschrieben: Mittwoch 11. Februar 2026, 15:32 Melde: Bin gerade dabei, eine mir gehörende Eigentumswohnung zu vermieten, und habe daher die große Freude, mich aus eigenem Interesse heraus mit §§ 535ff. BGB zu beschäftigen.
Aber Spaß - ich will echt kein Vermieter sein. Also Mieter will ich auch nicht sein, aber Vermieter auch nicht. Und Eigentümer erst recht nicht.
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GetMeOut
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Ich sehe nicht, was gegen Grundeigentum spricht. Wenn man es nicht gerade mit einer zerstrittenen WEG zu tun hat, ist doch alles fein. Deutschland braucht viel mehr Eigentümer, wenn schon die Aktionärsquote so gering ist.Gürteltier hat geschrieben: Mittwoch 11. Februar 2026, 19:43 Da es sonst niemand sagen wird (der Vollständigkeit halber): Auf die Barrikaden!
Aber Spaß - ich will echt kein Vermieter sein. Also Mieter will ich auch nicht sein, aber Vermieter auch nicht. Und Eigentümer erst recht nicht.
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Das Problem ist ja nicht, dass wir nicht mehr Eigentümer haben sollten, sondern dass das deutsche Recht es nicht gerade leicht macht, Vermieter zu sein. Ich hab bislang in einer selbstgenutzten Wohnung gewohnt, die ich vor über zehn Jahren (—> kein GEG! Geringere Grunderwerbsteuer!) gekauft habe. Aber nunmehr Umzug mit der besseren Hälfte in eine größere Mietwohnung, also muss ich die bislang selbstgenutzte vermieten.
"Das Vertragsrecht der Bundesrepublik Deutschland und die gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten, die Erfüllung von Verträgen zu erzwingen…verstoßen nicht gegen göttliches Recht."
--- Offizialat Freiburg, NJW 1994, 3375 (Leitsatz der Redaktion)
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GetMeOut
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Darum geht es ja. Eine selbstgenutzte Immobilie kann wirtschaftlich sinnvoll sein, weshalb mir die Anti-Eigentümer-Position (sowie Anti-Vermieter- und Anti-Mieter-Haltung; bleibt eigentlich nur noch die Hausbesetzung) von Gürteltier nicht einleuchtet. Der Vermögensaufbau funktioniert nunmal traditionell über Grundeigentum, Aktien oder eigene Unternehmen. Die letztgenannten Optionen sind in Deutschland bekanntlich nicht sonderlich beliebt.Schnitte hat geschrieben: Mittwoch 11. Februar 2026, 20:30 Das Problem ist ja nicht, dass wir nicht mehr Eigentümer haben sollten, sondern dass das deutsche Recht es nicht gerade leicht macht, Vermieter zu sein. Ich hab bislang in einer selbstgenutzten Wohnung gewohnt, die ich vor über zehn Jahren (—> kein GEG! Geringere Grunderwerbsteuer!) gekauft habe. Aber nunmehr Umzug mit der besseren Hälfte in eine größere Mietwohnung, also muss ich die bislang selbstgenutzte vermieten.
Wenn wir hierzulande ähnlich hohe Haushaltsvermögen erreichen wollen wie z.B. in Italien (dortige Eigentümerquote ≈75 %, hier ≈42 %), wäre mehr Grundeigentum die Lösung. Eine Aktionärsgesellschaft wird Deutschland bei der vorherrschenden Unkenntnis in Wirtschaftsfragen in überschaubarer Zeit wohl nicht werden.
Grundeigentum zu vermieten, ist nochmal eine andere Geschichte. Das würde ich mir freiwillig auch nicht antun wollen. Für mich stellt sich die Frage allerdings schon nicht, da ich mich in meiner Vermögensplanung von Anfang an für den Aktienmarkt entschieden habe.
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Gürteltier
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GetMeOut hat geschrieben: Mittwoch 11. Februar 2026, 20:50 weshalb mir die Anti-Eigentümer-Position (sowie Anti-Vermieter- und Anti-Mieter-Haltung; bleibt eigentlich nur noch die Hausbesetzung) von Gürteltier nicht einleuchtet.
Das Stichwort lautet Ironie ^^
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GetMeOut
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Ironie ist ein Stilmittel, mit dem u.a. das Gegenteil dessen ausgedrückt werden soll, was man vordergründig sagt. Wenn du aber mitteilst, unterscheidungsfrei gegen alles zu sein (mieten, vermieten, selbstgenutztes Eigentum), sehe ich nicht, wofür du ironisch Stellung bezogen haben willst.
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Alaaf!
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Keine Experimente! Wählt Adenauer.
