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Joshua
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Beitrag von Joshua »

Gürteltier hat geschrieben: Donnerstag 13. August 2026, 08:41
Joshua hat geschrieben: Mittwoch 12. August 2026, 23:43 Das Heizungsgesetz a la Habeck hätte hier auf dem Land mit vielen älteren kleinen Eigenheimen eine soziale Katastrophe ausgelöst. Mittelbarer Nachbar von mir, Kleinrentner, 1960er Haus, 1980er Ölheizung, die nicht mehr 10 Jahre macht und ohnr Brennwertkessel auch kaum mehr repariert werden könnte bei ernstem Defekt, Sanierungskostenvoranschlag con 135.000 Euro (samt Wärmepumpe)...
Genau mein Humor - 45 Jahre lang nix am Haus machen und dann auf die Grünen schimpfen. Das Konzept von Eigentum wurde offensichtlich nicht verstanden.
Völlig falsch in diesem Fall. Wie unseriös, so zu spekulieren...

„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
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Joshua
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Beitrag von Joshua »

In meiner Druckausgabe des (linken) FREITAG - linke Forumsteilnehmer werden es mit Sicherheit ebenfalls gelesen haben - war damals ein guter Artikel über die ruinösen Auswirkungen des Heizungsgesetzes, anhand eines Einzelfalls, der sehr nah an dem meines Nachbarn war. Leider finde ich den vollen Artikel nicht im Netz:
Der Unsichtbare: Wenn Habecks Heizungsgesetz einen in Existenzangst versetzt

Mutmach-Sprüche wie Olaf Scholz’ „You’ll never walk alone“ machen Mattis Husmann wütend. Über einen, der droht, von dem Heizungsgesetz der Ampel an den Rand seiner Existenz gebracht zu werden. Und was das mit ihm macht
https://www.freitag.de/autoren/pep/der- ... von-vielen

Der Artikel von Pepe Egger blieb mir in guter Erinnerung: Realistisch, den konkreten Fall unprätenios betrachtend, Fakten einbindend, empathisch mit dem betroffenen Menschen umgehend.

Das ist links: Dem Menschen und seinen Problemen ZUGEWANDT!

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famulus
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Beitrag von famulus »

In der Bekämpfung der Folgen des Klimawandels besteht eine solche Zuwendung.

Kannst du zu diesem gut erinnerten Einzelschicksal näher ausführen? So finde ich die Argumentation jedenfalls schwierig.
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famulus
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Beitrag von famulus »

FKN993 hat geschrieben: Donnerstag 13. August 2026, 09:45 ...
Toller Beitrag. Fängt schon super an mit: "Es ist doch überflüssig, über X zu reden, wir sollten lieber über Y reden."

Dann willst du eine Debatte anstoßen, die hier schon vor ein paar Tagen weitschweifend (und kräftezehrend) geführt wurde - auf die meisten deiner tollen Einwände wurde da bereits eingegangen.

Außerdem finde ich die Form deiner Argumentation schwierig. Die ist von einer Überheblichkeit ("Vielen scheint nicht klar zu sein", "Es scheint mir als hätten manche nicht begriffen") getragen, die für mich in den Inhalten deiner Beiträge keine Stütze findet (höflich ausgedrückt).
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Joshua
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Beitrag von Joshua »

famulus hat geschrieben: Donnerstag 13. August 2026, 12:49 In der Bekämpfung der Folgen des Klimawandels besteht eine solche Zuwendung.

Kannst du zu diesem gut erinnerten Einzelschicksal näher ausführen? So finde ich die Argumentation jedenfalls schwierig.

Da du schon wieder abwertest ("gut erinnerten" ist komplett überflüssige Provokation/Lächerlichmachung): Kein Diskussionsbedarf. Bleib sachlich, oder zieh Leine.

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famulus
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Beitrag von famulus »

Hattest du doch selbst geschrieben ("blieb mir in guter Erinnerung")? Soll ich jetzt Geld bezahlen, damit aus deinem Vortrag irgendwas Ergiebiges für die Diskussion wird? ](*,)
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Joshua
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Beitrag von Joshua »

Und genau wegen solcher Reaktionen: Kein Diskussionsbedarf.

