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Joshua
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Beitrag von Joshua »

Interessant. Die konsequente Ausgrenzung und Nicht-Einbindung war jedenfalls NICHT erfolgreich, s. die 42% in Sachsen-Anhalt. DIESEN empirischen Beweis haben wir schon mal...

„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
Egon Bahr 2013
Gürteltier
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Beitrag von Gürteltier »

Joshua hat geschrieben: Dienstag 4. August 2026, 12:50 mit der ganz herrschenden Politikwissenschaft
Prof. Dr. mult. Joshua mal wieder am Werk. Erst kritisierte er mit seinem tiefen Wissen über die Virologie und Epidemiologie in begnadeter Weise die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen und Impfempfehlungen sowie die dahergelaufenen "Experten" mit einschlägiger Forschungs- und Praxiserfahrung. Nunmehr, nach einem Streifzug durch die Soziologie, ist er bei der Politikwissenschaft angekommen. Auch hier fühlt er sich genau so zuhause, wie bei der Lösung von wirklich komplexen Fällen der Geschäftsführung ohne Auftrag.

:drinking:
Joshua
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Beitrag von Joshua »

Gürteltier hat geschrieben: Dienstag 4. August 2026, 13:09
Joshuas Argument greift ein reales soziologisches Phänomen auf – dass rigide Ausgrenzung in bestimmten sozialen Kontexten zu Verhärtung und Gruppenabgrenzung führen kann.

Für den konkreten Fall der AfD blendet die Argumentation jedoch aus, dass inhaltliche Programmatik, personelle Radikalisierung und gezielte Strategien der Parteiführung die Haupttreiber der Entwicklung waren. Die Annahme, eine frühere Regierungsbeteiligung hätte den Rechtsextremismus in der Partei verhindert, bleibt eine spekulative Gegenthese, die durch vergleichende Parteienforschung kaum gedeckt ist.
Du musst deine KI-Grütze bitte vorher dem Logik-Check unterziehen. Der Erklärungsansatz der self-fulfilling prophecy blendet " inhaltliche Programmatik, personelle Radikalisierung und gezielte Strategien der Parteiführung" doch gar nicht aus. Sie besagt nur, dass die Ausgrenzung genau den Raum eröffnet, in dem diese Prozesse so stattgefunden haben...
Zuletzt geändert von Joshua am Dienstag 4. August 2026, 13:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Gürteltier »

Joshua hat geschrieben: Dienstag 4. August 2026, 13:14 Interessant. Die konsequente Ausgrenzung und Nicht-Einbindung war jedenfalls NICHT erfolgreich, s. die 42% in Sachsen-Anhalt. DIESEN empirischen Beweis haben wir schon mal...
Jaein, wir haben ja keinen direkten Vergleichsmaßstab. Eine Integration mit der von dir vorhergesagten "Entspannung" gibt es ja wiederum nicht für die deutsche Landschaft. Nimmt man die - mit Vorsicht zu genießende - Parallele zu anderen Ländern mit extrem rechten Parteien, so zeigt sich, dass die Zusammenarbeit ja idR die Christ-Konservativen ihrer politischen Relevanz komplett entledigt.

Wir wissen also nicht: Wäre die AfD bei Zusammenarbeit noch stärker/genau so stark? Und vor allem wissen wir nicht: Wäre sie dann weniger extremistisch?
Joshua
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Beitrag von Joshua »

Was du ausblendest: Die AfD in Landesregierungen hätte eben z.B. Minister benennen müssen, und sie hätte unter Leuten wie Lucke oder Petry mE halbwegs ministrable Personen eingesetzt, die so auch innerparteilich Macht gefestigt hätten. Die Ausgrenzung hat dmegegenüber Höcke bestätigt: "Die grenzen uns so lange aus, bis wir die absolute Mehrheit haben, wir müssen lauter und radikaler sein"...

