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GetMeOut
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Beitrag von GetMeOut »

Joshua hat geschrieben: Samstag 11. April 2026, 12:36 Die Frage, welche sozialen Schichten an der Front sterben, ist komplex und stark vom jeweiligen historischen Kontext abhängig. Grundsätzlich lässt sich jedoch feststellen, dass in den meisten Kriegen die untere und mittlere soziale Schicht überproportional in den Kampfhandlungen vertreten ist und somit das höchste Sterberisiko trägt.
Solange nur Männer zum Dienst verpflichtet werden können, obwohl auch Frauen fähig mit Waffen und militärischen Gefahren umgehen können (was Israel eindrucksvoll beweist), wird es eine öffentliche Diskussion dazu nicht geben. Männer haben nun einmal kulturell einen beträchtlich geringeren Wert als Frauen. Von ihnen wird Aufopferung erwartet ("Frauen und Kinder zuerst"). An dieser kulturell-normativen Grundlage, die der Gesetzgeber an verschiedenen Stellen in gewisser Hinsicht positiviert hat (z.B. § 9 SBGG und § 3 Abs. 2 WPflG), hat auch die moderne Heerschar an Gleichstellungsbeauftragten nichts geändert.

Es betrifft das eigentliche Thema zwar nicht, aber aus Sicht der Konfliktforschung hat eine rein männliche Wehrpflicht dann doch durchaus eine Berechtigung, falls und solange es einen demographischen "Youth Bulge" gibt (was bei uns nicht mehr der Fall ist). Man beachte dazu etwa die Forschung von Gunnar Heinsohn (u.a. hier im Interview).
Joshua
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Beitrag von Joshua »

Ja, du hast vollkommen recht: Die Wehrpflicht wirft neben Fragen der sozialen Gerechtigkeit u.a. auch solche der Geschlechtergerechtigkeit auf. Sicher ist jedenfalls, dass die sesselpupsenden Säusler der Wehrhaftigkeit in der Regel jeden und jede meine, nur nicht die eigene Tochter oder den eigenen Sohn.

Ich bin in der Abwägung sogar für die Wehrpflicht, weil eine reine Berufsarmee meist noch größere Schieflagen produziert. Da die Landesverteidigung eine grundgesetzliche Aufgabe ist, sollte sie auch bürgerlich organisiert werden. Aber sie muss
1. sozial ausgewogen sein, sie muss
2. Leute mit Migrationshintergrund effektiv genauso betreffen, und sie muss
3. absolut geschlechtergerecht sein.

Wenn die Professorentochter exakt das gleiche Risiko trägt, an der Front ganz vorne zu stehen wie die Fabrikarbeitersohn - dann haben wir die Debatte über Kriegstüchtigkeiten, den Wert der Diplomatie, das „Lieber 100 Stunden umsonst verhandeln, als eine Minute schießen.“ reloaded usw.

NUR DANN.
Zuletzt geändert von Joshua am Samstag 11. April 2026, 21:30, insgesamt 1-mal geändert.

„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
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Beitrag von Gürteltier »

Joshua hat geschrieben: Samstag 11. April 2026, 20:46 2. Leute mit Migrationshintergrund effektiv genauso betreffen
Sofern du damit Personen mit anderer Staatsangehörigkeit meinst: Das sollte völker(rechtlich) heikel sein.

Sofern du eingebürgerte Deutsche mit Migrationshintergrund meinst: Wieso sollten die nicht betroffen sein? Sie sind ja sogar - deiner These folgend - tendenziell Teil niedriger verorteter Milieus. :-({|=
Joshua
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Beitrag von Joshua »

Hier scheint es Hobby mancher Leute zu sein, Posts bewusst misszuverstehen und andere Menschen für dumm zu verkaufen. Diese Hybris schadet. Natürlich ist die Wehrpflicht an die Staatsbürgerschaft zu knüpfen, und man darf also getrost "Leute" durch "Deutsche" ersetzen. Deswegen war der Oberbegriff auch "bürgerlich organisiert" (Lesen im Kontext hilft). Im Übrigen kann es nicht schaden, sich vor einem Posting mal mit empirischen Fakten vertraut zu machen.
Zuletzt geändert von Joshua am Samstag 11. April 2026, 21:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Gürteltier »

Erleuchte mich: Wie mogeln sich die Migrationshintergründler um den Dienst?
Joshua
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Beitrag von Joshua »

Was hat deine Recherche ergeben?

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Joshua
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Beitrag von Joshua »

Hast du überhaupt irgendwas recherchiert? Vielleicht auch dazu, wer genau vertritt, dass die Bundeswehr einen höheren Anteil an Soldaten mit Migrationshintergrund haben sollte, idealiter einen solchen, der ihren Anteil an der Bevölkerung spiegelt? Und wer das so rein gar nicht gutheißen würde? Und auf wessen Mühlen es Wasser wäre, wenn es künftig dabei bliebe, dass z.B. nur 1500-3000 Muslime in der Bundeswehr sind? Und wer das in einer Verteidigungssituation gnadenlos ausnützen würde, um eine ganze Gruppe als "vaterlandslos" zu brankmarken?

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Beitrag von Gürteltier »

Wir haben keinen verpflichtenden Wehrdienst. Welche Relevanz hat der Anteil an freiwilligen Berufssoldaten darauf, ob die Wehrpflicht auch migrantische Milieus ordentlich erfasst? Wer macht hier den Logikfehler.