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famulus
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Beitrag von famulus »

Eben.
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Gürteltier
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Beitrag von Gürteltier »

lol
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FKN993
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Beitrag von FKN993 »

Gürteltier hat geschrieben: Donnerstag 13. August 2026, 10:57
Gemini hat geschrieben: Eine kritische Analyse des übermittelten Textes offenbart eine Reihe von spezifischen rhetorischen Strategien, Framing-Techniken und sprachlichen Codes, wie sie im neurechten und rechtspopulistischen Diskurs gebräuchlich sind.
...
Oh, es handelt sich also um eine Offenbarung festgestellt durch KI aufgrund einer Definition, die sogar verfremdet verwendet wird (https://belonging.berkeley.edu/blog-rev ... e-politics).

Was auch immer man daran erkennen will, so reitetst du dich aber glaube ich auch in ein Problem:
Da der Vorwurf des Dog-Whistle ja nur funktioniert, wenn unterschwellig eine Absicht unterstellt wird, dann heißt das aber auch, dass du damit allgemein die Ausdrucksweise angreifst. Die Information, die ausgedrückt werden soll, gerät damit in den Hintergrund und damit wird die Sachebene durch den vorwurfsgetragenen Angriff auf die Person ersetzt.

Das Kernproblem ist, dass da ganz bestimmte Meinungen angegriffen werden sollen, die aber nicht so erkennbar sind. Das schürt Angst und kann schlechterdings dazu führen, dass Person X sich selbst zensiert. Und damit sind wir beim Thema: In der DDR gab es eine richtige Zensur. Die Leute suchten sich Wege, um sich auszudrücken, um damit der Zensur zu entgehen. Das kann also eine bestimmte Rhetorik als Ausdrucksform sein. Das geht aber auch über Kunst.

Abstrakt und unter dem Grundgesetz ist das aber vollkommen egal wie man sich ausdrückt. Wie stehst du denn dazu? Kannst du bestimmte Meinungen nicht einfach aushalten? Würdest du sie am liebsten komplett verschwinden lassen?

Was würdest du eigentlich sagen, wenn du dir den Vorwurf wegdenkst und dich nur auf die Informationen oder die Fragen beziehst?

Glaubst du daran, dass die AfD künftig verboten wird? Und glaubst du, dass das was man hier gerade veranstaltet mehr Vorteile als Nachteile bringt? Ich bin überzeugt davon, dass da langfristig nur Unfrieden und Schäden verursacht wird, was nicht mehr so einfach zu reparieren ist. Und wenn es uns allen darum gehen sollte, denke ich, dass wir hier künftig stabil regiert werden, dann sollten wir alle verursachen irgendwie dazu beizutragen, dass es besser wird.

Und zur Überheblichkeit:
Ich halte es nicht für überheblich zu sagen, dass man aktuell nicht über Die Linke oder Grüne diskutieren muss, weil es in der aktuellen Lage glaube ich nicht so viel nützt (s.o.) über Partikularinteressen zu reden, die auch nicht wirklich mehrheitsfähig sind. Da die gewohnte Mehrheitenstruktur durch SPD/CDU aber gefährdet ist, vor allem da keine Besserung in Sicht ist, sollten man sich lieber darüber Gedanken machen. Und wenn ich sage, dass ich die Leute mit der erhobenen Faust für undemokratisch halte, dann darf ich das. Die Linke erfährt doch gerade wirklich eine Art Personalwechsel und das sind nicht unbedingt demokratisch eingestellte Leute wie ich finde. Die Grünen haben vor allem mit einer Sache geglänzt und zwar, dass sie wenig kompromissbereit sind. Nun würde jeder es für probematisch halten mit ihnen nochmal in eine Koalition zu gehen, wenn es nicht unbedingt sein musste wie beim letzten Mal.

