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Beitrag von GetMeOut »

Trump accepts Nobel medal from Venezuelan opposition leader Machado
Venezuelan opposition leader Maria Corina Machado gave her Nobel Peace Prize medal to U.S. President Donald Trump on Thursday during a White House meeting, in a bid to influence his efforts to shape her country’s political future.

A White House official confirmed that Trump intends to keep the medal.

In a social media post on Thursday evening, Trump wrote: “Maria presented me with her Nobel Peace Prize for the work I have done. Such a wonderful gesture of mutual respect. Thank you Maria!”
Wer hatte das für 2026 auf seiner Bingokarte?
Gürteltier
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Beitrag von Gürteltier »

Macht man bei “Trump bekommt Friedensnobelpreis” nun eigentlich ein Kreuz oder nicht?
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Beitrag von GetMeOut »

Eine gute Frage. Und als Folgefrage: Wird die Nobelstiftung künftig auf Vertragsstrafeversprechen setzen, um sich nicht erneut vorführen zu lassen?
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Beitrag von Gürteltier »

Wer hat hier wen vorgeführt außer Trump sich selbst? Welche Person auf der Welt denkt sich denn tatsächlich: “Cooler Move”?
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Beitrag von GetMeOut »

Gürteltier hat geschrieben: Freitag 16. Januar 2026, 17:45 Wer hat hier wen vorgeführt außer Trump sich selbst? Welche Person auf der Welt denkt sich denn tatsächlich: “Cooler Move”?
Da ist bei dir wohl ein wenig der Wunsch Vater des Gedankens.

Schau dir doch die Reaktionen aus Norwegen an. Natürlich wird die "Übertragung" als Respektlosigkeit und Affront seintes Machados empfunden.
Raymond Johansen, the Labour former governing mayor of Oslo who is now secretary general of Norwegian People’s Aid, said the situation was “unbelievably embarrassing and damaging”.

He said Machado’s actions could damage the reputation of the Nobel peace prize and the Nobel committee.

“This is unbelievably embarrassing and damaging to one of the world’s most recognised and important prizes. The awarding of the prize is now so politicised and potentially dangerous that it could easily legitimise an anti-peace prize development,” he wrote on Facebook.
Quelle: https://www.theguardian.com/world/2026/ ... oliticians
Professor Janne Haaland Matlary, a former politician, called the incident "completely unheard of" and said it reflected a lack of respect for the prize on Machado's part. "It's a meaningless act, because you can't give away an award. It's the award itself, the honour of getting it. So this is very pathetic, I have to say," she said.
Quelle: https://www.ndtv.com/world-news/unbelie ... w-10764834

Man kann zu Trump stehen wie man will. Aber man muss schon anerkennen, was ihm gelungen ist: Eine weitere Politisierung des Friedensnobelpreises. Ihm ging es nie um den Preis, denn selbstverständlich wusste er, dass er diesen nicht erhalten würde. Vielmehr wollte er - in Reaktion auf die Verleihung des Preises für Obama (ein ganz eingenes Thema) - das Ansehen des Preises schädigen. Dass er eine Nobelpreisträgerin nun erfolgreich in seine Sache einspannen konnte, und gemeinsam mit Machado den Preis entwüdigt, kann man doch nicht ernsthaften bestreiten.
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Beitrag von famulus »

"Man kann zu [...] stehen wie man will. Aber" ="Ich finde [...] super geil!"
GetMeOut hat geschrieben: Freitag 16. Januar 2026, 18:25 Ihm ging es nie um den Preis, denn selbstverständlich wusste er, dass er diesen nicht erhalten würde. Vielmehr wollte er - in Reaktion auf die Verleihung des Preises für Obama (ein ganz eingenes Thema) - das Ansehen des Preises schädigen. Dass er eine Nobelpreisträgerin nun erfolgreich in seine Sache einspannen konnte, und gemeinsam mit Machado den Preis entwüdigt, kann man doch nicht ernsthaften bestreiten.
Da ist bei dir wohl ein wenig der Wunsch Vater des Gedankens.
»Ich kenne den Schmerz, den ich hatte, weil ich zweimal die Vorhaut mit dem Reißverschluss mitgenommen habe, so dass dieser - also Reißverschluss - einmal in einer Klinik entfernt werden musste.« - Chefreferendar
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Beitrag von GetMeOut »

