Neues von Trump: Das „Board of Peace“
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Gürteltier
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Ach Joshua, lass doch der iranischen Diaspora wenigstens die Freude über den Tod eines brutalen Machthabers.
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Joshua
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Wo habe ich hier gesagt, dass sich Menschen nicht freuen dürften über den Tod eines Tyrannen? Lies doch einfach mal, was ich gesagt habe. Vielleicht verstehst du, dass das keine Kritik an den Jubelnden ist, sondern an der Berichtserstattung unter Erwägungen der Neutralitätspflicht und des Kontextualisierungsgebots.Joshua hat geschrieben: Dienstag 3. März 2026, 20:04 Tobias Riegel spricht mir aus der Seele: Die Bilder der feiernden Menschen sollen Repräsentativität vermitteln; sie sind in dieser Funktion nur eines: Manipulativ. Wenn das einfach so in den Nachrichten gezeigt wird, ohne es zu kontextualiseren, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich möglichweise um kleine Minderheiten handelt bzw. wir nicht wissen, welche Anteile der dortigen Bevölkerung sich freuen und welche vielleicht trauern, dann ist das Propoganda.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=147080Aktuell verbreitete Videos von feiernden Menschen im Iran sagen nichts über die tatsächliche Meinung der iranischen Bevölkerung zum US-israelischen Angriffskrieg aus (selbst wenn sie echt sind). Vielmehr sagt die Nutzung der Bilder eine Menge über Journalisten aus, die die Bürger hierzulande mit emotionalen und unter Manipulationsverdacht stehenden Film-Schnipseln zu Sympathisanten des neuesten US-Kriegs erziehen möchten. Ein Kommentar von Tobias Riegel.
Daher:
Klassischer Strohmann-Fehlschluss, so traurig, da ich diesen gerade thematisiert hatte.
Zudem:
Logikverletzung durch Themenwechsel (sog. Red Herring). Gürteltier antwortet nicht auf die Kritik an der medialen Darstellung, sondern unterstellt, ich wolle den Menschen ihre Freude verbieten (was nicht mein Thema war, nicht mal im Ansatz).
„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
Egon Bahr 2013
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Joshua
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Um es noch mal logisch zu analysieren:
Der Antwortende baut ein Zerrbild meiner Position auf.
Meine Position: „Die Medien nutzen diese Bilder manipulativ/unseriös.“ (Ebene: Medienethik)
Die Strohpuppe: „Joshua ist gegen die Freude der Diaspora.“ (Ebene: Moral/Emotion)
Der Effekt: Er greift die Strohpuppe an („Lass ihnen doch die Freude“), weil er gegen mein eigentliches Argument (die fehlende Repräsentativität) keine logischen Gegenbeweise hat.
Der Antwortende baut ein Zerrbild meiner Position auf.
Meine Position: „Die Medien nutzen diese Bilder manipulativ/unseriös.“ (Ebene: Medienethik)
Die Strohpuppe: „Joshua ist gegen die Freude der Diaspora.“ (Ebene: Moral/Emotion)
Der Effekt: Er greift die Strohpuppe an („Lass ihnen doch die Freude“), weil er gegen mein eigentliches Argument (die fehlende Repräsentativität) keine logischen Gegenbeweise hat.
„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
Egon Bahr 2013
- Schnitte
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Die Frage, die der Irankrieg für mich aufwirft, ist: Bisher hat ja jede Kritik an der bedingungslosen Unterstützung für die Ukraine demjenigen, der sie geäußert hat, die Bezeichnung "Putin-Troll" eingebracht. Ist man dann jetzt also ein "Ajatollah-Troll", wenn man die amerikanisch-israelischen Aktionen im Iran kritisiert?
"Das Vertragsrecht der Bundesrepublik Deutschland und die gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten, die Erfüllung von Verträgen zu erzwingen…verstoßen nicht gegen göttliches Recht."
--- Offizialat Freiburg, NJW 1994, 3375 (Leitsatz der Redaktion)
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- famulus
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Nein, der Terminus ist insofern "Antisemit".
