USA/Venezuela

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Schnitte
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Beitrag von Schnitte »

Da sich der nächste Krisenherd unter unseren Augen zusammenbraut, denke ich, das hat einen eigenen Thread verdient. In der Karibik kreuzen reihenweise amerikanische Kriegsschiffe (Link); ständig versenken die Amerikaner Drogenkurierboote; und heute bringen sie einen venezolanischen Öltanker auf. Derweil mobilisiert Venezuela seine Milizen. Es ist, denke ich, offensichtlich, dass es in nicht so ferner Zukunft zu einem Militärschlag gegen Venezuela kommen wird - wenn auch Trump vermutlich vor einer Bodeninvasion zurückschrecken wird, dann doch zumindest Luftangriffe. Das ist in der Geschichte Lateinamerikas natürlich auch nichts neues (und ebenfalls aus Tropico bekannt...), könnte aber doch zu vielen Opfern führen.
"Das Vertragsrecht der Bundesrepublik Deutschland und die gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten, die Erfüllung von Verträgen zu erzwingen…verstoßen nicht gegen göttliches Recht."

--- Offizialat Freiburg, NJW 1994, 3375 (Leitsatz der Redaktion)
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Beitrag von GetMeOut »

Den Einsatz von Bodentruppen halte ich auch für unwahrscheinlich. Trumps doch recht isolationistischer Basis wäre das kaum zu verkaufen, auch wenn das Verteidigungsministerium seit Kurzem den martialischen Namen Kriegsministerium trägt.

In der aktuellen nationalen Sicherheitsstrategie wird der Kampf gegen den internationalen Drogenhandel gleich mehrfach erwähnt. Dass hier dringender Handlungsbedarf besteht, ist auch offenkundig. Bei jungen Amerikanern ist der Drogentod die führende Todesursache. Zum Vergleich: Die jährliche Zahl amerikanischer Drogentote übersteigt bei weitem die Zahl aller gefallenen US-Soldaten im Vietnamkrieg.

Ob und inwiefern Raketenschläge gegen (mutmaßliche) Drogenkuriere das richtige Mittel der Wahl sind, will ich nicht abschließend beurteilen.
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Strich
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Beitrag von Strich »

Der Krieg gegen Drogen ist doch nur vorgeschoben. Venezuela spielt da keine große Rolle. Das Cocain kommt aus Kolumbien und das Fentanyl wird in Mexico mit chinesischer Hilfe gebraut. Trump will an das Öl. Damit würde er übers Eck auch Russland in die Knie zwingen, weil deren Wirtschaft massiv vom Ölpreis abhängt.
Stehe zu deinen Überzeugungen soweit und solange Logik oder Erfahrung dich nicht widerlegen. Denk daran: Wenn der Kaiser nackt aussieht ist der Kaiser auch nackt ... .
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Beitrag von Gürteltier »

Strich hat geschrieben: Donnerstag 11. Dezember 2025, 15:56 Der Krieg gegen Drogen ist doch nur vorgeschoben. Venezuela spielt da keine große Rolle. Das Cocain kommt aus Kolumbien und das Fentanyl wird in Mexico mit chinesischer Hilfe gebraut. Trump will an das Öl. Damit würde er übers Eck auch Russland in die Knie zwingen, weil deren Wirtschaft massiv vom Ölpreis abhängt.
Ich meine auch, dass das so kolportiert wird ^^

Es macht doch auch ernsthaft keinen Sinn, die massiven Drogenprobleme in bestimmten gesellschaftlichen Milieus der USA damit lösen zu wollen, dass man militärisch in Venezuela interveniert.

Nicht, dass es die eine super simple Antwort gäbe - dafür hat man das Problem doch viel zu lange laufen lassen…
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Schnitte
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Beitrag von Schnitte »

Und es geht los.
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Beitrag von GetMeOut »

Grönland wird dann vielleicht in der dritten Amtszeit befreit.
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Beitrag von Gürteltier »

Gilt dann die Beendigung des selbst gestarteten Krieges auch für den Friedensnobelpreis?