famulus hat geschrieben: Freitag 16. Januar 2026, 21:09 "Man kann zu [...] stehen wie man will. Aber" ="Ich finde [...] super geil!"
GetMeOut hat geschrieben: Freitag 16. Januar 2026, 18:25 Ihm ging es nie um den Preis, denn selbstverständlich wusste er, dass er diesen nicht erhalten würde. Vielmehr wollte er - in Reaktion auf die Verleihung des Preises für Obama (ein ganz eingenes Thema) - das Ansehen des Preises schädigen. Dass er eine Nobelpreisträgerin nun erfolgreich in seine Sache einspannen konnte, und gemeinsam mit Machado den Preis entwüdigt, kann man doch nicht ernsthaften bestreiten.
Da ist bei dir wohl ein wenig der Wunsch Vater des Gedankens.
Willst du vielleicht erklären, worauf die Unterstellung beruht?

Und warum ignorierst du die Reaktionen und Bedenken aus Norwegen? Die Folgen von Trumps und Machados Handeln macht man doch nicht dadurch ungeschehen, dass man sie krampfhaft negiert oder ausblendet.
Joshua
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Beitrag von Joshua »

Der liberale kanadische Premier (seit März 2025 im Amt) setzte auf internationale Zusammenarbeit – und schlägt nun in seiner Davos-Rede Töne an, die den gesamten Westen aufrütteln sollten.

Kernbotschaft: Der Westen lebte jahrzehntelang mit einer Lüge bzw, in einer bequemen Illusion. Diese lautete, die Weltordnung sei „regelbasiert“ und verspreche Sicherheit, Fairness und gegenseitigen Nutzen. Das stimmte noch nie – doch die Illusion konnte aufrecht erhalten werden, solange die amerikanische Dominanz Stabilität garantierte. Heute treten aber wieder offen Machtpolitik und Erpressung (etwa durch Handel) zutage, und der Westen muss erkennen: Er hat mitgespielt, geschwiegen – und eine Ordnung gestützt, die nur vorgab, gerecht zu sein.
Quelle: https://www.bild.de/politik/ausland-und ... 9d7ec5d017

Das ist das, was ich hier vor einiger Zeit bereits gepostet hatte.

Es ist gut, wenn sich wieder so etwas eine gewisse Erkenntnisfähigkeit durchsetzt, die magisches Denken, Pollyanna-Denken und Palmström-Logik ersetzt.

„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
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Beitrag von Joshua »

Joshua hat geschrieben: Sonntag 11. Januar 2026, 22:34
famulus hat geschrieben: Sonntag 11. Januar 2026, 20:17
Womit erklärst du dir denn die Entstehung und die Aufrechterhaltung des Völkerrechts* durch ganz weite Teile der Welt?
“[...] da ihr ebenso gut wie wir wisst, dass Recht im menschlichen Verkehr nur bei gleichem Kräfteverhältnis zur Geltung kommt, die Stärkeren aber alles in ihrer Macht Stehende durchsetzen und die Schwachen sich fügen.“

Thukydides
, Der Peloponnesische Krieg, 2000, 452, V. Buch, § 89.
Das schrieb ich hier ergänzend.

Und worauf rekurriert der kanadische Premier heute?
Die Macht der weniger Mächtigen beginnt mit Ehrlichkeit. Jeden Tag werden wir daran erinnert, dass wir in einer Ära der Rivalität zwischen Großmächten leben. Dass die auf Regeln basierende Ordnung verblasst. Dass die Starken tun, was sie können, und die Schwachen leiden, was sie müssen.
Darum neigen Staaten dazu, nachzugeben

Dieser Aphorismus von Thukydides wird als unvermeidlich dargestellt – als natürliche Logik der internationalen Beziehungen, die sich wieder durchsetzt. Angesichts dieser Logik neigen Länder stark dazu, sich anzupassen, um zurechtzukommen. Um entgegenzukommen. Um Ärger zu vermeiden. In der Hoffnung, dass Konformität Sicherheit bringt. Das wird sie nicht.
Quelle: https://www.bild.de/politik/ausland-und ... 9d7ec5d017, Hervorhebung nicht im Original.

