Wird das Internet informationsarm?
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Joshua
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Ich habe mal eine Frage an alle:
Mir kommt es seit geraumer Zeit so vor, dass man zu nicht wenigen Sachverhalten immer weniger (wirklichem d.h. vor allem originäre) Informationen im Internet findet.
Um zwei Beispiele zu nennen:
1. Ich wollte neulich in einer Tischlereimaschine ein Ersatzteil für die Fräse tauschen. Die Maschine ist extrem alt (1970er). Ich habe vor einigen Jahren schon mal Ersatzteile gesucht, als die Maschine generalüberholt wurde. Damals habe ich bei Eingabe des Namens der Maschine in Kombination mit dem Ersatzteil noch zig Einträge gefunden, gerade in Foren zum Thema, aber auch auf Seiten privater Betreiber, die Ersatzteillisten "horteten" usw. Das ist heute kaum mehr möglich. Ich fand selbst zu der Typenbezeichnung der Maschine als solcher kaum mehr sinnvolle Einträge, eher Verweise auf irgendwelche veralteten Angebote entsprechender Maschinen aus dem Ausland u.ä. Foren dieser Art gibt es kaum mehr, private Betreiber scheinen ihre Homepages oft aufgelöst zu haben bzw. betreiben nur noch Blogs mit schnell wechselnden Inhalten usw.
2. Ich habe gerade mal nach dem aktuellen Stand der Überprüfung der Doktorarbeit von Brosius-Gersdorf gegoogelt, weil ich es wissenschaftsrechtlich für interessant halte, wie damit verfahren wird. Komischerweise gibt es, wenn z.B. die Suche auf den letzten Monat beschränkt, kaum Infos. Es wird einfach kaum mehr etwas neues dazu geschrieben, nicht mal basale Einordnungen finden sich zu zentralen Fragen des Sachverhalts. Belanglose Plagiatsfälle vor 10 Jahren hatten gefühlt 10-mal mehr Content verursacht, wenn man Blogs, private Pages, bestimmte Online-Presseerzeugnisse zusammenrechnet. Und der Fall Brosius-Gersdorf ist zwar kein vergleichbarer Plagiatsfall, aber dennoch wegen der von Weber behaupteten Übereinstimmungen mit der Habil. von Gersdorf eigentlich für jeden Studi interessant, dem von Semester 1 gesagt wird, Hausarbeiten, bei denen es auch nur kleinere Übereinstimmungen gäbe, würden unabhängig vom konkreten Ablauf bzw. der Ursachenzusammenhänge im Zweifel beide mit Null Punkten bewertet. Also ein interessantes Thema, das vor 10 Jahren noch massenweise Content hervorgerufen hätte.
Seht Ihr das ähnlich? Oder gibt es ganz andere Erfahrungen?
Mir kommt es seit geraumer Zeit so vor, dass man zu nicht wenigen Sachverhalten immer weniger (wirklichem d.h. vor allem originäre) Informationen im Internet findet.
Um zwei Beispiele zu nennen:
1. Ich wollte neulich in einer Tischlereimaschine ein Ersatzteil für die Fräse tauschen. Die Maschine ist extrem alt (1970er). Ich habe vor einigen Jahren schon mal Ersatzteile gesucht, als die Maschine generalüberholt wurde. Damals habe ich bei Eingabe des Namens der Maschine in Kombination mit dem Ersatzteil noch zig Einträge gefunden, gerade in Foren zum Thema, aber auch auf Seiten privater Betreiber, die Ersatzteillisten "horteten" usw. Das ist heute kaum mehr möglich. Ich fand selbst zu der Typenbezeichnung der Maschine als solcher kaum mehr sinnvolle Einträge, eher Verweise auf irgendwelche veralteten Angebote entsprechender Maschinen aus dem Ausland u.ä. Foren dieser Art gibt es kaum mehr, private Betreiber scheinen ihre Homepages oft aufgelöst zu haben bzw. betreiben nur noch Blogs mit schnell wechselnden Inhalten usw.
