Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

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Schnitte
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von Schnitte »

Kasimir hat geschrieben: Donnerstag 21. Juni 2018, 09:02 Einen Großteil der BLS-Leute, die ich kennengelernt habe, sind im Berufsleben daran gescheitert, dass sie nicht mehr gepampert wurden, sondern Sachen selbst in die Hand nehmen mussten.
Ist nicht meine Erfahrung. Die BLS-Absolventen, die ich kenne, sind "ganz normal" als Juristen unterwegs und benehmen sich auch so. Ich kenne zugegebenermaßen nicht sehr viele, aber ich tippe mal, wenn wir auf statistische Signifikanz Wert legen, ist niemandes Nahbereichsempirie über jeden Zweifel erhaben.
Man kann sich ja mal ansehen, wie viele BLSler es in die Reihen der Partnerschaft renommierter Kanzleien oder sonstige Führungspositionen gebracht haben. Nach meiner Nahbereichsempirie ist dies sehr überschaubar. Gibt es dazu eigentlich eine Studie?
Eine solche Studie müsste aber natürlich die Tatsache berücksichtigen, dass die BLS 2000 gegründet wurde und daher erst ab ca. 2004 die ersten Absolventen (mit 1. StEx) entließ. Die BLS hatte also viel weniger Zeit, ihre Leute in den von dir genannten Positionen unterzubringen, als die schon lange vorher existierenden Universitäten. Die Studie müsste um diesen Zeitfaktor bereinigen, indem sie die Chancen eines Uni-Absolventen mit 1. StEx 2004 oder später gegen die eines BLS-Absolventen mit 1. SteX 2004 oder später gegeneinander hält. Einfach nur die absolute Zahl an BLS-Absolventen in Spitzenpositionen zu betrachten, wäre reichlich witzlos.
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Carlos84
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von Carlos84 »

Kasimir hat geschrieben: Donnerstag 21. Juni 2018, 09:02 BLS sind für mich immer die Leute, die Geld für etwas ausgeben, das sie auch kostenlos bekommen.

Einen Großteil der BLS-Leute, die ich kennengelernt habe, sind im Berufsleben daran gescheitert, dass sie nicht mehr gepampert wurden, sondern Sachen selbst in die Hand nehmen mussten. Man kann sich ja mal ansehen, wie viele BLSler es in die Reihen der Partnerschaft renommierter Kanzleien oder sonstige Führungspositionen gebracht haben. Nach meiner Nahbereichsempirie ist dies sehr überschaubar. Gibt es dazu eigentlich eine Studie?
Das Argument leuchtet mir nicht ein. Letztlich mögen die Studienbedingungen an der BLS deutlich besser sein, aber trotzdem schreiben am Ende auch diese Studenten den staatlichen Teil und messen sich somit mit den Absolventen der "normalen" Hochschule in den jur. Klausuren. Bessere Betreuung/Vorbereitung und Co im Studium hin oder her: so ganz ohne lernen wird es auch als BLS-Student nicht gehen das staatliche Examen (überdurchschnittlich) zu bestehen. Den Weg muss jeder ein Stück weit dann doch auch noch für sich alleine gehen.

Ich kenne 3 Leute die an der BLS waren; 2 sind wirklich sehr abgehoben und sich für vieles zu fein, der andere ist aber total "normal"...ich würde aber behaupten: an der staatlichen Uni wären die genauso - und auch dort gibt es gerade bei den Juristen ja nun weitaus genügend Papa-Söhne und Perlen-Paulas...dafür braucht es nicht die BLS, um sowas hervorzubringen.
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thh
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von thh »