„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
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Beitrag von Gürteltier »

Deine Kenntnis der antiken griechischen(?) Mythologie in Ehren - was bringt uns das? (Also ehrlich, es erschließt sich mir noch nicht ganz, wie das die Diskussion antreibt!)
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Beitrag von GetMeOut »

Joshua hat geschrieben: Mittwoch 21. Januar 2026, 13:28 Der liberale kanadische Premier (seit März 2025 im Amt) setzte auf internationale Zusammenarbeit – und schlägt nun in seiner Davos-Rede Töne an, die den gesamten Westen aufrütteln sollten.

Kernbotschaft: Der Westen lebte jahrzehntelang mit einer Lüge bzw, in einer bequemen Illusion. Diese lautete, die Weltordnung sei „regelbasiert“ und verspreche Sicherheit, Fairness und gegenseitigen Nutzen. (...)
Ich sehe nicht, dass eine solche Illusion bestanden hat. In der Völkerrechtsordnung seit 1945 war doch stets klar, dass die USA - und früher die UdSSR, heute die VR China - als hegemoniale Ordnungsmacht implementiert sind. Eine regelbasierte Ordnung dergestalt, dass alle Staaten denselben Rang haben, besteht nur für die Akteure im Schatten der Großmächte. Es handelte sich hier schon immer um eine Privilegienordnung (was man auch an der Sitzverteilung der ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat ablesen kann).

Die wirkliche Illusion bezieht sich darauf, dass man es sich unter dem Schutzschirm der USA bequem gemacht hat und glaubte, die Rahmenbedingungen würden sich nicht ändern. Über Jahrzehnte hinweg haben wir in Verteidigung, innere Sicherheit, Informations- und Hochtechnologie usw. zu wenig investiert, um stattdessen von den Entwicklungen in den USA zu profitieren. Wir diskutieren ernsthaft über sozialen Luxus wie eine 4-Tage-Woche, erhöhen rein ideologisch getrieben die Energiekosten des gesamten Landes, lähmen Unternehmen mit mehr und mehr Regulierung, während das Produktivitäts- und Wohlstandsgefälle zwischen der EU und den USA immer weiter zunimmt.

Statt ein ernstzunehmender, unverzichtbarer Partner in Handel und Verteidigung zu bleiben und uns entsprechend weiterzuentwickeln, haben wir uns selbst geschwächt und uns durch unsere Abhängigkeit erpressbar gemacht. Das ist es, was uns nun auf die Füße fällt: unsere selbstverschuldete Schwäche. Und für eine Genesungskur besteht keine politische Mehrheit.
Joshua
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Beitrag von Joshua »

Gürteltier hat geschrieben: Mittwoch 21. Januar 2026, 14:22 Deine Kenntnis der antiken griechischen(?) Mythologie in Ehren - was bringt uns das? (Also ehrlich, es erschließt sich mir noch nicht ganz, wie das die Diskussion antreibt!)
Das stellt aber eben den Kern der Rede dar.

Nach vorne gerichtet fordert er mehr und pragmatischere Allianzen der Mittelmächte:
Die Frage für Mittelmächte wie Kanada ist nicht, ob wir uns an diese neue Realität anpassen sollen. Das müssen wir. Die Frage ist, ob wir uns anpassen, indem wir einfach höhere Mauern bauen – oder ob wir etwas Ehrgeizigeres tun können.

[...]

In den letzten sechs Monaten haben wir zwölf weitere Handels- und Sicherheitsabkommen auf vier Kontinenten unterzeichnet. In den letzten Tagen haben wir neue strategische Partnerschaften mit China und Katar geschlossen. Wir verhandeln über Freihandelsabkommen mit Indien, ASEAN, Thailand, den Philippinen und Mercosur. Um zur Lösung globaler Probleme beizutragen, verfolgen wir eine variable Geometrie – unterschiedliche Koalitionen für unterschiedliche Themen, basierend auf Werten und Interessen.