2. Ich habe gerade mal nach dem aktuellen Stand der Überprüfung der Doktorarbeit von Brosius-Gersdorf gegoogelt, weil ich es wissenschaftsrechtlich für interessant halte, wie damit verfahren wird. Komischerweise gibt es, wenn z.B. die Suche auf den letzten Monat beschränkt, kaum Infos. Es wird einfach kaum mehr etwas neues dazu geschrieben, nicht mal basale Einordnungen finden sich zu zentralen Fragen des Sachverhalts. Belanglose Plagiatsfälle vor 10 Jahren hatten gefühlt 10-mal mehr Content verursacht, wenn man Blogs, private Pages, bestimmte Online-Presseerzeugnisse zusammenrechnet. Und der Fall Brosius-Gersdorf ist zwar kein vergleichbarer Plagiatsfall, aber dennoch wegen der von Weber behaupteten Übereinstimmungen mit der Habil. von Gersdorf eigentlich für jeden Studi interessant, dem von Semester 1 gesagt wird, Hausarbeiten, bei denen es auch nur kleinere Übereinstimmungen gäbe, würden unabhängig vom konkreten Ablauf bzw. der Ursachenzusammenhänge im Zweifel beide mit Null Punkten bewertet. Also ein interessantes Thema, das vor 10 Jahren noch massenweise Content hervorgerufen hätte.
Seht Ihr das ähnlich? Oder gibt es ganz andere Erfahrungen?
„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
Egon Bahr 2013
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Gürteltier
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Was man bedenken muss: Ich habe ein Video gesehen, wonach die Suchmaschinen (sprich: Google) quasi absichtlich “schlechter” gemacht werden, um die Aspekte zu “pushen”, die dem Suchmaschinenbetreiber Geld bringen.
Dazu kommt: Websitebetreiber arbeiten gezielt daran, bei Suchen möglichst oft und möglichst weit oben aufzutauchen - oft auch mit “technischen Tricks”. Diejenigen, die das tun, bieten meist - logisch - irgendwelche komischen Services an etc.
Im Ergebnis gestalten sich Suchen daher oft nicht mehr so “fruchtsam” wie früher.
Dazu kommt: Websitebetreiber arbeiten gezielt daran, bei Suchen möglichst oft und möglichst weit oben aufzutauchen - oft auch mit “technischen Tricks”. Diejenigen, die das tun, bieten meist - logisch - irgendwelche komischen Services an etc.
Im Ergebnis gestalten sich Suchen daher oft nicht mehr so “fruchtsam” wie früher.
- Schnitte
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Ich denke, das ist der in diesem Forum schon oft beklagte Niedergang der Internetforen als Format für Social Media. Dort würde man solche Sachen finden, aber diese Art des Mitmach-Internet ist halt auf dem Rückzug. Das Gegenstück heute sind TikTok und Selbstbeweihräucherung auf LinkedIn, aber das ist halt viel oberflächlicher. Ich bin (seit 2000!) auch viel auf einem sehr guten und vielseitigen amerikanischen Forum unterwegs, und da sind es auch nur noch alte Säcke, die weiterschreiben und hochwertigen Content schreiben.
"Das Vertragsrecht der Bundesrepublik Deutschland und die gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten, die Erfüllung von Verträgen zu erzwingen…verstoßen nicht gegen göttliches Recht."
--- Offizialat Freiburg, NJW 1994, 3375 (Leitsatz der Redaktion)
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Gürteltier
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Und: Die Praktiken des neuen Twitter-(“X”)-Chefs (insbesondere auch das blockieren von Zugriff ohne Account und der generelle qualitative Abfall durch Abwandern bestimmter Creator/-innen) haben eine wichtige Informationsquelle beseitigt.
Mittlerweile ist es ja so: Man findet die besten Infos noch auf Reddit. Selbst die sollen aber wohl eine Strategie ins Auge gefasst haben, die von der ursprünglichen Idee “the front page of the internet” weg will.
Und die (sonstigen) sozialen Medien ersetzen das alles eben nicht.
Mittlerweile ist es ja so: Man findet die besten Infos noch auf Reddit. Selbst die sollen aber wohl eine Strategie ins Auge gefasst haben, die von der ursprünglichen Idee “the front page of the internet” weg will.
Und die (sonstigen) sozialen Medien ersetzen das alles eben nicht.
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Gürteltier
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Ich bin im Geiste alter Sack! Oder vlt ist mein Content auch einfach nicht hochwertig…Schnitte hat geschrieben: Dienstag 7. April 2026, 22:20 und da sind es auch nur noch alte Säcke, die weiterschreiben und hochwertigen Content schreiben.