Schnitte hat geschrieben: Donnerstag 21. Juni 2018, 09:47
Kasimir hat geschrieben: Donnerstag 21. Juni 2018, 09:02 Einen Großteil der BLS-Leute, die ich kennengelernt habe, sind im Berufsleben daran gescheitert, dass sie nicht mehr gepampert wurden, sondern Sachen selbst in die Hand nehmen mussten.
Ist nicht meine Erfahrung. Die BLS-Absolventen, die ich kenne, sind "ganz normal" als Juristen unterwegs und benehmen sich auch so.
Hinzu kommt noch, dass ich bei kaum einem Bekannten, Kollegen oder sonstwem weiß, wo er oder sie studiert hat (oder mit welchen Noten die Examina bestanden wurden). Das schreibt man sich ja (üblicherweise) nicht auf den Briefkopf, und es ist nach meiner Erfahrung auch kein normales Gesprächsthema (jedenfalls nicht, wenn man nicht mehr selbst studiert oder vielleicht noch im Referendariat ist).
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JulezLaw
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von JulezLaw »

Mein Eindruck der BLSler ist tatsächlich auch ein anderer als der Kasimirs, aber so ist das eben mit der Nahbereichsempirie ;) Ich gehe davon aus, dass die BLS interne Statistiken führt, da die allermeisten ja den umgekehrten Generationenvertrag zur Finanzierung wählen und dann erst nach einer gewissen Zeit im Berufsleben 10% ihres Einkommens zahlen. Da wird man schon wissen, wer wo arbeitet und wie viel verdient. Veröffentlichen wird man das aber wohl nicht, schätze ich.
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von Idee1290 »

Meine Freundin hat an der BLS studiert, daher hab ich da ein bisschen Einblick bekommen. Für die Frage "aber Jura gibts doch auch umsonst woanders und mit gutem Ruf?" musste sie sich mir gegenüber auch mehrmals rechtfertigen.
Mittlerweile haben sich für mich aber die ganzen Klischees eigentlich nicht bestätigt. Klar, ein paar (arrogante) Idioten gibts immer, aber ich würde bezweifeln, dass die Quote an der BLS höher ist, als an den anderen Jura-Fakultäten. Bei der BLS fällt es nur mehr auf, weil die Hochschule zum einen kleiner ist und zum anderen viele Leute von außerhalb auch geradezu auf solche Tröten, die ihre Klischees bestätigen, warten. Da ist der Rückbestätigungseffekt hinsichtlich des bereits bestehenden Klischees einfach größer. Außerdem ist mir aufgefallen: Wenn solche arroganten Personen auffallen und dann rauskommt, dass der oder die an der BLS studiert (hat), dann wird das eher auf die Hochschule bezogen und auf die gesamte Studierendenschaft hin verallgemeinert. Wenn er oder sie aber zB in Heidelberg/München/[andere staatliche "Elite-Uni"] studiert hat, wird das nur auf die Person rückbezogen ("Aaah, so eine Perlen-Paula / reicher-Papa Justus eben."). Das ist schon schade und wird den normalen und korrekten Leuten an der BLS echt nicht gerecht. Und die gibts, das kann ich persönlich bestätigen, auch.

Ich weiß nicht, ob ich an der BLS studiert hätte. Für die Leute, die ich über meine Freundin kenne und für sie waren selbst waren (vor Studienbeginn, d.h. ohne vertiefte Kenntnis der aktuellen Situation) aber ausschlaggebend, dass von Seiten der Elterngeneration vor allem diese Angst-Bilder der 70er-80er aus Juristenschwemme, überfüllten Hörsälen, furchtbar ausgestatte Bibliotheken, ausgerissene Bücherseiten und versteckte Bücher in Hausarbeitenzeiten, etc. vorherrschten. Die BLS tutet ja auch Marketing-technisch ordentlich in dieses Horn und verspricht das genaue Gegenteil. Dass es inzwischen auch an staatlichen Unis deutlich besser aussieht und auch die große Konkurrenz von damals gar nicht mehr in dem Maße besteht, wissen gerade die Eltern (viele davon kommen schon irgendwie aus der "akademischen (besseren) Mittelschicht") nicht. Meine Freundin ist zB heute eher kritisch und meint auch, sie würde sich das Studium eher nicht noch mal antun. Zu viel Stress, Dauerlauf und Hamsterrad, kein echtes Studentenleben... Profitiert hat sie aber und natürlich ein echt gutes Examen geschafft... Dafür hat sie jetzt einen Kredit am Hals, selbst finanzieren konnte sie es nämlich zB nicht.