Aber mal ernsthaft: Wie geht das denn jetzt dort weiter?
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Beitrag von Gürteltier »

GetMeOut hat geschrieben: Samstag 3. Januar 2026, 10:14 Grönland wird dann vielleicht in der dritten Amtszeit befreit.
Daran musste ich leider auch heute Morgen denken…
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Beitrag von KMR »

Gürteltier hat geschrieben: Samstag 3. Januar 2026, 10:15 Gilt dann die Beendigung des selbst gestarteten Krieges auch für den Friedensnobelpreis?

Aber mal ernsthaft: Wie geht das denn jetzt dort weiter?
Spannend wäre wohl, ob man sich (danach) Kuba (Sozialismus oder wie auch immer man das nennen will) oder Kolumbien (tatsächliches Vorgehen gegen Kokain/Flüchtlingsrouten) vornehmen will.

Die Venezolaner haben gegen den Regime-Wechsel wohl weniger etwas einzuwenden, sofern er halbwegs gewaltfrei verliefe. Maduro wird weitgehend gehasst; insofern unterscheidet sich der Konflikt gegenüber anderen Diktaturstürzen der letzten 15-20 Jahre, die teilweise ein gewisses Unterstützerlager hatten.
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Beitrag von KMR »

Gürteltier hat geschrieben: Samstag 3. Januar 2026, 10:16
GetMeOut hat geschrieben: Samstag 3. Januar 2026, 10:14 Grönland wird dann vielleicht in der dritten Amtszeit befreit.
Daran musste ich leider auch heute Morgen denken…
Was passiert denn dann, wenn Dänemark den Bündnisfall nach Art. 5 NATO-Vertrag ausruft? Geht das überhaupt bei dem Angriff durch einen Vertragsstaat?
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Beitrag von Gürteltier »

Die ham den Präsidenten gekidnappt???
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Beitrag von Gürteltier »

KMR hat geschrieben: Samstag 3. Januar 2026, 10:29
Gürteltier hat geschrieben: Samstag 3. Januar 2026, 10:16
GetMeOut hat geschrieben: Samstag 3. Januar 2026, 10:14 Grönland wird dann vielleicht in der dritten Amtszeit befreit.
Daran musste ich leider auch heute Morgen denken…
Was passiert denn dann, wenn Dänemark den Bündnisfall nach Art. 5 NATO-Vertrag ausruft? Geht das überhaupt bei dem Angriff durch einen Vertragsstaat?
Afaik nicht geregelt (wer käme darauf?).

Theoretisch gibts auch noch ne Beistandspflicht aus den EU-Vertragen, wobei da der Sonderstatus Grönlands mir nicht ganz klar ist.
KMR
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Beitrag von KMR »

Gürteltier hat geschrieben: Samstag 3. Januar 2026, 10:30 Die ham den Präsidenten gekidnappt???
Die Eilmeldung kam nach meinem Post. Wenn das so sein sollte, dann ist das ja ein flottes Ende.
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Beitrag von FKN993 »

Das ist ja wirklich der Wahnsinn. Würde mal behaupten, dass da Profis am Werk waren.
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Schnitte
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Beitrag von Schnitte »

KMR hat geschrieben: Samstag 3. Januar 2026, 10:29 Was passiert denn dann, wenn Dänemark den Bündnisfall nach Art. 5 NATO-Vertrag ausruft? Geht das überhaupt bei dem Angriff durch einen Vertragsstaat?
Der Bündnisfall wird ja durch den NATO-Rat festgestellt (in dem die USA natürlich auch vertreten sind), nicht einseitig durch den angegriffenen Staat. Das Szenario eines Krieges zwischen zwei NATO-Staaten wurde übrigens tatsächlich schon diskutiert - bei Dänemark/USA halte ich das für völlig abwegig (weil man bei Trump zwischen Rhetorik und Handeln differenzieren muss), aber Griechenland und die Türkei waren da schon wiederholt dicht dran.
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