Vor allem sprechen viele vom "Bestehen". Gut, ich habe bestanden, und dies beim Erstversuch, aber ich strebe nach mehr...
Jura Zwischenprüfungsduchschnitt zu schlecht für Praktika etc?
Moderator: Verwaltung
-
ddddd12
- Newbie

- Beiträge: 1
- Registriert: Montag 23. März 2026, 13:11
Hallo , ich bin ehrlich gesagt extrem deprimiert. Ich habe soeben meine Ergebnisse meiner Zwischenprüfungen erhalten und einen Schnitt von 5P. Eigentlich habe ich sehr viel gelernt, nicht etwa bloßes Auswendiglernen, sondern mich wirklich darum bemüht, es zu VERSTEHEN. Vor allem Fälle geübt und korrekterweise gelöst etc. Ich kann das absolut nicht nachvollziehen und das ist jedes mal das Gleiche. Ich frage mich nun, was man überhaupt mit so einem extrem schlechten Schnitt noch anfangen kann. Ich wollte eigentlich ein Auslandssemester machen, kann ich wohl vergessen... auch von Praktika oÄ kann ich nur träumen. Da ich nicht nicht mit so vielen Kommillitonen bekannt bin, wollte ich mich an die Community wenden. Wie seht ihr das? Und wie ist das bei euch? Sind so schlechte Noten "üblich"? Aber das ist trotdessen ein Unding, wenn man sich so darum bemüht hat, es besser zu machen, bei so vielen Träume noch dazu..
Vor allem sprechen viele vom "Bestehen". Gut, ich habe bestanden, und dies beim Erstversuch, aber ich strebe nach mehr...

Vor allem sprechen viele vom "Bestehen". Gut, ich habe bestanden, und dies beim Erstversuch, aber ich strebe nach mehr...
-
KMR
- Power User

- Beiträge: 638
- Registriert: Donnerstag 19. September 2024, 18:06
- Ausbildungslevel: RRef
Es zählt nur das Examen (heute: Erste Prüfung). Die Noten während des Studiums sind somit - solange sie für das Bestehen der ggf. notwendigen Scheine reichen - unerheblich (Ausnahme: Schwerpunkt, umstr.). Praktika interessieren m.E. und Erfahrung nach nicht, da man a) als Praktikant quasi nichts machen kann und b) die Dauer der Pflichtpraktika viel zu kurz ist (hier 3x4 Wochen, mag sich zwischen Ländern unterscheiden).ddddd12 hat geschrieben: Montag 23. März 2026, 13:13 Hallo , ich bin ehrlich gesagt extrem deprimiert. Ich habe soeben meine Ergebnisse meiner Zwischenprüfungen erhalten und einen Schnitt von 5P. Eigentlich habe ich sehr viel gelernt, nicht etwa bloßes Auswendiglernen, sondern mich wirklich darum bemüht, es zu VERSTEHEN. Vor allem Fälle geübt und korrekterweise gelöst etc. Ich kann das absolut nicht nachvollziehen und das ist jedes mal das Gleiche. Ich frage mich nun, was man überhaupt mit so einem extrem schlechten Schnitt noch anfangen kann. Ich wollte eigentlich ein Auslandssemester machen, kann ich wohl vergessen... auch von Praktika oÄ kann ich nur träumen. Da ich nicht nicht mit so vielen Kommillitonen bekannt bin, wollte ich mich an die Community wenden. Wie seht ihr das? Und wie ist das bei euch? Sind so schlechte Noten "üblich"? Aber das ist trotdessen ein Unding, wenn man sich so darum bemüht hat, es besser zu machen, bei so vielen Träume noch dazu..
Vor allem sprechen viele vom "Bestehen". Gut, ich habe bestanden, und dies beim Erstversuch, aber ich strebe nach mehr...
![]()
Die Scheinklausuren kann man somit allenfalls (!) als Lernstandskontrolle sehen und auch dafür taugen sie nur bedingt. Denn je nach Gepflogenheit des Lehrstuhls werden bereits im Vorfeld bestimmte Themen genannt (bei großen Übungen) oder sie ergeben sich aus der Bezeichnung der Veranstaltung (gesetzl. SV; Grundrechte usw.). Weiter ergibt sich in Jura m.E. wirkliches Verständnis oft erst mit fortschreitender Kenntnis weiterer Materie. Gerade die Grundlagen am Anfang wie Rechtsgeschäftslehre oder BGB AT sind erstmal unglaublich abstrakt und im "leeren Raum", das gleiche gilt für Strafrecht AT.
Mit Zunahme weiteren Wissens und zunehmender Komplexität der Fallstruktur werden die Zusammenhänge zwischen den Gebieten jedoch in der Regel immer deutlicher. Man erkennt, dass zwar vieles zunächst in einzelne Veranstaltungen oder Gebiete strukturiert wird (AT, SchuldR AT/BT, SachenR usw), es letztlich aber eben alles zusammengehört und wo die Zusammenhänge sind und wie sie zu berücksichtigen sind.
Die universitären Klausuren sind - nunja - m.E. teilweise eine Zumutung, gekünstelt und die 'erwartete' Lösung oftmals praxisfern. Aber auch da muss man eben durch. Jura braucht m.E. eine nicht unerhebliche Zeit bis man sagt, man versteht es und auch dann wird man immer weiter auf Stellen stoßen, die man nicht versteht. Normen, die man noch nicht entdeckt hat, weil sie nicht alltäglich sind (bspw. § 849 BGB) usw.
Die Erfüllung der 'wahren' Träume (Beruf, ggf. Promotion) hängen ebenfalls von der Examensnote ab.