Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

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LogoPogo
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Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von LogoPogo »

Hallo zusammen,

hat jemand Erfahrung mit der Kanzlei Eversheds Sutherland (Germany) LLP? Die Kanzlei ist ja noch vergleichsweise neu am Markt (vermutlich daher auch nur wenig über Azur o.ä. zu erfahren).

Ich überlege gerade, mich dort zu bewerben und bin daher an allem interessiert, unabhängig vom Standort: Gehalt, Arbeitsbedingungen, Work-Life-Balance etc.

Würde mich insbesondere auch über Eure Einschätzung zu folgenden Fragen freuen: Hat sie einen besonders guten oder schlechten Ruf? Erfahrungsberichte über menschenfressende Partner, die mit einer Nacht Schlaf pro Woche auskommen und alle 4 Wochen einen neuen Associate bekommen? Wie ist die Marktlage von Eversheds einzustufen (eher Tier 2 oder weiter unten)?


Hoffe auf Eure Hilfe! BG
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Kroate
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Kroate »


LogoPogo hat geschrieben:Wie ist die Marktlage von Eversheds einzustufen (eher Tier 2 oder weiter unten)?
Juve sagt weiter unten: https://www.juve.de/handbuch/de/ranking

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EinHeinz
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von EinHeinz »

Ich kenne nur einen Partner, sein Team eher flüchtig. Work-Life-Balance ist einseitig gebalanct. Umgänglich sind sie, fachlich ist das ok. Negativ fallen mir die Sekretariate auf - schlechte Erreichbarkeit und Fragen nach "Dr. wer?" gehen halt nicht. Positiv kann sein die starke internationale Ausrichtung. Mein extrem kleiner und subjektiver Eindruck zeigt schon eine UK Affinität.

Ich würde es mir mal anschauen und anhören. Persönlich finde ich kleinere jüngere Einheiten interessant. Wobei das auf München wohl auch nicht mehr zutrifft.
stilzchenrumpel
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von stilzchenrumpel »

:D einzige Kanzlei von der ich nach meiner Bewerbung - auch auf Nachfrage - nie eine Antwort erhalten haben. Damals war der Zeitpunkt des Zusammenschlusses mit Sutherland, die Stelle war aber ausgeschrieben. Mehr kann ich nicht beitragen.
Hier gibt es nichts zu sehen, ich trolle nur.
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von LogoPogo »

Vielen Dank schonmal für Eure Antworten! Ganz klar, ich werde mir das auf jeden Fall mal anhören. Wahrscheinlich werde ich mich sogar in Düsseldorf bewerben, dort ist der Standort ja gerade erst eröffnet.
EinHeinz hat geschrieben: Mittwoch 30. Januar 2019, 07:09 Work-Life-Balance ist einseitig gebalanct.
Kannst Du das noch irgendwie konkretisieren? Heißt das, dass dort -- der Kanzleiherkunft entsprechend -- eher amerikanisch / britische Verhältnisse vergleichbar mit Freshfields, A&O etc. vorherrschen (Also im Extremfall: Schlafräume sind vorhanden und Wochenendarbeit ist eher die Regel als die Ausnahme)?
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von LogoPogo »

stilzchenrumpel hat geschrieben: Mittwoch 30. Januar 2019, 07:45 einzige Kanzlei von der ich nach meiner Bewerbung - auch auf Nachfrage - nie eine Antwort erhalten haben.
Das spricht wiederum für ein schlechtes Sekretariat bzw. eine schlechte HR-Abteilung, wenn nicht mal eine standardisierte Absage mit drei geraden Sätzen auf den Weg Richtung Bewerber gebracht werden kann. Fehlende Rückmeldungen kenne ich aber auch aus anderen Kanzleien, sowohl aus persönlicher Erfahrung als auch vom Hörensagen.
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Brainiac »

LogoPogo hat geschrieben: Mittwoch 30. Januar 2019, 17:02britische Verhältnisse vergleichbar mit Freshfields, A&O etc. vorherrschen (Also im Extremfall: Schlafräume sind vorhanden und Wochenendarbeit ist eher die Regel als die Ausnahme)?
Letzteres kann ich bzgl. der genannten Kanzleien aufgrund von Erfahrungen aus dem Freundes-/Bekanntenkreis zumindest für Anfänger in der Absolutheit nicht bestätigen.
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Trente Steele82 »