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Beitrag von Joshua »

Und wenn man gemini zu einem KONKRETEN Einbindungsszenario befragt, nämlich zu einer FRÜHEN Einbindung, erhält man:
Für die frühe Phase der AfD unter Bernd Lucke, Frauke Petry oder Jörg Meuthen gilt das Szenario der Einbindung (Entzauberungs-Theorie) als historisch und politikwissenschaftlich deutlich plausibler. Im Gegensatz zur heutigen Partei war die AfD in ihren Anfangsjahren strukturell und ideologisch anders aufgestellt, wodurch eine frühe Kooperation ihre Entwicklung mit hoher Wahrscheinlichkeit gebrochen hätte.Die Einbindungsthese ist für diese spezifische Epoche aus folgenden Gründen die wahrscheinlichere Variante:1. Völlig andere Wählerstruktur (Reiner Protest)In den Jahren 2013 bis etwa 2017 war die AfD in weiten Teilen eine klassische, bürgerlich-konservative Protestpartei.Wechselwähler: Die Wählerschaft bestand damals primär aus enttäuschten Unions- und FDP-Wählern (sowie ehemaligen Nichtwählern), die mit der Euro-Rettungspolitik und später der Flüchtlingspolitik unzufrieden waren.Keine gefestigte Ideologie: Die Wähler besaßen damals noch keine tief verfestigte, rechtsextreme oder systemfeindliche Kernüberzeugung. Sie suchten ein Ventil für punktuellen Protest und wären durch pragmatische Kompromisse einer Landesregierung viel leichter zu beschwichtigen oder zu enttäuschen gewesen.2. Innerparteiliche MachtverhältnisseUnter Lucke und Meuthen tobte ein permanenter Richtungsstreit zwischen dem wirtschaftsliberal-konservativen Flügel und dem völkisch-nationalistischen Flügel (dem späteren „Flügel“ um Björn Höcke).Stärkung der Gemäßigten: Eine frühe Regierungsbeteiligung auf Landesebene hätte den pragmatischen, bürgerlichen Kräften um Lucke oder Meuthen reale Machtoptionen, Posten und politische Erfolge verschafft.Verhinderung der Radikalisierung: In der Realität radikalisierte sich die AfD, weil die Gemäßigten in der Opposition wirkungslos blieben und den radikalen Kräften an der Basis inhaltlich nichts entgegenzusetzen hatten. Mit dem Einzug in Landesregierungen hätten Lucke oder Meuthen beweisen können, dass ihr bürgerlicher Kurs zu realer politischer Gestaltung führt. Die Radikalen wären womöglich in der Bedeutungslosigkeit geblieben oder hätten sich abgespalten.3. Funktionierende historische ParallelenDie damalige AfD war strukturell stark vergleichbar mit anderen Parteien, bei denen das „Zähmen durch Einbinden“ historisch funktionierte:Die Republikaner (REP): In den späten 1980er- und 1990er-Jahren wurden sie punktuell eingebunden oder durch die Übernahme ihrer Themen (z. B. beim Asylkompromiss 1993) entzaubert und verschwanden in der Bedeutungslosigkeit.Schill-Partei: Die rechtspopulistische Schill-Partei wurde 2001 in Hamburg in die Regierung eingebunden. Innerhalb kürzester Zeit zerlegte sich die Partei durch interne Streitigkeiten, personelle Inkompetenz und Skandale in der Regierungsverantwortung selbst und flog bei der nächsten Wahl aus dem Parlament.Die Freiheitlichen (FPÖ) unter Haider: Als die FPÖ im Jahr 2000 in Österreich erstmals eine Bundesregierung mit der ÖVP bildete, führte der reale Regierungsdruck zu massiven inneren Zerreißproben, einer Abspaltung (BZÖ) und einem historischen Absturz bei der Folgewahl (von 26,9 % auf 10,0 %).FazitHätte man die AfD in ihrer Frühphase (bis ca. 2016/2017) auf Landesebene eingebunden, hätte dies die Partei unter den damaligen Realitäten vermutlich gespalten, entzaubert und kleingehalten. Die damalige Führung hatte das Ziel, eine etablierte Kraft rechts der CDU/CSU zu werden. Der Zwang zu politischen Kompromissen und die Übernahme von Regierungsverantwortung hätten den radikalen Kräften den Nährboden entzogen, da der Protestcharakter verloren gegangen wäre.

