Verbesserung der Note im 2. Staatsexamen

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Cece21
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Beitrag von Cece21 »

Hallo an alle,

Nachdem ich Ewigkeiten für mein 1. Staatsexamen gebraucht habe und es mit 5,9 Punkten (4,6 staatlich, 7,9 Schwerpunkt) abgeschlossen hatte, habe ich mich getraut und mein Referendariat letztes Jahr im November begonnen.

Nachdem Lernen für mich schon immer ein Graus war und ich auch das 1. Examen mit mehr Glück als Verstand bestanden habe (kaum gelernt, chaotisch, lückenhaft - Betonung auf lückenhaft, ich glaube mir haben mehr als 7 rechtsgebiete komplett gefehlt) habe ich nun endlich die Antwort auf all meine Fragen in Form einer ADHS Diagnose. Und nein - ich bin nicht über TIk TOK diagnostiziert, ich war bei 3 verschiedenen Neurologinnen und Therapeutinnen und hab meine Hirnströme messen lassen.

Seitdem ich Medikamente nehme, hab ich das Gefühl vollends auf meinen IQ zurückgreifen zu können und lerne wie bescheuert. AG Klausuren, Aktenvorträge und Probeklausuren sind bisher nie unter 9 Punkten gewesen.
Der Ehrgeiz hat mich gepackt und ich träume von 8 Punkten (9 traue ich kaum auszusprechen) im Staatsexamen.

Ich würde mich total über motivierende Erfahrungsberichte freuen, in dem sich Kandidaten im Vergleich zum 1. Examen merklich verbessert haben und freue mich total über Tipps für ein richtig gutes 2. Staatsexamen !
Vllt gibt es sogar irgendwen, der das selbe "Schicksal" teilt wie ich und spät mit ADHS diagnostiziert wurde.

Würde mich extrem freuen !
GetMeOut
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Beitrag von GetMeOut »

Na wenn du jetzt das erste Mal "richtig" lernst, sehe ich nicht, weshalb 8 Punkte nicht erreichbar sein sollten. Die Prüfungen im 2. StEx sind ja schon etwas einfacher (natürlich subjektiv, klar) und die Benotung in den Übungsklausuren schien mir vom Ernstfall nie sonderlich weit entfernt.
Torsten Kaiser
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Beitrag von Torsten Kaiser »

Go for it, das ist doch eine tolle Entwicklung!
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scndbesthand
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Beitrag von scndbesthand »

Ich fand das zweite Examen auch in dem Sinne leichter, dass man nicht so in die Tiefe gehen musste und sich eher breit aufgestellt hat. Und mit der Diagnose kannst Du falls es mal erforderlich wird, erklären, warum Du im 1. Examen Dein Potenzial nicht ausschöpfen konntest.Viel Glück weiterhin, Du hast gute Chancen!
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Gürteltier
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Beitrag von Gürteltier »

Ich kenne auch eine Person, die im zeitlichen Zusammenhang mit dem Examen eine ADHS-Diagnose mit entsprechender medikamentöser Einstellung erhalten hat.

Insoweit kann ich zwar nur mittelbar die Erfahrung hierzu wiedergeben, aber: Die Person meinte, es habe sich für sie eine komplett andere und verbesserte Situation eingestellt - sogar unabhängig vom Lernen an sich, sondern auch bereits beim Schreiben der Klausuren selbst. Darüber hinaus war eine entsprechende Vorbereitung auch effektiver möglich.

Ich kenne ansonsten auch noch Beispiele, wo sich Leute tatsächlich verbessert haben und sogar den Sprung vom (insgesamt) b ins vb geschafft haben (bzw. schriftlich vom mittleren a ins obere b und dann Notensprung in der mündlichen Prüfung sogar ins obere vb). Ich finde, hier wird auch zu oft die alte Mähr vom “es verbessert sich eh fast niemand” bemüht. Es ist bei dir mE “alles drin” und nahezu jeder hat mE das Potential von 3 Punkten mehr (oder auch weniger) je nach konkretem Durchgang.

So oder so aber viel Erfolg bei allem! :)
Cece21
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Beitrag von Cece21 »

Mega ich danke euch von Herzen !! Das motiviert mich total :-)
Hatte schon Angst vor Kommentaren à la "Heutzutage hat ja jeder ADHS"
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