Und zur demokratischen Gesinnung: Es ist eher überheblich, wenn die eine Seite den anderen erklären will, dass sie meinungstechnisch auf der richtigen Seite der Demokratie stünden und die anderen ausschließen will. Der tatsächliche Interessenkonflikt kommt hier zu kurz: Es ist doch nicht zu bestreiten, dass die CDU/SPD gerade um ihre Existenz bangen und das bereits schon seitdem sich die AfD überhaupt gegründet hat. Stattdessen greift man auf so fragwürdige Vorwürfe wie oben zurück, um damit den politischen Gegner loszuwerden. Hier wird eindeutig ein Feindbild aufrechterhalten und zwar mit der Rechtfertigung, dass die anderen ja keine Demokraten seien. Das heißt es doch, wenn die AfD insgesamt verfassungswidrig wäre. Man kann aus meiner Sicht offensichtlich nicht ertragen, und das geht mir genauso, dass die AfD mit teils alter CDU-Politik aus den 90er-Jahren erfolgreich werden könnte. Sicher: Es gibt dort Menschen, denen ich sofort einen NSDAP-Stempel aufdrücken würde, aber das ist nicht die Mehrheit. Zumindest glaube ich das persönlich nicht. Ich halte diesen Verein für nicht homogen, sondern für einen zusammengewürfelten Haufen von Menschen, die aus allen Richtungen kommen und zumindest nicht daran glauben, dass die CDU/SPD dieses Land noch vernünftig regieren kann. Es kann aber eben auch sein, dass man diese Politik auch ablehnt, was ebenfalls legitim ist, sofern da keine strafbaren und verfassunsgwidrigen Aussagen getroffen werden, ist das alles völlig in Ordnung und hinzunehmen. Das hat man halt zu ertragen. Ich glaube auch nicht, dass die Gefahr von irgendwelchen Schwachköpfen ausgeht, die da wirklich subtil NS-Parolen anstimmen. Das halte ich auch nicht für unmöglich. Da muss ich Gürteltier sogar Recht geben. Die Gefahr geht denke ich auch nicht von diesen Predigern aus wie Weidel, sondern vielmehr von dieser Vielfalt in dieser Partei und einem Deckel. Man weiß doch gar nicht wirklich, was man da später wirklich bekommt. Sicherlich keine Konzentrationslager oder die Abschaffung des AufenthG. Und die AfD wird auch scheitern, weil die sicher auch nichts besseres zu bieten haben und zudem noch keine Regierungserfahrung hat. Die werden noch erleben wie schwer das wird die eigene Politik durchzusetzen. Vor allem, weil ich mir sicher bin, dass die gesamte Juristenintelligenz und Oppositionin in diesem Staat dann versuchen wird das zu verhindern. Gehemmt wird es auf jeden Fall. Und dann? Ja, dann steht unser Land in diesem Szenario still. Super, dann haben wir viel gewonnen, wenn wir uns nicht einfach mal irgendwie vertragen.
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scndbesthand
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Beitrag von scndbesthand »

Joshua hat geschrieben: Mittwoch 12. August 2026, 23:43 Das Heizungsgesetz a la Habeck hätte hier auf dem Land mit vielen älteren kleinen Eigenheimen eine soziale Katastrophe ausgelöst. Mittelbarer Nachbar von mir, Kleinrentner, 1960er Haus, 1980er Ölheizung, die nicht mehr 10 Jahre macht und ohnr Brennwertkessel auch kaum mehr repariert werden könnte bei ernstem Defekt, Sanierungskostenvoranschlag con 135.000 Euro (samt Wärmepumpe)...

Der Impact des Heizungsgesetzes in der damaligen Form auf manche Bevölkerungsgruppen wurde nicht ausreichend mitbedacht
bzw. nicht glaubwürdig abgemildert. Er hat auch ohne Hetzkampagnen massiv politisches Kapital gekostet.

In der Blase von wohlhabenden schwarz-grünen Wechselwählern, in der ich mich glücklich schätzen kann zu leben, hat das Thema soweit aus den nachfolgenden Wahlergebnissen ersichtlich, kaum einen Grünenwähler nachhaltig verschreckt, viele tragen die Politik aus Überzeugung mit und haben das Geld eben herumliegen. Denen sind die sozialen Abfederungen, die für andere essentiell wichtig sind, eher egal.