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Joshua
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1. Forensterben ist, wie schon mehrmals diskutiert, sehr bedeutsam. Die Ursachen habe ich mal hautnah mitbekommen: Es geht nicht allein um Diskutantenschwund, sondern auch um zunehmende Haftungsrisiken - echte oder wahrgenommene - für Forenbetreiber. Ich weiß das von einem Bau-Forum, wo Architekten, Bauingenieure und Handwerker auch mal konkrete Tips gaben. Und irgendwann wurden die Disclaimer des Betreibers immer mehr und schließlich meinte dieser, er könne den Content nicht mehr so kontrollieren, wie das EU-Recht dies iE fordere. Das Forum verschwand dann einfach, und mit ihm ein jahrzehntelang aufgebauter Content...
2. Ich meine aber auch, dass die Infos auf kleineren privaten Websites weniger geworden sind. Ich hatte z.B. mal einen Top-Physiotherapeuten, der ganz tolle, sehr individuelle Artikel geschrieben hat; und auch dieser Content verschwand. Offenbar werden auch da Haftungsrisiken wahrgenommen. Jetzt wird mancher einwenden: Aber es gibt doch jetzt hunderte Videos etwa von Liebscher-Bracht. Genau: Wenige Professionelle, die das rechtlich genau prüfen können, bleiben mit ihrem Content übrig. Der Content dieser verbleibenden Professionellen wirkt aber oft arg "gestreamlined", es fehlt an Diversität der Inhalte.
Zu diesem Punkt habe ich mal "meine" KI gefragt:
4. Ergänzend meinte die KI noch (Schnitte deutete den Punkt wohl schon an):
2. Ich meine aber auch, dass die Infos auf kleineren privaten Websites weniger geworden sind. Ich hatte z.B. mal einen Top-Physiotherapeuten, der ganz tolle, sehr individuelle Artikel geschrieben hat; und auch dieser Content verschwand. Offenbar werden auch da Haftungsrisiken wahrgenommen. Jetzt wird mancher einwenden: Aber es gibt doch jetzt hunderte Videos etwa von Liebscher-Bracht. Genau: Wenige Professionelle, die das rechtlich genau prüfen können, bleiben mit ihrem Content übrig. Der Content dieser verbleibenden Professionellen wirkt aber oft arg "gestreamlined", es fehlt an Diversität der Inhalte.
Zu diesem Punkt habe ich mal "meine" KI gefragt:
Und weiter meint sie:Große Player [...] haben Rechtsabteilungen, die jeden Satz prüfen. Das Ergebnis ist zwar rechtssicher, aber oft generisch und auf maximale Vermarktung optimiert. Die „Ecken und Kanten“ und die tiefe fachliche Nische, die das Web 2.0 ausmachten, verschwinden.
3. Letztlich zeigt sich hier doch, dass gutgemeinte (Über-) Regulierung letztlich das Medium selbst killt...Was du als Überregulierung wahrnimmst, wirkt in der Ökonomie als Markteintrittsbarriere. Große Akteure [...] profitieren paradoxerweise von strengen Regeln:
Compliance-Kosten: Nur wer eine Rechtsabteilung finanzieren kann, überlebt die Flut an DSGVO-Updates, Impressumspflichten und Content-Moderations-Vorgaben.
Homogenisierung: Um sicherzugehen, wird Content „entkernt“. Man gibt keine individuellen Tipps mehr, sondern wiederholt rechtssichere Standardfloskeln. Die Diversität stirbt, weil Individualität haftungsanfällig ist.
4. Ergänzend meinte die KI noch (Schnitte deutete den Punkt wohl schon an):
5. Am Ende ist dieses Sterben des echten Content auch ein Problem für die KI: Diese hat künftig immer weniger originellen Content, den sie nutzen kann.Wissensverlust durch Zentralisierung: Wir erleben eine Plattformisierung. Content wandert von Foren und Blogs zu Instagram, TikTok oder YouTube. Das Problem: Dort gehört der Content der Plattform, die Algorithmen bestimmen die Sichtbarkeit, und die Tiefe der Foren-Diskussionen geht im flüchtigen Feed verloren.
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Egon Bahr 2013
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Joshua
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Da schließe ich meine Frage an: Könnt ihr diese Punkte 1-5 so teilen? Oder irre ich?