LogoPogo hat geschrieben: Mittwoch 30. Januar 2019, 17:02 Vielen Dank schonmal für Eure Antworten! Ganz klar, ich werde mir das auf jeden Fall mal anhören. Wahrscheinlich werde ich mich sogar in Düsseldorf bewerben, dort ist der Standort ja gerade erst eröffnet.
EinHeinz hat geschrieben: Mittwoch 30. Januar 2019, 07:09 Work-Life-Balance ist einseitig gebalanct.
Kannst Du das noch irgendwie konkretisieren? Heißt das, dass dort -- der Kanzleiherkunft entsprechend -- eher amerikanisch / britische Verhältnisse vergleichbar mit Freshfields, A&O etc. vorherrschen (Also im Extremfall: Schlafräume sind vorhanden und Wochenendarbeit ist eher die Regel als die Ausnahme)?
Ernst gemeint? Eversheds Düsseldorf ist eine alte Düsseldorfer Kanzlei, die in das Eversheds Netzwerk eingetreten ist....
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von EinHeinz »

Allgemein kann dazu auch nichts gesagt werden, meine Wahrnehmung beschränkt sich auf ein Team (nicht DUS oder 040) - da wurde an Weihnachten und am Wochenende gearbeitet und um 23 Uhr um einen Rückruf gebeten. Das kann bei den übrigen 97 Anwälten ganz anders aussehen.

Daher auch meine Idee: hingehen, anhören und nachfragen. Die Frage nach Wochenendarbeit ist vollkommen legitim und wesentlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Partner solche Fragen nicht ehrlich beantwortet.
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von TobiasG »

EinHeinz hat geschrieben: Donnerstag 31. Januar 2019, 09:40
Daher auch meine Idee: hingehen, anhören und nachfragen. Die Frage nach Wochenendarbeit ist vollkommen legitim und wesentlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Partner solche Fragen nicht ehrlich beantwortet.
Sehe ich auch so. Eine Freundin hat sich dort im Vorstellungsgespräch mal nach (längerem) Urlaub erkundigt. Daraufhin gab es nur ein Lachen vom Partner und die Aussage: "Das letzte Mal, dass ich zwei Wochen am Stück Urlaub hatte, ist 10 Jahre her." Sie hat die Stelle dann höflich abgesagt.
"Wer Du bist? Sicher nicht der Rap-Messias. Für mich bist auch Du nur irgendein Tobias."

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Tibor
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Tibor »

TobiasG hat geschrieben: Donnerstag 31. Januar 2019, 11:29 Sehe ich auch so. Eine Freundin hat sich dort im Vorstellungsgespräch mal nach (längerem) Urlaub erkundigt. Daraufhin gab es nur ein Lachen vom Partner und die Aussage: "Das letzte Mal, dass ich zwei Wochen am Stück Urlaub hatte, ist 10 Jahre her." Sie hat die Stelle dann höflich abgesagt.
Dabei fällt mir wieder die eine Kanzlei ein, die ausdrücklich längeren Urlaub angeboten hatte. War das nicht die Bude von Fr. Merz? Ist was aus dem Konzept geworden?
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Freedom »

TobiasG hat geschrieben: Donnerstag 31. Januar 2019, 11:29
EinHeinz hat geschrieben: Donnerstag 31. Januar 2019, 09:40
Daher auch meine Idee: hingehen, anhören und nachfragen. Die Frage nach Wochenendarbeit ist vollkommen legitim und wesentlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Partner solche Fragen nicht ehrlich beantwortet.
Sehe ich auch so. Eine Freundin hat sich dort im Vorstellungsgespräch mal nach (längerem) Urlaub erkundigt. Daraufhin gab es nur ein Lachen vom Partner und die Aussage: "Das letzte Mal, dass ich zwei Wochen am Stück Urlaub hatte, ist 10 Jahre her." Sie hat die Stelle dann höflich abgesagt.
Gibt da so einige Storys.

Ich habe mal über Sullivan gehört, im Vorstellungsgespräch wäre kommuniziert worden: "Sie wissen schon, dass bei uns Samstags und Sonntags auch normale Arbeitstage sind?"

Nachprüfen kann man diese Storys freilich nie. Und wenn man bei manchen dann ein wenig nachbohrt, kommt am Ende manchmal auch raus, dass "ich musste einmal bis um 11 bleiben" dann als Unverschämtheit wahrgenommen wird.