[...]

Im Bereich des plurilateralen Handels setzen wir uns für Bemühungen ein, eine Brücke zwischen der Transpazifischen Partnerschaft und der Europäischen Union zu schlagen und einen neuen Handelsblock mit 1,5 Milliarden Menschen zu schaffen. Im Bereich der kritischen Mineralien bilden wir Käuferclubs, die in der G7 verankert sind, damit die Welt ihre Versorgung diversifizieren und sich von einer konzentrierten Versorgung lösen kann.

Im Bereich der künstlichen Intelligenz arbeiten wir mit gleichgesinnten Demokratien zusammen, um sicherzustellen, dass wir letztendlich nicht gezwungen sind, zwischen Hegemonialmächten und Hyperscalern zu wählen.

Das ist kein naiver Multilateralismus. Es ist auch kein Verlass auf geschwächte Institutionen. Es geht darum, Koalitionen zu bilden, die funktionieren, Thema für Thema, mit Partnern, die genügend Gemeinsamkeiten haben, um gemeinsam zu handeln. In einigen Fällen wird dies die große Mehrheit der Nationen sein.

Und es entsteht ein dichtes Netz von Verbindungen in den Bereichen Handel, Investitionen und Kultur, auf das wir bei zukünftigen Herausforderungen und Chancen zurückgreifen können. Mittlere Mächte müssen gemeinsam handeln, denn wer nicht mit am Tisch sitzt, landet auf der Speisekarte.
Quelle: https://www.bild.de/politik/ausland-und ... 9d7ec5d017, Hervorhebung nicht im Original

Mir ist diese Rede sehr wichtig, weil sie den richtigen Weg weißt. Wir brauchen kluge Allianzen der Mittelmächte, möglichst in vielen Bereichen, und ggf. lassen sich daraus auch neue Verteidigungsbündnisse neben oder anstelle der NATO entwickeln.

Wir brauchen auch Wertegemeinschaften. Es nützt nichts, mit Nationen, die das Völkerrecht missachten, wie u.a. die USA, in Bündnissen zu kleben, die keine Sicherheit bieten.

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Beitrag von Strich »

Nur das es halt international den Fuchs interessiert, was der Kanadische PM erzählt.
Stehe zu deinen Überzeugungen soweit und solange Logik oder Erfahrung dich nicht widerlegen. Denk daran: Wenn der Kaiser nackt aussieht ist der Kaiser auch nackt ... .
- Daria -

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Beitrag von KMR »

Strich hat geschrieben: Donnerstag 22. Januar 2026, 09:40 Nur das es halt international den Fuchs interessiert, was der Kanadische PM erzählt.
Daneben finde ich es ja zu amüsant, dass Joshua ausgerechnet die Bild alias Axel-Springer nutzt und erneut postuliert, dass man ein Gegengewicht (!) zu den USA bilden könne - ein herrlicher Schenkelklopfer in dieser düsteren Zeit.

Ohne die USA sind wir in jeder Hinsicht blank; rohstofftechnisch, militärisch, selbst im Bereich der inneren Sicherheit wegen Nachrichtendienste, wirtschaftlich, da mit China weiterhin der wichtigste Export-Partner usw.
Joshua
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Beitrag von Joshua »

KMR hat geschrieben: Donnerstag 22. Januar 2026, 10:05
Strich hat geschrieben: Donnerstag 22. Januar 2026, 09:40 Nur das es halt international den Fuchs interessiert, was der Kanadische PM erzählt.
Daneben finde ich es ja zu amüsant, dass Joshua ausgerechnet die Bild alias Axel-Springer nutzt und erneut postuliert, dass man ein Gegengewicht (!) zu den USA bilden könne - ein herrlicher Schenkelklopfer in dieser düsteren Zeit.

Ohne die USA sind wir in jeder Hinsicht blank; rohstofftechnisch, militärisch, selbst im Bereich der inneren Sicherheit wegen Nachrichtendienste, wirtschaftlich, da mit China weiterhin der wichtigste Export-Partner usw.
Ich nutzte lediglich die deutsche Übersetzung der Rede, und die stand dort eben.

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