Denn Zahlen dazu, wie viele Menschen mit Migrationshintergrund in der Bundeswehr mit hypothetischem Pflichtwehrdienst vertreten wären, gibt es aus naheliegenden Gründen nicht. Die Gesellschaft hat sich seit 2011 ja auch nicht erheblich verändert - das beklagst du ja in Parallelthreads rauf und runter.

Aber naja, mal wieder ein Post von Joshua à la “angry M&M”-Meme und der Bildunterschrift “Muslime”. Vorhersehbar ;)
Joshua
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Beitrag von Joshua »

War doch zB 2001 nicht anders.
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 68805.html

Im Übrigen verkennst du vollständig meine Zielsetzung, zu der ich schrieb:

"Vielleicht auch dazu, wer genau vertritt, dass die Bundeswehr einen höheren Anteil an Soldaten mit Migrationshintergrund haben sollte, idealiter einen solchen, der ihren Anteil an der Bevölkerung spiegelt? Und wer das so rein gar nicht gutheißen würde? Und wer das in einer Verteidigungssituation gnadenlos ausnützen würde, um eine ganze Gruppe als "vaterlandslos" zu brankmarken?"

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Beitrag von Gürteltier »

Joshua hat geschrieben: Samstag 11. April 2026, 23:19 War doch zB 2001 nicht anders.
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 68805.html

Im Übrigen verkennst du vollständig meine Zielsetzung, zu der ich schrieb:

"Vielleicht auch dazu, wer genau vertritt, dass die Bundeswehr einen höheren Anteil an Soldaten mit Migrationshintergrund haben sollte, idealiter einen solchen, der ihren Anteil an der Bevölkerung spiegelt? Und wer das so rein gar nicht gutheißen würde? Und wer das in einer Verteidigungssituation gnadenlos ausnützen würde, um eine ganze Gruppe als "vaterlandslos" zu brankmarken?"
Soll man jetzt dezidiert darauf hinwirken, mehr migrantische Bundeswehrsoldaten in der Truppe zu haben, damit man der AfD ihr rassistisches Narrativ bereits präventiv "wegnimmt"? Was ist das denn für ein verquerer und darüber hinaus auch etwas problematischer Ansatz.

Das wäre so, als würde man fordern, Frauen gezielt aus Führungspositionen fernzuhalten, damit Sexisten keinen Anlass haben zu behaupten, Frauen seien schlechte Chefs. Schlicht gesagt: Man bekämpft ein rassistisches Narrativ nicht, indem man Personalpolitik so betreibt, als könnte dieses Narrativ zutreffen.
Joshua
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Beitrag von Joshua »

Erschreckend, mit wie wenig Faktenkenntnis du hier argumentierst.

1. Erst wolltest du mir einen Logikfehler nachweisen, ohne recherchiert zu haben, wie die betreffenden Zahlen VOR der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 waren.

2. Auch sonst hast du offenbar wenig oder nichts recherchiert zu diesem Thema, was umso bemerkenswerter ist, als du dich in einer durch locker-leicht anmutende "M&M"-Figurationen pseudogemilderten, in Wirklichkeit aber einmal mehr zutiefst diffamierenden Weise geäußert hast ;) Du solltest z.B. wissen, dass entsprechende Forderungen gerade aus der progressiven Ecke kommen und NICHTS mit den von dir unterstellten Grundannahmen zu tun haben:

"Eine Frage des Vertrauens: Warum die Bundeswehr mehr Menschen mit Migrationshintergrund braucht",
heißt es etwa unter: https://www.svr-migration.de/presse/war ... nd-braucht

"Verquer" ist an dieser Forderung rein gar nichts.

3. Dass rechte Propaganda damit arbeiten könnte und wahrscheinlich zunehmend auch würde, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen "unser Land nicht verteidigen", sollte dir bekannt sein, z.B. auch vor dem Hintegrund der Nazi-Propagnda, Juden hätten im Ersten Weltkrieg nicht hinreichend für Deutschland gedient, was ein zentrales antisemitisches Narrativ war.

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Beitrag von Joshua »

Gürteltier hat geschrieben: Samstag 11. April 2026, 23:37 Das wäre so, als würde man fordern, Frauen gezielt aus Führungspositionen fernzuhalten, damit Sexisten keinen Anlass haben zu behaupten, Frauen seien schlechte Chefs.
Das entspricht auch nicht im Entferntesten dem Muster meines Arguments und entbehrt infolgedessen in dem Versuch einer "argumentationsmusterbezogenen" Analogie nun wirklich jeder Logik. Du stellst die Logik gleichsam auf den Kopf. Denn Frauen von Führungspositionen fernzuhalten, wäre eine Maßnahme zu Lasten der Betroffenen in Abweichung von der Geschlechtergerechtigkeit, die sich aus dem Proporzgedanken ergibt, wohingegen ein bevölkerungsanteilsentsprechender Migrantenanteil an der Truppe gerade GEGENTEILIG dem Proporzgedanken entspräche.

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Beitrag von Gürteltier »

Als glühender Verfechter der Logik abstrahierst du hier lediglich im Millimeterbereich - schade!
Joshua
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Beitrag von Joshua »

Genauer bitte.

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Egon Bahr 2013
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Beitrag von Joshua »

Nochmals die Frage an dich, Gürteltier: Warum sollte das nur der logische "Milimeterbereich" sein?

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