Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

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Theopa
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Theopa »

Tibor hat geschrieben: Donnerstag 31. Januar 2019, 15:42 Ah, selbst gefunden: https://www.lto.de/recht/kanzleien-unte ... -resonanz/
50 Tage Urlaub will wohl keiner ...
Und diejenigen die es wahrnehmen, arbeiten währenddessen scheinbar auch noch :crazy:
"Bislang haben zwei Kollegen das Urlaubsmodell wahrgenommen. Eine Kollege hat die zusätzlichen Urlaubstage für eine Lehrtätigkeit genommen. Mittlerweile arbeitet er in Teilzeit. Der zweite Kollege, ein Mitarbeiter im Bereich Banking & Finance, hat das Modell genutzt, um seinen LL.M. zu machen."

Ein Kommentar weißt (ob zutreffend oder nicht kann ma natürlich nie sagen) darauf hin, dass die Billable-Vorstellungen anscheinend nicht entsprechend reduziert worden sein sollen, womit das Modell natürlich keinen Sinn mehr ergäbe.
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Tibor
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Tibor »

Theopa hat geschrieben: Ein Kommentar weißt (ob zutreffend oder nicht kann ma natürlich nie sagen) darauf hin, dass die Billable-Vorstellungen anscheinend nicht entsprechend reduziert worden sein sollen, womit das Modell natürlich keinen Sinn mehr ergäbe.
Haha, das wäre ja ein Knaller. Da die Sache aber wohl mit Gehaltsreduzierung einhergeht, ist das aber mE nicht nachvollziehbar. Nachvollziehbar wäre es, wenn man eine Summe Billable-Total bis Partner vorgeben würde und sich dann der Track verlängert...
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EinHeinz
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von EinHeinz »

Nachvollziehbar wäre es, wenn man die Leistung bewertet und nicht runtergerittene Stunden in der langen DD-Nacht. Ich weiß auch überhaupt nicht, was an 20 Tagen unbezahlten Urlaub im Jahr der große Hit sein soll.
OJ1988
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von OJ1988 »

Tibor hat geschrieben: Donnerstag 31. Januar 2019, 17:12
Theopa hat geschrieben: Ein Kommentar weißt (ob zutreffend oder nicht kann ma natürlich nie sagen) darauf hin, dass die Billable-Vorstellungen anscheinend nicht entsprechend reduziert worden sein sollen, womit das Modell natürlich keinen Sinn mehr ergäbe.
Haha, das wäre ja ein Knaller. Da die Sache aber wohl mit Gehaltsreduzierung einhergeht, ist das aber mE nicht nachvollziehbar. Nachvollziehbar wäre es, wenn man eine Summe Billable-Total bis Partner vorgeben würde und sich dann der Track verlängert...
Naja, je weniger Billables, desto weniger ist pro Jahr im Topf. Wenn das nicht mit Gehaltsreduzierungen einher geht, bleibt das an den Partnern hängen, die dann weniger entnehmen können. Das regeln die deshalb so nicht.
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Strich
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Strich »

Ihr wisst schon, dass ich mit solchen Threads für § 23 Abs. 1 Nr. 2 ArbZG sammle? Der scheint mir bei Aussagen wie Sonntag ist normeler Arbeitstag, offensichtlich erfüllt zu sein.
Stehe zu deinen Überzeugungen soweit und solange Logik oder Erfahrung dich nicht widerlegen. Denk daran: Wenn der Kaiser nackt aussieht ist der Kaiser auch nackt ... .
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Jura2Punkt0 »

Ich finde es auch verwirrend, dass jeden Sonntag gearbeitet wird. Ich weiß noch bei KPMG. Wenn da mal was am dampfen war hat man beim Gewerbeaufsichtsamt geradezu betteln müssen und die haben mehr als 1x Nein gesagt.
Die Ausführungen in den Schriftsätzen erschöpfen sich zudem über weite Teile in persönlichen Angriffen auf Angehörige der Justiz; sie sind weit überwiegend obszöner, vulgärer und beleidigender Natur.
BVerfG, v. 23.10.18 -2 BvR 2153/18-Rn.(6)
Freedom
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Freedom »

Liebe Leute, es handelt sich um ein Gerücht. Ich bin doch jetzt etwas verwundert, wenn das hier gleich als Fakt hingestellt wird. Wie Gerüchte entstehen dürfte hinreichend bekannt sein.

Man suche sich eine bekannte Person / Institution / Kanzlei / usw. und suche sich etwas interessantes / Witziges / schockierendes / Klischeehaftes darüber aus. Anschließend erzähle man dies mehreren Personen. Und schon hört es eine vierte Person..."Ne, das wird schon stimmen, das habe ich von mehreren gehört" --> Mehrfach so erlebt unter Jurastudenten. Sehr zu meiner Verwunderung, gerade unter Jurastudenten.

Besagter Spruch kam über mehrere Ecken zustande. Da würde ich jetzt nicht so viel drauf geben. Wobei der Umsatz pro Berufsträger in einigen Kanzleien schon verwundert, sodass man sich fragt, ob dies wirklich nur durch besonders hohe Stundensätze zustandekommt.
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von guardini »

Freedom hat geschrieben: Freitag 1. Februar 2019, 15:05 Liebe Leute, es handelt sich um ein Gerücht. Ich bin doch jetzt etwas verwundert, wenn das hier gleich als Fakt hingestellt wird. Wie Gerüchte entstehen dürfte hinreichend bekannt sein.