»Ich kenne den Schmerz, den ich hatte, weil ich zweimal die Vorhaut mit dem Reißverschluss mitgenommen habe, so dass dieser - also Reißverschluss - einmal in einer Klinik entfernt werden musste.« - Chefreferendar
- GetMeOut
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Ayatrollah.
- Strich
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Wie sagten wir Ende der 90er: Ich lollierte hart.
Stehe zu deinen Überzeugungen soweit und solange Logik oder Erfahrung dich nicht widerlegen. Denk daran: Wenn der Kaiser nackt aussieht ist der Kaiser auch nackt ... .
- Daria -
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Dazu passt dann auch: https://www.welt.de/satire/article69a81 ... .A_control
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Gürteltier
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Axel Springer versucht Marktanteile vom Postillon abzugreifen?
- Schnitte
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Ajatollah ist ja derzeit wohl der unattraktivste Job auf dem Markt. Wer den übernimmt, findet sich sehr bald im Visier der Amerikaner und Israelis wieder. Wenn ich ein aufstrebender iranischer Kleriker wäre, würde ich auch bei sonst vorhandenen Karriereambitionen derzeit lieber in der zweiten Reihe bleiben.
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Gürteltier
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Sind ja durchaus aber etwas fundamentalistisch usw., vlt glauben die ja echt, dass ihnen Gott beisteht oder so.
- GetMeOut
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Herdegen ist offenkundig kein Ayatrollah und argumentiert pro Selbstverteidigung: https://archive.is/hNWWq
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Joshua
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Die deutsche Diskussion ist nur noch abwegig, geprägt von Polyanna Thinking, teilweise magischem Denken, jedenfalls allenthalben Irrationalität und Logikverachtung.
Nur ein Beispiel: In jede Talkshow lädt man Exil-Iraner, die dann so tun, als stünden sie eigentlich für eine unterdrückte Mehrheit im Iran. Nach der statistischen Grundlage für diese (oft konkludente) Behauptung fragt keiner, wohlwissend, dass sie nicht geliefert werden könnte. Meist kritisiseren diese Exil-Iraner dann Europa, v.a. Deutschland, dass es zu wenig getan habe, "die oppositionellen Kräfte im Iran" (ein sehr verschleiernder Terminus) "rechtzeitig und nachhaltig zu unterstützen".
Wie genau?
Wen genau?
Auf der Grundlage welcher BELASTBAREN FAKTEN über die Größe und Durchsetzungskraft von Oppositionseinheiten?
Und mit welchen außenpolitischen Zielsetzungen genau, die man vor dem Grundgesetz und einer die Interessen des deutschen Volkes berücksichtigen Außenpolitik rechtfertigen könnte?
Diese eigentlich maßgeblichen Fragen stellt keiner dieser Moderatoren solcher Sendungen, auch nicht folgende:
Was machen diese Exil-Iraner eigentlich im Exil, wenn die schweigende Mehrheit im Iran die Demokratie will?
Warum sollte Deutschland irgendeine Verantwortung für den Iran haben, die über die Beachtung völkerrechtlicher Verbindlichkeiten hinausgeht?
Warum ist noch keine Revolution durch schlaue Ratschläge von Exilanten zustandegekommen?
Nur ein Beispiel: In jede Talkshow lädt man Exil-Iraner, die dann so tun, als stünden sie eigentlich für eine unterdrückte Mehrheit im Iran. Nach der statistischen Grundlage für diese (oft konkludente) Behauptung fragt keiner, wohlwissend, dass sie nicht geliefert werden könnte. Meist kritisiseren diese Exil-Iraner dann Europa, v.a. Deutschland, dass es zu wenig getan habe, "die oppositionellen Kräfte im Iran" (ein sehr verschleiernder Terminus) "rechtzeitig und nachhaltig zu unterstützen".
Wie genau?
Wen genau?
Auf der Grundlage welcher BELASTBAREN FAKTEN über die Größe und Durchsetzungskraft von Oppositionseinheiten?
Und mit welchen außenpolitischen Zielsetzungen genau, die man vor dem Grundgesetz und einer die Interessen des deutschen Volkes berücksichtigen Außenpolitik rechtfertigen könnte?