Ja, Hetzkampagnen gab es. Sie werden auch bei hiergegen vulnerablen Gruppen verfangen haben. Aber Ausgangspunkt war eine Politik, die dem Problem nicht angemessen war.
„Willkommen beim kassenärztlichen Servicecenter. Hinweise zum Datenschutz finden Sie unter ElfSechsElfSieben Punkt DeEh Släsch Datenschutz. Wenn Sie in einer lebensbedrohlichen Situation sind, legen Sie bitte jetzt auf und wählen EinsEinsZwei.“
Joshua
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Beitrag von Joshua »

@scndbesthand

Zustimmung, danke für den sachlichen Beitrag.

@alle

Dass die Aussage, der Heizungstausch hin zur Wärmepumpe mit den erforderlichen energetischen Sanierungen hätte viele (etwa hier auf dem Land) finanziell nachgerade ruiniert, zutrifft, lässt sich auch an Zahlen festmachen:
Das Eigenheim gilt in Deutschland als Symbol für Wohlstand. Doch die aktuelle Untersuchung zeigt, dass das nur bedingt stimmt. Zwar haben Eigentümer durch den Immobilienbesitz im Schnitt einen höheren Vermögenswert, doch das heißt nicht, dass sie auch über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um Umbauarbeiten bezahlen zu können. 13 Prozent der Eigentümer besitzen laut der Untersuchung gar kein Finanzvermögen. Die Hälfte der Haushalte, die im eigenen Haus lebt, verfügt höchstens über ein Finanzvermögen von 30.000 Euro. „Für sie dürften Heizungsumbau und gegebenenfalls Sanierung in den meisten Fällen eine finanzielle Überforderung darstellen“, schreiben die Autoren der Studie. Drei Viertel hatten ein Vermögen von bis zu 70.000 Euro. Hinzu kommt: Die Hälfte der Immobilienbesitzer hat noch einen Kredit, der getilgt werden muss. Für sie wird es schwieriger, weitere Darlehen aufzunehmen, um die hohen Sanierungskosten zu stemmen. Dem gegenüber steht ein Viertel, das mehr als 70.000 Euro an Finanzvermögen hat, bei einem Zehntel sind es sogar mehr als 156.000 Euro – die Spreizung ist also groß.
https://www.augsburger-allgemeine.de/wi ... 72416.html

Wenn man realistischerweise sagt, diejenigen mit einem Finanzvermögen von maximal 30.000 Euro wären mit dem Einbau einer Wärmepumpe und den erforderlichen Sanierungen überfordert, wäre potentiell (s. gleich noch die Klammer) die Hälfte aller selbstnutzenden Wohneigentümer finanziell überfordert gewesen (wobei man allerdings relativieren muss, dass es auch Haushalte gab und gibt, die bereits über eine Wärmepumpe verfügen bzw. auf einem energetisch bereits effizienten Niveau errichtet wurden, so dass sie die Wärmepumpe ohne größere Sanierungskosten installieren könnten).

„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
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famulus
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Beitrag von famulus »

Dann zur Abwechselung wieder ein "unsachlicher" (= dir widersprechender) Beitrag von mir.

Aus „34.500 € Finanzvermögen“ folgt nicht „34.500 € verfügbare Mittel für eine Heizung“. Und aus „kein Finanzvermögen“ folgt umgekehrt auch nicht automatisch, dass eine Heizung nicht finanzierbar wäre.

Vor allem aber ist die Betrachtung ökonomisch ziemlich verkürzt: Das GEG 2024 verpflichtete nicht zum sofortigen Austausch funktionierender Heizungen. Bestehende Anlagen durften weiter betrieben und repariert werden; die 65-%-Vorgabe wurde grundsätzlich erst beim Einbau einer neuen Heizung relevant.

Und wenn es um die tatsächliche finanzielle Belastung geht: Warum werden ausschließlich die Brutto-Investitionskosten betrachtet? Was ist mit der Förderung – immerhin waren für bestimmte selbstgenutzte Wohngebäude bis zu 70 % Zuschuss möglich?

Was ist mit den Sowiesokosten für eine ohnehin notwendige Erneuerung der alten Heizung? Was mit Wirkungsgrad und den daraus resultierenden Betriebskosten? Was mit der langfristigen Entwicklung von Strom-, Gas- und Fernwärmekosten? Und was mit Wartungs-, CO₂- und Finanzierungskosten?