Von dem, was ich von ihr gehört habe, ist es tatsächlich nicht das "Pamper"-Studium, von dem oft berichtet wird. Wenn man sich mal selber fragt, wie man Jura studiert hat, dann dürfte auch schnell klar werden: Lernen muss man selbst, wie soll man also inhaltlich-fachlich überhaupt gepampert werden. In den Kopf kriegt man die Sachen nur selbst.
Was an der BLS wohl aber sehr gut funktioniert, ist, eine sehr effektive Lernumgebung für das "In den Kopf kriegen" zu schaffen: Zum einen die gute Ausstattung der Uni, zum anderen das ständige Bombardement mit Stoff, der bereits in hoher Qualität ordentlich aufbereitet ist. Ich hab mir für mein Ref mal ein paar Skripten und Fälle, die dort von den Lehrstühlen jeweils zu den Vorlesungen ausgegeben werden, geliehen um zu wiederholen. Der Hammer, von sowas hätte ich im Studium echt geträumt.

Mir wurde auch gesagt, man müsse sich an der BLS eher selbst ziemlich am Riemen reißen, um das Tempo überhaupt mit durchzuhalten. In den Trimestern gibts mehrere hundert Seiten Skript/Fälle pro Woche zu lesen, kann man sein lassen, kann man aber auch versuchen zu schaffen. Dafür muss man sich die Wochen aber ziemlich gut einteilen und strukturieren und engagiert sein und kann nicht zB den halben Juni im Biergarten hängen.
Was aber wohl unter "pampern" fallen könnte, ist das unmittelbare (negative) Feedback, dasman wohl bekommen hat, wenn man es nicht tut. Alle anderen können die Fälle halt schon lösen, man selbst nicht, also sollte man vielleicht doch mal das Skript zum ETI lesen, usw.

Ich selbst kenne nur den unmittelbaren Freundeskreis meiner Freundin. Sie erzählt mir aber ab und zu, dass sie schon wieder von "xy" gehört hat, dass er auch in [GK-AB] oder an einem Hamburger Gericht arbeiten würde. Zumindest in Hamburg scheinen viele ehemalige BLS-Studenten gut untergekommen zu sein.
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Ara
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von Ara »

In Hamburger Großkanzleien hast du bei den Junganwälten die in Hamburg studiert haben fast ne 50:50 Quote zwischen UHH und BLS würde ich so schätzen. Die meisten bleiben halt doch hier.

Die BLSler müssen natürlich damit klar kommen, dass sie auf der gleichen Position sitzen wie die von der Uni, aber deutlich mehr Geld ausgegeben haben. Im Zweifel wissen sie aber auch, dass sie die Note möglicherweise nicht erreicht hätten, wenn sie nicht das gute Betreuungsangebot erhalten hätten.

Aus dem Grund klappt aber auch das Zusammenleben mit Universitätsabsolventen meines Erachtens ganz gut. Der von der staatlichen Uni weiß halt, dass er das gleiche erreicht hat unter schlechtere Bedingungen. Im Zweifel hat er damit die größere Leistung vollbracht.

Letztendlich interessiert es aber in der Praxis doch keinen... Es dient nur noch als Grundlage für kleine Neckereien. Das müssen die BLSler halt über sich ergehen lassen, sonst hätten sie auf ne richtige Uni gehen müssen :P
Die von der Klägerin vertretene Auffassung, die Beeinträchtigung des Wohngebrauchs sei durch das Zumauern der Fenster nur unwesentlich beeinträchtigt, ist so unverständlich, dass es nicht weiter kommentiert werden soll. - AG Tiergarten 606 C 598/11
Carlos84
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von Carlos84 »