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Also das ist schon eine arg Anti-Gürteltier Haltung (genau so wie eine ANti-Schnitte Haltung und eine Anti-GetMeOut Haltung ^^)GetMeOut hat geschrieben: Mittwoch 11. Februar 2026, 22:41 Ironie ist ein Stilmittel, mit dem u.a. das Gegenteil dessen ausgedrückt werden soll, was man vordergründig sagt. Wenn du aber mitteilst, unterscheidungsfrei gegen alles zu sein (mieten, vermieten, selbstgenutztes Eigentum), sehe ich nicht, wofür du ironisch Stellung bezogen haben willst.
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Also das ist schon eine arg Anti-Gürteltier Haltung (genau so wie eine ANti-Schnitte Haltung und eine Anti-GetMeOut Haltung ^^)
[/quote]
Vielleicht ist das auch schon Whistle?
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Gürteltier
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Ich lege es mal dar, quasi als eigene Texterschließung:GetMeOut hat geschrieben: Mittwoch 11. Februar 2026, 22:41 Ironie ist ein Stilmittel, mit dem u.a. das Gegenteil dessen ausgedrückt werden soll, was man vordergründig sagt. Wenn du aber mitteilst, unterscheidungsfrei gegen alles zu sein (mieten, vermieten, selbstgenutztes Eigentum), sehe ich nicht, wofür du ironisch Stellung bezogen haben willst.
Ich griff - in überspitzter Weise - die bisweilen in linken Kreisen vorherrschende These (“Vermieter sind Verbrecher” etc.) auf; etwas Vergleichbares hatte ja auch Strich bereits mit einem Augenzwinkern getan; das ergibt sich zudem schon daraus, dass zuvor mit “auf die Barrikaden” ein aus dem entsprechenden Spektrum stammender Ausruf das Posting einleitete. Dass diese “linke These” natürlich zu kurz greift, ist ja wohl hoffentlich klar. Es gibt sie, die “Immobilien-Haie” (gewisse Wohnungsgesellschaften deutscher Großstädte kommen vielleicht in den Sinn) - und es gibt jede Menge schwarze Schafe im Vermietermarkt. Genau so gibt’s aber auch einfach gottlose Mieter (nicht im Sinne der Konfession gemeint). Nicht zuletzt ist das deutsche Mieterschutzrecht auf der anderen Seite der Medaille Vermieterpflichtrecht. In manchen Situationen kann das auch einfach mal objektiv nachteilhaft/frustrierend sein. Und da geht’s nicht immer um Maximierung von Mieteinnahmen.
Das ganze kontrastierte ich bewusst damit, dass ich nun auch darstellte, ebenso nicht Vermieter sein zu wollen (das bringt eben (s.o.) ganz eigene Probleme mit sich) und - um das ganze zur Betonung der Absurdität noch zu verdeutlichen - ich stellte zudem dar, dass das Wohnen in der im Eigentum stehenden Immobilie ebenso nachteilhaft ist (Schnitte hatte dazu ja auch schon Gründe angedeutet).
Der Text soll damit in gewisser Weise sagen: Das ist alles doof und alle haben auch mal ein Recht dazu, zu klagen. Je nach Situation hat es der eine mal schlechter (idR ist der Mieter die schwächste Partei, vor allem in Ballungsgebieten) und derjenige mit Grundeigentum ist naturgemäß erstmal etwas privilegierter; aber das Ganze ist eben nicht so “schwarz und weiß”, wie es bisweilen dargestellt wird. Das sollte karikaturartig dargelegt werden.
Mic drop.
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Gürteltier
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Entscheid dich mal: Entweder ignorieren oder diskutieren. Schmollend aus der Ecke schießen find ich bisschen kauzig.
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Musste mich erstmal wieder abregen.Gürteltier hat geschrieben: Donnerstag 12. Februar 2026, 11:24Entscheid dich mal: Entweder ignorieren oder diskutieren. Schmollend aus der Ecke schießen find ich bisschen kauzig.
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Recht interessant finde ich ja, dass die Epstein-Files in den letzten Wochen die europäische Politik und Gesellschaft aufmischen. Nur in den USA gibt es eigentümliche Beharrungskräfte (hatten wir den Begriff neulich nicht schon woanders?).
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In der deutschen Politik merke ich davon noch nichts, aber in der Tat, mittlerweile sind ja auch schon zwei europäische Monarchien an hoher Stelle betroffen.
Was die amerikanische Politik angeht, ist es interessant, wie sehr sich da die Fronten umgedreht haben. Jahrelang waren die Epstein files ein Thema, auf dem die Republikaner (und nicht zuletzt Trump) herumgeritten sind, während von demokratischer Seite ein beschwichtigendes "da gibt es nichts zu sehen" kam. Jetzt ist's umgekehrt.
Was die amerikanische Politik angeht, ist es interessant, wie sehr sich da die Fronten umgedreht haben. Jahrelang waren die Epstein files ein Thema, auf dem die Republikaner (und nicht zuletzt Trump) herumgeritten sind, während von demokratischer Seite ein beschwichtigendes "da gibt es nichts zu sehen" kam. Jetzt ist's umgekehrt.
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--- Offizialat Freiburg, NJW 1994, 3375 (Leitsatz der Redaktion)
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