Die relevante Größe wäre doch nicht „Wie viel kostet eine Wärmepumpe?“, sondern: Welche zusätzlichen Lebenszykluskosten entstehen gegenüber dem ohnehin erforderlichen Ersatz der alten Heizung?

Die Studie zeigt durchaus ein reales Problem: Eigentum bedeutet nicht automatisch Liquidität. Aber aus der Verteilung des Finanzvermögens lässt sich nicht ohne Weiteres ableiten, dass das GEG für einen großen Teil der Eigentümer eine finanzielle Überforderung bedeutet hätte. Dafür bräuchte es eine echte ökonomische Lebenszyklus- und Finanzierungsbetrachtung.
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Beitrag von Joshua »

famulus hat geschrieben: Freitag 14. August 2026, 15:31
Aus „34.500 € Finanzvermögen“ folgt nicht „34.500 € verfügbare Mittel für eine Heizung“.
Hat keiner behauptet.
Und aus „kein Finanzvermögen“ folgt umgekehrt auch nicht automatisch, dass eine Heizung nicht finanzierbar wäre.
Nicht austomatisch, aber vielfach eben doch, wie bei meinem Nachbarn, der 135.000 € auch mit allen Förderungne nicht hätte "berappen" können; er hätte ggf. eine Hypothek aufnehmen müssen, aber die kleine Rente hätte kaum eine vernünftige Schuldentilgung ermöglicht...
Vor allem aber ist die Betrachtung ökonomisch ziemlich verkürzt: Das GEG 2024 verpflichtete nicht zum sofortigen Austausch funktionierender Heizungen. Bestehende Anlagen durften weiter betrieben und repariert werden; die 65-%-Vorgabe wurde grundsätzlich erst beim Einbau einer neuen Heizung relevant.
Deswegen hatte ich extra angefügt "auch kaum mehr repariert werden könnte bei ernstem Defekt", was klar machen sollte, dass das Szenario ist: "Die alte Heizung geht irreparabel kaputt"...
Und wenn es um die tatsächliche finanzielle Belastung geht: Warum werden ausschließlich die Brutto-Investitionskosten betrachtet? Was ist mit der Förderung – immerhin waren für bestimmte selbstgenutzte Wohngebäude bis zu 70 % Zuschuss möglich?
Nein, schon wegen der Begrenzung der Zuschüsse für die im Altbau häufig erforderliche energetische Sanierung, die meist den Löwenanteil der Kosten ausmacht... Ich meine, dass bei meinem Nachbarn folgendes gelten müsste, bin aber kein Experte und lasse mich gerne eines besseren belehren, auch hier im Forum: Nach der Gesetzgebung zum Heizungstausch könnte er als relativ einkommensschwacher Rentner für eine neue Wärmepumpe samt Fußbodenheizung einen maximalen Zuschuss von 80 Prozent erhalten. Diese hohe Förderquote wäre für ihn letzten endes jedoch bei den förderfähigen Kosten strikt auf eine Obergrenze von 28.000 Euro gedeckelt. Für bauliche Sanierungsmaßnahmen wie die Gebäudedämmung gilt dieser soziale Bonus aber offenbar nicht, weshalb hier nach meiner Berechnung maximal 15 bis 20 Prozent Zuschuss möglich sind. Da auch die Dämmkosten gedeckelt sind und alle Ausgaben darüber hinaus komplett verfallen, bleibt bei Gesamtkosten von 135.000 Euro ein enormer Eigenanteil von über 100.000 Euro bestehen.

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Beitrag von Joshua »

@ alle

Ich sage das an mich selbst an erster Stelle, aber ein bisschen auch an andere (wer mag, darf sich also angesprochen fühlen): Lasst uns bitte ab heute nur noch rein sachbezogen diskutieren, ohne persönliche Abwertungen. Wir machen sonst das Forum zu einem unerträglichen Ort und schrecken ggf. auch neue Nutzer ab.

L'enfer, c'est les autres; bitte nicht.

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