Man sollte zudem nicht vergessen, dass es noch das 2. Examen gibt. ;-)
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Muirne
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von Muirne »

Ich halte sowas in Deutschland für unsinnig.
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Tobias__21
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von Tobias__21 »

Lasst mir doch meine Vorurteile. Irgendwie muss ich den Neid ja kompensieren :D Unsere Uni ist gegen die BLS halt ein richtiges Dreckloch gewesen. Naja, wenigstens sanieren sie jetzt mal.
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Herr Anwalt
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von Herr Anwalt »

Das würde mich auch mal interessieren.
Auf das Prädikat scheint man ja quasi getrimmt worden zu sein.
Aber was ist danach? Die Ersten dürften doch jetzt schon 10 Jahre im Berufsleben sein.

Im Zuge der Digitalisierung, wird die BLS m.E. mittelfristig ausschließlich über Vernetzung, Flair und Soft-Skilltraining punkten.
Dann gibt Norbert Lammert demnächst Rhetorikseminare.
Gegen die Gewalt der Online-Reps die immer besser werden, wird keine Präsenzuni mehr ankommen.
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von Kasimir »

Veröffentlicht die BLS eigentlich noch Examensnoten?

Edit: Leider wohl nicht, sondern nur gerundete Durschnittsnoten, die auch nicht zwischen universitärem Teil und Staatsteil differenzieren: https://www.law-school.de/jurastudium/w ... fschancen/

Interessant wäre ja vor allem:
- wie sieht die durchschnittliche Note im staatlichen Teil aus
- wie viel Absolventen fallen durch
- wieviele Absolventen schaffen die Note im ersten Anlauf vs. Verbesserungsversuch

Das Finanzierungsmodell ist ja auch nicht ohne.
https://www.law-school.de/jurastudium/k ... envertrag/

10 Jahre 9% des Einkommens gedeckelt auf EUR 103.200 (bei Regelstudienzeit) sind schon eine stolze Summe. Selbst wenn man im Mittel über 10 Jahre nur 50.000 EUR verdient, zahlt man immerhin 54.000 Euro an Studiengebühren.
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Schnitte
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von Schnitte »

Muirne hat geschrieben: Donnerstag 21. Juni 2018, 11:59 Ich halte sowas in Deutschland für unsinnig.
Wie erklärst du dir dann, dass sich Leute trotzdem für die BLS entscheiden? Fehlt denen einfach die Einsicht?
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von Kroate »


Kasimir hat geschrieben:
...gedeckelt auf EUR 103.200 (bei Regelstudienzeit) sind schon eine stolze Summe.
Plus Inflationsausgleich.

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Tobias__21
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von Tobias__21 »

Schnitte hat geschrieben: Donnerstag 21. Juni 2018, 13:36
Muirne hat geschrieben: Donnerstag 21. Juni 2018, 11:59 Ich halte sowas in Deutschland für unsinnig.
Wie erklärst du dir dann, dass sich Leute trotzdem für die BLS entscheiden? Fehlt denen einfach die Einsicht?
Ich hätte wohl auch die BLS vorgezogen, hätte ich die Wahl gehabt. Andererseits kann ich jetzt sagen, dass ich real geblieben bin und Jura auf der Straße gelernt habe :) BLS kann jeder.
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Re: Maximales Gehalt bei minimalen Arbeitszeiten

Beitrag von Schnitte »

Es ist halt letztlich wie mit privaten kostenpflichtigen Internaten. Da gehen auch Leute hin, obwohl kostenfreie staatliche Schulen reichlich verfügbar sind. Es gibt eben durchaus eine Klientel, die Ausbildung als Investition ansieht und daher bereit ist, dafür (viel) Geld zu bezahlen, wenn dafür im Gegenzug ein spürbares Delta zur staatlichen Schule (oder eben Uni) geboten wird. Wie groß dieses Delta ist, und ob es die anfallenden Kosten aufwiegt, muss man dann eben individuell entscheiden.
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