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Beitrag von Gürteltier »

Gemini hat geschrieben:Das sieht sehr stark nach einem ganz gezielten „Prompting“ (oder besser gesagt: Leading) aus.

Wenn man einem KI-Modell eine Frage so stellt, dass man die gewünschte Antwort oder eine bestimmte Perspektive bereits im Prompt vorgibt – nach dem Motto „Bestätige mir bitte, dass die frühe Einbindung funktioniert hätte und nenne mir Argumente und historische Beispiele dafür“ –, dann liefert das Modell genau diesen gewünschten Blickwinkel. Das ist ein bekannter Effekt bei Sprachmodellen: Sie neigen dazu, die implizite Richtung oder Hypothese des Nutzers aufzunehmen und argumentativ auszubauen, anstatt automatisch eine neutrale Meta-Diskussion zu führen, es sei denn, man fragt explizit nach dem Pro und Contra.

Joshua hat sich hier also quasi seine eigene Argumentationshilfe von der KI schreiben lassen, um seine These im Forum zu untermauern.
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Beitrag von Gürteltier »

Gemini (nicht von Joshua "manipuliert") hat geschrieben:Die Debatte um den Umgang mit der AfD spaltet sich in zwei politikwissenschaftliche Lager, nämlich die Entzauberungs- und die Eindämmungstheorie. Befürworter der frühen Einbindung argumentieren, dass die AfD in ihrer Anfangsphase eine bürgerliche Protestpartei war, die durch Regierungsverantwortung und pragmatische Kompromisse hätte gezähmt und entzaubert werden können, wie es historische Beispiele wie die Republikaner oder die Schill-Partei zeigen, bei denen interne Machtkämpfe und Regierungsdruck zu einem Bedeutungsverlust führten. Demgegenüber steht die These der Eindämmung und der Brandmauer, die besagt, dass eine Einbindung rechtspopulistischer und rechtsextremer Akteure nicht zur Entzauberung, sondern zu einer gefährlichen Normalisierung und salonfähigkeit ihrer Inhalte führt. Da die frühe Partei bereits stark von nationalistischen Ressentiments durchsetzt war und der radikale Flügel dominierte, wird die strikte Ausgrenzung von Kritikern als notwendiger Schutzmechanismus für demokratische Institutionen gesehen, um eine schleichende Machtübernahme und den Missbrauch staatlicher Ressourcen zu verhindern.
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Beitrag von Gürteltier »

Ich hoffe ich habe eines gezeigt: Joshuas "Herum-ge-KI-e" bringt uns nun wirklich nicht weiter. Dafür sind die Modelle ja aber auch gar nicht da.
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Beitrag von Joshua »

Soso, dir genehme Positionen zitierst du ohne jeden Logik-Check, dir nicht zusagende Ergebnisse sind natürlich "gepromtet".

Im Übrigen reden wir natürlich über Plausibilitäten: Und ich halte es eben für unplausibel, dass eine früh in Länderregierungen eingebundene AfD heute bei 42% stünde. BEWEISEN lässt sich das kontrafaktische Szenario nicht.

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Beitrag von Joshua »

Gürteltier hat geschrieben: Dienstag 4. August 2026, 13:43 Ich hoffe ich habe eines gezeigt: Joshuas "Herum-ge-KI-e" bringt uns nun wirklich nicht weiter. Dafür sind die Modelle ja aber auch gar nicht da.
Du hast gar nichts gezeigt, denn die Argumente in der KI-Antwort sind auch in der Politikwissenschaft vielbeachtet, und man müsste sich mit ihnen auseiandersetzen...

