Meuthen und Petry sind eher Repräsentanten der früheren eurokritischen Positionen, die sich verflüchtigt haben.Strich hat geschrieben: Montag 3. August 2026, 22:19Naja, schau, wie geht das jetzt weiter: Du sagst, da werden prominente Wortführer geduldet, daher meinen die das nicht ernst. Ich gehe mit: Die dulden Höcke mit seinen echt schrägen Ansichten. Da sind wir beieinander. Ich ziehe aber den Schluss nicht, den du ziehst. Bevor Höcke für deine Argumentation herhalten musste, wars Petry, davor wars Meuthen und davor wars Lucke. Alles Leute, die geext wurden oder gegangen sind. Das hat nichts an deiner Ansicht geändert. Das kenne ich schon. Wenn die morgen Höcke rauswerfen, reicht dir das vermutlich auch nicht, weil es gibt ja noch Chrupalla und Weidel und wie sie alle heißen. Und wie sind wir da jetzt weiter gekommen? Verloren ist das Neue für die Debatte, nicht du selbst (das war mit "für die Debatte" gemeint). Ich kenne aber den gerade skizzierten langweiligen Ablauf.scndbesthand hat geschrieben: Montag 3. August 2026, 21:38Da hast Du mich falsch verstanden.Strich hat geschrieben: Montag 3. August 2026, 16:09Ja wie ich oben schrieb, Leute mit diesen Ansichten sind vermutlich für die Debatte verloren. Wer glaubt auf alles mit "Feigenblatt" etc. zu reagieren, der dürfte kaum Fruchtbares beizutragen haben. Ich sage das nicht aus Resignation oder so. M.E. kann man die Meinung auch ohne Probleme haben, man sollte sich dann nur nicht hinstellen und meinen, man sei ach so kritisch. Ich kann dann meine Erwartungshaltung auch entsprechend anpassen: Ich werde wohl keine interessanten neuen Argumente von dir zu hören bekommen. Mit anderen Worten: Dir ist doch egal, was die AfD macht um sich zu deradikalisieren. Das wird dir bis zur Auflösung der Partei eh nie weit genug gehen.scndbesthand hat geschrieben: Montag 3. August 2026, 15:43 ...
Man könnte natürlich auch alle Leute vom Schlage Höcke rauswerfen. Macht man ja auch nicht. Es geht da eher um Feigenblätter und Argumente, ohne dass man wirklich sich wirklich scharf abgrenzt.
Wer Gruppierungen auflöst, aber letztlich prominente Wortführer der Gruppierung weiter unter seinem Dach duldet, muss sich schon die Frage stellen lassen, wie ernst er es denn wirklich meint.
Mir reicht das halt nicht. Wenn es Dir reicht, fein.
Ich würde mir für meinen Teil allerdings nicht das Urteil anmaßen, Dich aufgrund Deiner Naivität für die Debatte für verloren zu erklären.
Diese Passage aus dem GFF Gutachten trifft es ganz gut was ich sagen will:
„Auch die Auflösung des „Flügels“ im Jahr 2020 be-
deutete keinen Rückzug des völkisch-nationalistischen Spektrums. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich entsprechende Positionen in der Partei etabliert.
Eine innerparteiliche Strömung, die sich öffentlich und dauerhaft gegen die radikalen Kräfte in der AfD stellt, existiert nicht mehr. Eine konsequente Abgrenzung gegen diese Kräfte durch Ordnungsmaßnahmen ist nicht erkennbar. Parteiaus-
schlüsse wurden zwar häufig durchgeführt; gegen Personen, die im Gutachten des Bundesamts für Verfassungsschutz sowie in diesem Gutachten als Zitatgeber*innen für verfassungsfeindliche Positionen besonders hervortreten, jedoch nicht, darunter Christina Baum, Maximilian Krah, Alice Weidel, René Springer,
Dennis Hohloch, Hans-Thomas Tillschneider, Beatrix von Storch, Lena Kotré, Stephan Brandner, Tomasz Froelich und Emil Sänze.“
https://freiheitsrechte.org/uploads/pub ... achten.pdf
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