https://www.spiegel.de/politik/afd-warum-die-fixierung-der-parteien-auf-die-rechten-gefaehrlich-ist-a-17ccd2ad-98e6-42c0-a566-da022470b1b6?sara_ref=re-so-app-sh hat geschrieben:Die Länderchefs von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sollten ebenso wie ihre Kolleginnen aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland wissen, dass ein Abschied von der Rente mit 63 notwendig ist, damit das System bezahlbar bleibt. Die Bundesregierung weiß, dass ein Tankrabatt zwar teuer ist, aber wenig bewirkt. Man will die AfD politisch bekämpfen, indem man das Falsche tut. Das kann nicht funktionieren.
Das gilt für viele Politikbereiche. Ein Wort wie Klimaschutz gilt mittlerweile als toxisch: Wer vom Klima redet, so die Sorge, verstört den Bürger, der dann zur AfD läuft. Also spricht diese Regierung kaum noch hörbar über Klimaschutz und erlaubt den Menschen, länger mit Gas zu heizen. Rekordhitze und Trockenheit hin oder her. Das schadet dem Klima, aber nicht der AfD.
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Die AfD lehnt das demokratische System ab, sie hasst den politischen Kompromiss, sie will sich nicht sachlich mit den Problemen auseinandersetzen, sondern Ressentiments schüren. Menschen, die das anspricht, sind für Union, SPD und Co. kaum noch zu erreichen.
Dann gibt es aber auch keinen Grund, diesen Leuten Macht über die politische Agenda zu geben. Die AfD regiert längst mit, obwohl sie kein Mandat hat, weil die anderen Parteien fortwährend darauf schauen, ob ihre Politik den Rechtsextremisten nutzen könnte. Es bringt nichts, Systemfeinden politisch entgegenzukommen, um das System zu retten.
Die Parteien, die sich zur Verfassung und zur politischen Ordnung des Landes bekennen, sollten das tun, was sie politisch für richtig halten und in ihren Regierungsbündnissen durchsetzen können. Das ist schwierig genug. Das heißt übrigens auch, dass eine politische Position nicht schon deshalb abzulehnen ist, weil die AfD sie vertritt. Es gibt Gründe dafür, die Asylpolitik zu verschärfen, und die werden nicht dadurch entwertet, dass auch die AfD eine schärfere Asylpolitik will.