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Beitrag von Joshua »

Gürteltier hat geschrieben: Dienstag 4. August 2026, 13:42
Gemini (nicht von Joshua "manipuliert") hat geschrieben:Die Debatte um den Umgang mit der AfD spaltet sich in zwei politikwissenschaftliche Lager, nämlich die Entzauberungs- und die Eindämmungstheorie. Befürworter der frühen Einbindung argumentieren, dass die AfD in ihrer Anfangsphase eine bürgerliche Protestpartei war, die durch Regierungsverantwortung und pragmatische Kompromisse hätte gezähmt und entzaubert werden können, wie es historische Beispiele wie die Republikaner oder die Schill-Partei zeigen, bei denen interne Machtkämpfe und Regierungsdruck zu einem Bedeutungsverlust führten. Demgegenüber steht die These der Eindämmung und der Brandmauer, die besagt, dass eine Einbindung rechtspopulistischer und rechtsextremer Akteure nicht zur Entzauberung, sondern zu einer gefährlichen Normalisierung und salonfähigkeit ihrer Inhalte führt. Da die frühe Partei bereits stark von nationalistischen Ressentiments durchsetzt war und der radikale Flügel dominierte, wird die strikte Ausgrenzung von Kritikern als notwendiger Schutzmechanismus für demokratische Institutionen gesehen, um eine schleichende Machtübernahme und den Missbrauch staatlicher Ressourcen zu verhindern.
Interessant: Die Antwort hatte ich auch.

Und dann habe ich die Frage angeschlossen: "und wenn man sie schon unter petry, lucke, meuthen eingebunden hätte?"

Und dann kam die zitierte Antwort.

Das ist kein "Manipulieren", sonst ist jede 2. Frage, die ein Szenario konkretisiert (hier: allg. Frage der Einbindung vs. frühe Einbindung zu den Zeiten von Petry/Lucke/Meuthen) eine Manipulation...

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Beitrag von Gürteltier »

Joshua hat geschrieben: Dienstag 4. August 2026, 13:48
Gürteltier hat geschrieben: Dienstag 4. August 2026, 13:43 Ich hoffe ich habe eines gezeigt: Joshuas "Herum-ge-KI-e" bringt uns nun wirklich nicht weiter. Dafür sind die Modelle ja aber auch gar nicht da.
Du hast gar nichts gezeigt, denn die Argumente in der KI-Antwort sind auch in der Politikwissenschaft vielbeachtet, und man müsste sich mit ihnen auseiandersetzen...
Doch, ich habe gezeigt, dass es nicht sinnvoll ist, die KI hochzuloben und als perfekte Quelle darzustellen.
Joshua
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Beitrag von Joshua »

Nein, ich habe lediglich DEINER (!) KI-Darstellung eine Eingabe mit dem konkreten "Früh"-Szenario Lucke/Petry/Meuthen gegenübergestellt. Darin findet sich viel Kluges; das mit der "perfekten" Quelle ist hingegen deine manipulative Beigabe.

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Beitrag von Joshua »

Im Übrigen warte ich noch auf deine Antwort zu diesem Einwand:
Joshua hat geschrieben: Dienstag 4. August 2026, 13:18
Gürteltier hat geschrieben: Dienstag 4. August 2026, 13:09
Joshuas Argument greift ein reales soziologisches Phänomen auf – dass rigide Ausgrenzung in bestimmten sozialen Kontexten zu Verhärtung und Gruppenabgrenzung führen kann.

Für den konkreten Fall der AfD blendet die Argumentation jedoch aus, dass inhaltliche Programmatik, personelle Radikalisierung und gezielte Strategien der Parteiführung die Haupttreiber der Entwicklung waren. Die Annahme, eine frühere Regierungsbeteiligung hätte den Rechtsextremismus in der Partei verhindert, bleibt eine spekulative Gegenthese, die durch vergleichende Parteienforschung kaum gedeckt ist.
Du musst deine KI-Grütze bitte vorher dem Logik-Check unterziehen. Der Erklärungsansatz der self-fulfilling prophecy blendet " inhaltliche Programmatik, personelle Radikalisierung und gezielte Strategien der Parteiführung" doch gar nicht aus. Sie besagt nur, dass die Ausgrenzung genau den Raum eröffnet, in dem diese Prozesse so stattgefunden haben...

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