Man suche sich eine bekannte Person / Institution / Kanzlei / usw. und suche sich etwas interessantes / Witziges / schockierendes / Klischeehaftes darüber aus. Anschließend erzähle man dies mehreren Personen. Und schon hört es eine vierte Person..."Ne, das wird schon stimmen, das habe ich von mehreren gehört" --> Mehrfach so erlebt unter Jurastudenten. Sehr zu meiner Verwunderung, gerade unter Jurastudenten.

Besagter Spruch kam über mehrere Ecken zustande. Da würde ich jetzt nicht so viel drauf geben. Wobei der Umsatz pro Berufsträger in einigen Kanzleien schon verwundert, sodass man sich fragt, ob dies wirklich nur durch besonders hohe Stundensätze zustandekommt.
Ein gutes Argument dafür, solche Gerüchte nicht auch noch weiterzuverbreiten, oder? Bekanntermaßen werden Gerüchte trotz der Einleitung "Ich habe es nur gehört, aber..." weitererzählt; freilich ohne entsprechende Einschränkung.
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von stilzchenrumpel »

Weil Gotshal & Manges hatte einen UBT von 1.052.000 Euro / Jahr.

Legen wir mal durchschnittlich 500 Euro/billable hour zugrunde (ich kenne das Leverage bei denen nicht, aber der Wert dürfte deutlich zu hoch angesetzt sein, wer zahlt quer über die Rechtsgebiete denn mehr als 300 Euro Für 1st year?), käme man auf ca. 2.100 billable hours pro Jahr pro Berufsträger. Bei 230 Arbeitstagen im Jahr immer noch 9 Stunden pro Tag alleine billable.

Aber denke mal die W/L ist Top ;)
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Tibor
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Tibor »

UBT geht durch Partner nach oben, die auch mal 500-800€ die Stunde abrechnen können. Zudem schießt der Wert hoch, wenn man fixed Honorar hat, aber deutlich weniger als das übliche Stundenvolumen benötigt, weil man Multiplikatoreffekte hat.
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von stilzchenrumpel »

Tibor hat geschrieben: Freitag 1. Februar 2019, 18:40 UBT geht durch Partner nach oben, die auch mal 500-800€ die Stunde abrechnen können. Zudem schießt der Wert hoch, wenn man fixed Honorar hat, aber deutlich weniger als das übliche Stundenvolumen benötigt, weil man Multiplikatoreffekte hat.
Bei Weil kommen 11 Equity Partner auf 65 Berufsträger.

Ich nahm bewusst die Kanzlei, weil sie laut Juve den höchsten UBT hat.
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Tibor
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Tibor »

Aber die 65 sind sicherlich und höchstens zu 20-30% echte 1st Years, oder? Wahrscheinlich ist die Quote bei dem Leverage noch geringer.
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stilzchenrumpel
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von stilzchenrumpel »

Ich habe jetzt meine Muße, alle 38 auf der Website gelisteten Associates durchzugehen, aber alphabetisch unter den ersten 10 sind mind. 3 von 2018 und 1 von Januar 2019 gewesen.

Lol @ kpmg. Als ob ne US GK da irgendwas beantragt. Eher ist es so, dass der Associate von Laptop aus kloppt oder ins Büro geht, damit er Montag überhaupt klar kommt.

Edit: ach was soll's, bin alle mal kurz durch. Würde sagen unter 7 der 38 sind länger 2016 Assessor, und in der Gruppe ab 2016 überwogen die 2017er und 2018er, zwei 2019er sind mir aufgefallen.

Unwahrscheinlich, dass man für 1st year bis 3rd year einen gewaltigen Unterschied hat im Stundensatz.

Ich glaube die kloppen einfach wie blöd Stunden ;)
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Atropos
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Atropos »

Was vielleicht auch eine Rolle spielt bei den Umsatzzahlen für so kleinere amerikanischen Satellitenbüros in Deutschland: Regelmäßig werden die kaum (knausrige) deutsche Mandanten haben und wenn das deutsche Büro in einen großen büroübergreifenden Fall mit reinrutscht, kann es passieren, dass die deutschen Associates nach den US-Rates vom betreuenden Hauptbüro abgerechnet werden. Amerikanische Stundensätze sind kein Vergleich zu Deutschland, da habe ich schon Sachen wie ~750$/Stunde für 2nd/3rd year Associates gensehen.
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Muirne
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Re: Erfahrungen über Eversheds Sutherland (Germany) LLP

Beitrag von Muirne »

je nach Dollarkurs nicht schockierend.

Das mit den Schlafräumen ist schon schräg. Das zieht nicht gerade, es sei denn, sie sind für den Mittagsschlaf.
»Natürlich ist das herablassend. Torquemada ist mir gegenüber herablassend, ich bin esprit gegenüber herablassend. So ist die Nahrungskette in diesem Forum nunmal.« - Swann
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