Bei zahllosen Gesprächen mit Gleichgesinnten hatten wir eigentlich immer am Ende denselben Konsens: Es hängt nicht von der Kanzlei sondern von der Praxisgruppe / Dem Partner ab.
Digiwas?
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von TobiasG »

Freedom hat geschrieben: Donnerstag 31. Januar 2019, 12:47
TobiasG hat geschrieben: Donnerstag 31. Januar 2019, 11:29
EinHeinz hat geschrieben: Donnerstag 31. Januar 2019, 09:40
Daher auch meine Idee: hingehen, anhören und nachfragen. Die Frage nach Wochenendarbeit ist vollkommen legitim und wesentlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Partner solche Fragen nicht ehrlich beantwortet.
Sehe ich auch so. Eine Freundin hat sich dort im Vorstellungsgespräch mal nach (längerem) Urlaub erkundigt. Daraufhin gab es nur ein Lachen vom Partner und die Aussage: "Das letzte Mal, dass ich zwei Wochen am Stück Urlaub hatte, ist 10 Jahre her." Sie hat die Stelle dann höflich abgesagt.
Gibt da so einige Storys.

Ich habe mal über Sullivan gehört, im Vorstellungsgespräch wäre kommuniziert worden: "Sie wissen schon, dass bei uns Samstags und Sonntags auch normale Arbeitstage sind?"

Nachprüfen kann man diese Storys freilich nie. Und wenn man bei manchen dann ein wenig nachbohrt, kommt am Ende manchmal auch raus, dass "ich musste einmal bis um 11 bleiben" dann als Unverschämtheit wahrgenommen wird.

Bei zahllosen Gesprächen mit Gleichgesinnten hatten wir eigentlich immer am Ende denselben Konsens: Es hängt nicht von der Kanzlei sondern von der Praxisgruppe / Dem Partner ab.
Das ist sicher richtig. Nur sollte man sich mal Gedanken machen, wieso man dann z.B. nur noch 15 Punkte aus beiden Examen fordern kann/muss, und ob man sich solche Aussagen leisten sollte:

"Die US-Kanzleien Goodwin Procter und Reed Smith etwa verlangen ‚nur‘ 16 Punkte als Summe aus beiden Examina, bei Eversheds Sutherland sind es 15 Punkte."
(https://www.juve.de/nachrichten/namenun ... -doppel-vb

@Tibor: Da hab ich leider keine Ahnung, würde mich aber auch interessieren ...
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Freedom »

TobiasG hat geschrieben: Donnerstag 31. Januar 2019, 14:00
Freedom hat geschrieben: Donnerstag 31. Januar 2019, 12:47
TobiasG hat geschrieben: Donnerstag 31. Januar 2019, 11:29
EinHeinz hat geschrieben: Donnerstag 31. Januar 2019, 09:40
Daher auch meine Idee: hingehen, anhören und nachfragen. Die Frage nach Wochenendarbeit ist vollkommen legitim und wesentlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Partner solche Fragen nicht ehrlich beantwortet.
Sehe ich auch so. Eine Freundin hat sich dort im Vorstellungsgespräch mal nach (längerem) Urlaub erkundigt. Daraufhin gab es nur ein Lachen vom Partner und die Aussage: "Das letzte Mal, dass ich zwei Wochen am Stück Urlaub hatte, ist 10 Jahre her." Sie hat die Stelle dann höflich abgesagt.
Gibt da so einige Storys.

Ich habe mal über Sullivan gehört, im Vorstellungsgespräch wäre kommuniziert worden: "Sie wissen schon, dass bei uns Samstags und Sonntags auch normale Arbeitstage sind?"

Nachprüfen kann man diese Storys freilich nie. Und wenn man bei manchen dann ein wenig nachbohrt, kommt am Ende manchmal auch raus, dass "ich musste einmal bis um 11 bleiben" dann als Unverschämtheit wahrgenommen wird.

Bei zahllosen Gesprächen mit Gleichgesinnten hatten wir eigentlich immer am Ende denselben Konsens: Es hängt nicht von der Kanzlei sondern von der Praxisgruppe / Dem Partner ab.
Das ist sicher richtig. Nur sollte man sich mal Gedanken machen, wieso man dann z.B. nur noch 15 Punkte aus beiden Examen fordern kann/muss, und ob man sich solche Aussagen leisten sollte:

"Die US-Kanzleien Goodwin Procter und Reed Smith etwa verlangen ‚nur‘ 16 Punkte als Summe aus beiden Examina, bei Eversheds Sutherland sind es 15 Punkte."
(https://www.juve.de/nachrichten/namenun ... -doppel-vb
Sehr schön, wenn man im ersten also gut war nehmen die einen mit 4.50 Punkten im Zweiten :D
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Tibor
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Tibor »

Tibor hat geschrieben: Dabei fällt mir wieder die eine Kanzlei ein, die ausdrücklich längeren Urlaub angeboten hatte. War das nicht die Bude von Fr. Merz? Ist was aus dem Konzept geworden?
Ah, selbst gefunden: https://www.lto.de/recht/kanzleien-unte ... -resonanz/

50 Tage Urlaub will wohl keiner ...
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