Diese eigentlich maßgeblichen Fragen stellt keiner dieser Moderatoren solcher Sendungen, auch nicht folgende:
Was machen diese Exil-Iraner eigentlich im Exil, wenn die schweigende Mehrheit im Iran die Demokratie will?
Warum sollte Deutschland irgendeine Verantwortung für den Iran haben, die über die Beachtung völkerrechtlicher Verbindlichkeiten hinausgeht?
Warum ist noch keine Revolution durch schlaue Ratschläge von Exilanten zustandegekommen?
„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
Egon Bahr 2013
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Gürteltier
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Kannst du denn den Beweis führen, dass die Iraner es gut finden, in einem theokratischen Unrechtsstaat zu wohnen? Dass die 30.000 Leute, die das Regime brutal ermordet hat, ganz stark für den Ayatolla waren? Ich glaube nämlich auch nicht… (Wie soll man das auch in einem solchen Staat erheben?)
Unabhängig davon, ob man hier hätte eingreifen sollen: Auf einer emotionalen Ebene verstehe ich es, dass Iraner ein solches Eingreifen zB in den deutschen Medien fordern. Was sollen sie denn sonst machen, Joshua? Und wieso sollten die Medien sich den verschließen?
Unabhängig davon, ob man hier hätte eingreifen sollen: Auf einer emotionalen Ebene verstehe ich es, dass Iraner ein solches Eingreifen zB in den deutschen Medien fordern. Was sollen sie denn sonst machen, Joshua? Und wieso sollten die Medien sich den verschließen?
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KMR
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Da muss ich tatsächlich mal Joshua zustimmen. Es ist im Grunde wie in Afghanistan, weite Teile der Bevölkerung - insbesondere der ländlichen Bevölkerung, was der größte Teil ist - unterstützen dort die Taliban, dementsprechend war das Wiedererstarken vorhersehbar.
Helmut Schmidt hat es mal formuliert, die Demokratie westlichen Typs ist nicht für jeden Staat der Welt die richtige Staatsform und bezog sich dabei gerade auf Staaten dieser Region. Da ist m.E. viel dran; auch wenn das westliche, insbesondere europäische Staaten mit ihrem hohen Ross und stets erhobenem Zeigefinger gern anders sehen mögen.
@Gürteltier
Die Frage ist doch nicht, ob dieser niedergeschlagene Aufstand ein tragisches Ereignis war - das bestreitet niemand. Die Frage ist, ob dieser Aufstand jedoch tatsächlich eine Mehrheitsmeinung der iranischen Bevölkerung wiederspiegelt, die wohlgemerkt aus gut 90 Millionen Einwohnern besteht und nicht nur 30.000 oder 3 Millionen. Große Proteste bis hin zu Aufständen kann es immer geben, die Frage bleibt aber ob diese Proteste eben nur eine (laute) Mindermeinung des Volkes wiederspiegeln oder dem Mehrheitsgedanken entsprechen.
Helmut Schmidt hat es mal formuliert, die Demokratie westlichen Typs ist nicht für jeden Staat der Welt die richtige Staatsform und bezog sich dabei gerade auf Staaten dieser Region. Da ist m.E. viel dran; auch wenn das westliche, insbesondere europäische Staaten mit ihrem hohen Ross und stets erhobenem Zeigefinger gern anders sehen mögen.
@Gürteltier
Die Frage ist doch nicht, ob dieser niedergeschlagene Aufstand ein tragisches Ereignis war - das bestreitet niemand. Die Frage ist, ob dieser Aufstand jedoch tatsächlich eine Mehrheitsmeinung der iranischen Bevölkerung wiederspiegelt, die wohlgemerkt aus gut 90 Millionen Einwohnern besteht und nicht nur 30.000 oder 3 Millionen. Große Proteste bis hin zu Aufständen kann es immer geben, die Frage bleibt aber ob diese Proteste eben nur eine (laute) Mindermeinung des Volkes wiederspiegeln oder dem Mehrheitsgedanken entsprechen.