„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
Egon Bahr 2013
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Gürteltier
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Wir entstammen ja alle noch ein wenig der Zeit des “idealistischen” Internets: Leute teilten kostenlos Wissen, immer unter der - häufig nur auf Vertrauen basierenden - Annahme, dass die Person Ahnung hat; und jeder, der sich darauf verließ, wusste aber auch um das Risiko. Es ging um (lockeren) Spaß, Informationsaustausch (für ein spezifisches Publikum - das Internet und seine Foren usw. wurden von einer eher speziellen Demografie besucht) und eben vor allem nicht um’s Geld.
Das Internet ist jetzt aber “voll kommerzialisiert” - und wird von einer breitere Masse (=nahezu jedem) genutzt. Sein Inhalt hat sich entsprechend verändert.
Anekdotisch: Im Ref hatte ich mal mit einer UWG-Sache zu tun. Da hat das dörfliche Unternehmen A das andere dörfliche Unternehmen B verklagt. Sinnhaftigkeit? Nahezu null!
Darüber hinaus schwinden ja die kleinen Unternehmen auch “analog”. Wenn es eh kaum kleine Unternehmen mehr gibt, dann schwindet auch deren Content!
Das Internet ist jetzt aber “voll kommerzialisiert” - und wird von einer breitere Masse (=nahezu jedem) genutzt. Sein Inhalt hat sich entsprechend verändert.
Anekdotisch: Im Ref hatte ich mal mit einer UWG-Sache zu tun. Da hat das dörfliche Unternehmen A das andere dörfliche Unternehmen B verklagt. Sinnhaftigkeit? Nahezu null!
Darüber hinaus schwinden ja die kleinen Unternehmen auch “analog”. Wenn es eh kaum kleine Unternehmen mehr gibt, dann schwindet auch deren Content!
- GetMeOut
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Nr. 2 & 3 machen gemeinsame Sache: Haftungsrisiken spielen eine Rolle, ja. Aber weniger im Sinne einer Haftung für Schäden als vielmehr bzgl. Abmahnrisiken. Wer Inhaber einer Webseite ist, weiß, für welchen Quatsch in der Praxis abgemahnt werden kann: Fehler im Cookie-Banner, eine unrichtige Einbindung von Google Fonts oder des Facebook "Thumbs Up", kleinste Fehler im Impressum (und überhaupt die Impressumspflicht an sich) oder der Datenschutzerklärung, inkorrekte Urheberbenennung bei lizenzfreien Bildern usw. Das schreckt ab, gerade wenn man das ganze nur im kleinen Stil betreiben möchte.
Nr. 4 & 5: Wissensverlust, ja, aber hier hat sich der Trend seit KI verschärft. Informationsreiche Webseiten mit originären Inhalten werden seltener besucht, wenn Google die Antwort in der eignen KI-Antwortübersicht einblendet. Ein Besuch ist hier nur noch bei komplexeren Fragen nötig. Die Folge ist ein Rückgang von Besuchern (lies: Werbeumsätzen und potenziellen Kunden), wodurch das Einstellen neuer und die Pflege bestehender Inhalte de-incentiviert wird.
Nr. 4 & 5: Wissensverlust, ja, aber hier hat sich der Trend seit KI verschärft. Informationsreiche Webseiten mit originären Inhalten werden seltener besucht, wenn Google die Antwort in der eignen KI-Antwortübersicht einblendet. Ein Besuch ist hier nur noch bei komplexeren Fragen nötig. Die Folge ist ein Rückgang von Besuchern (lies: Werbeumsätzen und potenziellen Kunden), wodurch das Einstellen neuer und die Pflege bestehender Inhalte de-incentiviert wird.
- FKN993
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Meinem Empfinden nach verhält sich das auch so. Glaube, dass das im Wesentlichen folgende Gründe hat:
1 Mit dem Gerenationentausch hat sich die Nutzerstruktur geändert, sodass das Internet nun zum Großenteil von Leuten benutzt wird, die wirklich die Vorteile erkennen und zu nutzen wissen. Damit im Rucksack ist die Marktwirtschaft ins Netz eingezogen, was im Laufe der Zeit wohl dazu geführt hat, dass in der Tat Informationen, die früher "umsonst" waren, nun kostenpflichtig sind. Der Markt wird einfach erkannt.
2 Anknüpfend an diesen Prozess hat die Politik, wie nun aktuell ja auch fast täglich im Gespräch, die damit verbundenen Gefahren für alles und jedermann erkannt und erlässt dementsprechend ständig neue Regeln, die mit finanziellem Aufwand verbunden sind. Insofern erklärt sich damit, dass auch kleine private Netzwerke nicht mehr ohne Kostenpflicht betrieben werden können.
3 Ausschlagend ist aber denke ich letztlich, dass der Markt im Internet eingezogen ist. Beispielhaft ist sicher Youtube und deren Creatorstruktur: Die meisten von denen, die früher aus Spaß an der Freude kontiuierlich Inhalte hochgeladen haben, sind regelrecht reich geworden. Sicher nicht, weil es meistens so qualitativ hochwertige Inhalte sind (Montana Black), sondern weil sie schlichtweg zur rechten Zeit damit angefangen haben. Inzwischen ist es aber schon so, dass es durchaus viele gibt, die das Hobby zum Beruf machen konnten. Teilweise entspricht die Qualität mittlerweile einer echten TV-Produktion. Inhalte, die früher nur fürs Fernsehen produziert werden konnten, können heute auf Youtube vermarktet werden. Mit dem Aufstieg dieser Szene aber, ist es aber auch immer mehr zu beobachten, dass Mitgliedschaften abgeschlossen werden müssen. Was früher gratis war, und im Grunde nur ein Abo gekostet hat, kostet nun auch ein paar Euro.
Mit dem Aufstieg dieser Personen (Montana Black; Bibi & Beauty oder so) ist der Qualitätsanspruch der Nutzer aber auch gestiegen. Da die Qualtät inzwischen dem Fernsehen aber nicht mehr unbedingt nachsteht, denke ich, dass viele von denen, die es geschafft haben heute es viel schwerer hätten. Montana Black ist im Grunde damit berühmt und reich geworden, dass er sich beim Spielen von Call of Duty aufgenommen hat (Let´s Play).
Also im Grunde ist das alles gar nicht mehr verwunderlich. Ein Wunder ist doch eher wie viel schnell das alles ging. Ein Blick in die Zukunft: In 20 Jahren ist fraglich, ob man dann noch zur Behörde turnen muss, um sich irgendeine Bescheingung abzuholen.
1 Mit dem Gerenationentausch hat sich die Nutzerstruktur geändert, sodass das Internet nun zum Großenteil von Leuten benutzt wird, die wirklich die Vorteile erkennen und zu nutzen wissen. Damit im Rucksack ist die Marktwirtschaft ins Netz eingezogen, was im Laufe der Zeit wohl dazu geführt hat, dass in der Tat Informationen, die früher "umsonst" waren, nun kostenpflichtig sind. Der Markt wird einfach erkannt.
2 Anknüpfend an diesen Prozess hat die Politik, wie nun aktuell ja auch fast täglich im Gespräch, die damit verbundenen Gefahren für alles und jedermann erkannt und erlässt dementsprechend ständig neue Regeln, die mit finanziellem Aufwand verbunden sind. Insofern erklärt sich damit, dass auch kleine private Netzwerke nicht mehr ohne Kostenpflicht betrieben werden können.
3 Ausschlagend ist aber denke ich letztlich, dass der Markt im Internet eingezogen ist. Beispielhaft ist sicher Youtube und deren Creatorstruktur: Die meisten von denen, die früher aus Spaß an der Freude kontiuierlich Inhalte hochgeladen haben, sind regelrecht reich geworden. Sicher nicht, weil es meistens so qualitativ hochwertige Inhalte sind (Montana Black), sondern weil sie schlichtweg zur rechten Zeit damit angefangen haben. Inzwischen ist es aber schon so, dass es durchaus viele gibt, die das Hobby zum Beruf machen konnten. Teilweise entspricht die Qualität mittlerweile einer echten TV-Produktion. Inhalte, die früher nur fürs Fernsehen produziert werden konnten, können heute auf Youtube vermarktet werden. Mit dem Aufstieg dieser Szene aber, ist es aber auch immer mehr zu beobachten, dass Mitgliedschaften abgeschlossen werden müssen. Was früher gratis war, und im Grunde nur ein Abo gekostet hat, kostet nun auch ein paar Euro.
Mit dem Aufstieg dieser Personen (Montana Black; Bibi & Beauty oder so) ist der Qualitätsanspruch der Nutzer aber auch gestiegen. Da die Qualtät inzwischen dem Fernsehen aber nicht mehr unbedingt nachsteht, denke ich, dass viele von denen, die es geschafft haben heute es viel schwerer hätten. Montana Black ist im Grunde damit berühmt und reich geworden, dass er sich beim Spielen von Call of Duty aufgenommen hat (Let´s Play).
Also im Grunde ist das alles gar nicht mehr verwunderlich. Ein Wunder ist doch eher wie viel schnell das alles ging. Ein Blick in die Zukunft: In 20 Jahren ist fraglich, ob man dann noch zur Behörde turnen muss, um sich irgendeine Bescheingung abzuholen.
- Schnitte
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Ich würde das so teilen, möchte aber, um einen Lichtblick beizusteuern, erwähnen, dass es mittlerweile wirklich sensationellen Lerncontent im Internet gibt. Ich habe eine Art Hobby draus gemacht, immer wieder MOOCs, also aufgezeichnete Online-Kurse, auf Coursersa oder EdX durchzuarbeiten. Da gibt es wirklich sehr gute Sachen, von professionellen Dozenten, zu allen möglichen Themen (ich hab auf dem Weg diverse Kurse zu Coding und AI belegt, aber auch abgefahreneres zu Orbitalmechanik und Relativitätstheorie, wegen meiner Faszination für Naturwissenschaft). Es zeigt aber, dass der hochwertige Content tatsächlich professionalisiert wird und nicht mehr so sehr, wie früher, von den Hobbyisten kommt.Joshua hat geschrieben: Mittwoch 8. April 2026, 00:01 Da schließe ich meine Frage an: Könnt ihr diese Punkte 1-5 so teilen? Oder irre ich?
Als Gegenbeispiel gegen diesen Trend kann ich das von mir schon erwähnte amerikanische Forum SDMB (Straight Dope Message Board) empfehlen, auf dem ich seit etwa 2000 unterwegs bin. Das sind Hobbyisten, aber wirklich gute, die auf einer breiten Bandbreite an Themen alles abdecken. Das "alte" Internet in Reinform.
Ich war auch, wegen des Coding-Interesses, früher ein wenig auf StackOverflow unterwegs. Das ist ja gerade am Sterben. Der Hauptgrund ist AI - Programmierer lassen sich ihren Code von LLMs schreiben, anstatt ihre Coding-Fragen auf dem Forum anderen Programmierern zu stellen. Es hatte aber auch schon vorher Probleme, vor allem war die user experience teilweise sehr frustrierend, da das Board heillos übermoderiert war.
"Das Vertragsrecht der Bundesrepublik Deutschland und die gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten, die Erfüllung von Verträgen zu erzwingen…verstoßen nicht gegen göttliches Recht."
--- Offizialat Freiburg, NJW 1994, 3375 (Leitsatz der Redaktion)
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Ist denn nicht vieles vom hochwertigen Content noch auf archive.org oder vergleichbaren Seiten gespeichert?
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Klar, wird aber halt nicht mehr aktualisiert oder neu produziert. Wobei in manchen Fällen der alte Content in der Tat noch sehr wertvoll ist. Um wieder beim Beispiel StackOverflow zu bleiben: Das Archiv dieser Seite mit alten Programmierproblemen (und ihren Antworten) ist ein mindestens ebenso wertvoller use case, wie es das Stellen von Fragen je war. Nicht umsonst sind die Programmierfähigkeiten der heutigen LLMs im Wesentlichen auf Training an Hand alter StackOverflow-Seiten zurückzuführen.
"Das Vertragsrecht der Bundesrepublik Deutschland und die gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten, die Erfüllung von Verträgen zu erzwingen…verstoßen nicht gegen göttliches Recht."
--- Offizialat Freiburg, NJW 1994, 3375 (Leitsatz der Redaktion)
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VVehnert
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https://youtu.be/7wE8G-d7SnY?is=aXDNu5CG-jd3EZo1 ?Gürteltier hat geschrieben: Dienstag 7. April 2026, 21:31 Was man bedenken muss: Ich habe ein Video gesehen, wonach die Suchmaschinen (sprich: Google) quasi absichtlich “schlechter” gemacht werden, um die Aspekte zu “pushen”, die dem Suchmaschinenbetreiber Geld bringen.
Genereller Gedanke: Früher hatten viele auch noch selbst, oft hochwertigen, Content geliefert (eigene Website, Blog) - passiert das heute noch in gleichem Maße?